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Die alternativen Highlights der Grammys 2017

Klar war Beyoncés Performance besser als die Geburt eures Erstgeborenen. Es gab jedoch noch andere herausragende Momente, die ihr vielleicht nicht mitbekommen habt.

von Noisey Staff
13 Februar 2017, 1:00pm

Foto: Imago

Seit Leute wie Kanye West und Frank Ocean (aus guten Gründen) die Grammys boykottieren, ist die Preisverleihung ein bisschen zum Abiball der Awardshows geworden: schicke Kleider, Preise werden verliehen, deren Gewinner niemand nachvollziehen kann (an dieser Stelle: danke nochmal an den Jahrgang 2011 des Ludwigsgymnasiums für den Preis als größte Quasselstrippe), und: Die coolen Kids scheißen drauf. 

Aber so whack das Ganze auch ist: Irgendwie denken wir dennoch mit warmen Gefühlen und ein wenig sehnsüchtig an Events wie diese. Es ist eine Mischung aus Nostalgie, Wehmut und Sensationsgeilheit, welcher Streber mal richtig aus sich rausgehen wird und an den Tresen kotzt bzw. was Kanye West diesmal abziehen wird. Und natürlich der Zauber, der allen Erzählungen innewohnt, weil man nicht dabei war.

Euren Abiball mögt ihr zwar verpasst haben, aber vielleicht kriegt ihr ja noch die Möglichkeit, dieses Defizit irgendwann mal bei den Grammys zu überwinden. Im Gegensatz zum Abiball finden die nämlich jedes Jahr statt und bieten eine Menge Gelegenheiten, all das nachzuholen: Freude (Beyoncé, immer wieder Beyoncé, Schutzheilige der Grammys), Trauer (Fehlentscheidungen der Jury, die sehr häufig vorkommen) und natürlich allerhand Absurditäten. Womit wir beim Thema angelangt wären:

CeeLo Green, oder wie wir gerne zitieren "I remember when, I remember I remember when I lost my mind"

Dass CeeLo Greene irgendwie nicht ganz sauber ist, dämmerte der Welt schon, als er 2014 wegen versuchter Vergewaltigung angeklagt wurde und seine idiotischen Gedanken dazu via Twitter mit der Welt teilte ("Wer vergewaltigt wurde, erinnert sich daran"). Nun ja, Anklage wurde fallen gelassen und CeeLo Green ist nach wie vor nicht ganz sauber, sondern gold. 

Als zwei Zuschauer dank Strobolicht vermutlich kurzzeitig ihr Augenlicht verloren 

Verdammtes Strobolicht und verdammte Licht-Menschen bei Konzerten, verflucht seid ihr!

Rihanna, mit Glitzerflachmann und Swag auf Level 8000

Schon wieder nichts für Anti gewonnen, obwohl es eines der besten Alben 2016 war. Rihanna, wir fühlen dich. Außerdem möchten wir gerne neben dir sitzen. In der Schule, bei den Grammys, immer. 

"Ich glaube, es ist an der Zeit für ein weiteres Schlückchen" 

Wir sind immer noch nicht fertig mit Rihanna. 

Außerdem hat Rihanna mit Drake gefacetimed –vielleicht 

OK, jetzt sind wir fertig. 

Bei Dankesreden bedankt man sich ab jetzt nicht mehr zuerst bei Gott, sondern bei Beyoncé

Adele war der große Abräumen des Abends. In fünf Kategorien gewann sie – in vier davon gegen Beyoncé. Und wir wissen alle, was passiert, wenn man gegen Beyoncé gewinnt: Man robbt auf Knien durch den Staub und entschuldigt sich. 

So auch Adele, die nicht nur einen ihrer Grammys auseinanderbrach, um ihn mit Beyoncé zu teilen, sondern auch in ihren Dankesreden deutlich machte, dass wir alle Beyoncé nicht würdig sind, nicht mal, wenn man Adele heißt. So sagte sie während ihrer Dankesrede für den Record of the Year Grammy: "Und natürlich mein Traum, mein Traum und mein Idol ist Queen Bey und ich bete dich an. Jeden Tag bewegst du meine Seele. Und das tust du schon seit 17 Jahren. Ich verehre dich und ich will, dass du meine Mutter bist, OK?"

Und bei der Dankesrede für Album of the Year. "Ich kann diesen Award unmöglich annehmen und ich fühle mich sehr geehrt und dankbar demütig, aber mein Leben ist Beyoncé und dieses Album, das Lemonade Album, war so monumental und so gut durchdacht. [...] Wir Künstler verehren dich alle. Du bist unser Licht. Und wie ich und meine Freunde uns dank dir fühlen, wie meine schwarzen Freunde sich fühlen, ist so bestärkend und dank dir stehen sie für sich selbst ein. Und ich liebe dich. Ich habe dich immer geliebt. Und ich werde dich immer lieben." 

Schoolboy Q, coolster Vater des Abends, sorry Jay Z

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