m.i.a

Die Wir-waren-alle-mal-Nu-Rave-Indiekids-Playlist

In engen Hosen und Neonshirts mit Dreiecken fanden wir mit diesen Songs erstmals zu elektronischer Musik.
6.5.16

Die Jahresanzeige sagt: 2007. „Big Girls Don't Cry" von Fergie war—warum auch immer—an der Spitze der Charts und der Simpsons-Film enttäuschte eine ganze Generation. Das iPhone kam über uns, Seth Rogen wurde plötzlich cool und wir verabschiedeten uns von Harry Potter. Am wichtigsten war aber, ohne Frage, dass Daft Punk mit ihrer Alive-Tour um den Globus tourten und das Leben zahlreicher junger Menschen nachhaltig veränderten.

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Man beschäftigte sich das erste Mal mit Drogen, trug Neon-T-Shirts, enge Hosen oder einfach nur Sachen, auf den Dreiecke und andere geometrische Figuren abgedruckt waren. Nu Rave, die grelle elektrifizierte Beat-Variante von Indie, war zudem für viele, wie für mich, ein Einfallstor in das große Spektrum der elektronischen Musik.

Zeit, sich nochmals durch die wichtigsten Lieder von damals zu hören.

Digitalism „Pogo"

Dies ist ein Spring-herum-und-schüttel-dein-Haar-Lied. Andere Spring-herum-und-schüttel-dein-Haar-Lieder sind u.a. „Song 2" von Blur und „I Bet You Look Good on the Dance Floor" der Arctic Monkeys.

M.I.A. „Paper Planes"

M.I.A. muss die coolste Person sein, die gerade auf diesem Planeten lebt. Nachdem wir das geklärt haben: Wenn ich die Chance hätte, dieses Lied aus dem globalen Bewusstsein zu löschen, dann würde ich das auf jeden Fall machen, denn wenn ich noch einmal irgendeinen Club voller weißer betrunkener Idioten erleben muss, die ihre Fingerpistolen in die Luft abfeuern und sich dabei vor Lachen ob ihres „Einfallsreichtums" bepissen, geh ich an die Decke.

Klaxons „Golden Skans"

Wie wäre es mit diesem Krach-Farben-und-Glitzer-und-antike-Kulturen-samt-ihrer-Ikonographie-mit-ein-bisschen-kosmischen-Shit-dazwischen-Vibe? Liebst du das genauso, wie ich?

Cut Copy „Hearts on Fire"

So klang es, als ich meinen gefälschten Ausweis bekam.

Hot Chip „Ready for the Floor"

Aus irgendeinem Grund sind Hot Chip für die Napoleon Dynamite der Musik.

PNAU „Baby"

WAS ZUR HÖLLE PASSIERT HIER?!?! WARUM IST DAS INNERE IHRER MÜNDER BLAU???

(Tolles Lied allerdings.)

The Presets „My People"

Das ist gruselig. Aber auf eine gute Art und Weise. Wie Marylin Manson.

MSTKRFT „Work on You"

Okay … das ist mal ein Video. Ein sexy Cartoon-Android in irgendeiner fernen postapokalyptischen Welt wird von verzweifelter Einsamkeit getrieben und baut sich selbst eine sexy Androidenfreundin und dann bekämpfen sie Gangster zusammen und tanzen in der Disco und leben ihr gefährliches Leben. Schön.

Uffie „Ready to Uff"

Stell dir nur mal vor, wie deine Reaktion wäre, wenn dieses Lied heute rauskommen würde. Ernsthaft. Versuch es mal! Un-fass-bar.

Justice „D.A.N.C.E"

Ich glaube, ich spreche nicht nur für mich, wenn ich sage, dass ich immer dachte, der Text lautet „catching all the lice" (also Läuse) und das einfach nie in Frage gestellt habe.

Chromeo „Bonafied Lovin"

Als Feministin ist dieser Song in erster Linie, was die Lyrics betrifft, anstößig, aber verdammt noch mal, wenn ich diese Synthies nicht lieben würde, dann wäre was verkehrt.

Midnight Juggernauts „Tombstone"

Jesus. Ich würde alles Geld der Welt geben, um mich noch einmal auf dieser Tanzfläche um 1 Uhr in diesem schrecklichen, schrecklichen Club zu sehen, wie laut schreiend mitsinge, als ob ich die Midnight Juggernauts selbst wäre, während ich jedes, aber wirklich jedes Wort missverstehe.

Daft Punk „One More Time/Aerodynamic"

Ich weiß nicht was ich schreiben soll. Ich bekomme einfach eine Instant-Gänsehaut jedes Mal. Solange dieses Ding läuft, bin ich vorübergehend nicht erreichbar, okay?!

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