„Seig heil!“—Tila Tequila feiert in Washington den Wahlsieg von Trump

Tila Tequila und ihre Freunde haben Trumps Sieg gefeiert und jede Menge menschenverachtender Statements abgelassen.
21.11.16
Foto: Screenshot von Twitter aus dem Tweet "Seig heil!" von Tila Tequila

Foto: Screenshot von Twitter aus dem Tweet „Seig heil!" von Tila Tequila

Dass Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten gewählt wurde, war natürlich auch für die extrem-extrem rechten Kräfte Amerikas so, als würden Fasching, Karneval und Oktoberfest auf einen Tag fallen. Da wackelt sogar der Ku Klux Klan fröhlich mit den Kapuzenmasken. Endlich dürfen sie alle öffentlich sagen, was sie sonst nur laut denken. Dass Amerika den Weißen gehöre und dass die Medien Trump deshalb so stark kritisiert hätten, um jüdische Interessen zu schützen. Da werden sogar die Deutschkenntnisse rausgeholt, von der „Lugenpresse" gesprochen und überhaupt wird sich da gefragt, ob Journalisten „… überhaupt Menschen sind oder doch nur seelenlose Golems." Immer raus damit, kein Halten mehr.

So geschehen laut New York Times bei einer Feier der ultrarechten Alt-Right-Bewegung in einem Gebäude unweit des Weißen Hauses in Washington, DC. Es wurden fleißig Hitlergrüße gemacht und irgendwann ertönte von der Bühne noch „Heil the people! Heil victory!" Der Saal mit rund 200 Zuhörern erwiderte den Ruf. Unter ihnen: Tila Tequila, die über ihren Twitter-Account ein Bild von der Veranstaltung teilte, auf dem auch sie frech grinsend einen Hitlergruß macht und mit den Worten „Seig Heil" [sic] versah.

Wer war nochmal Tila Tequila? Ein ehemaliges Popsternchen, deren MySpace-Seite mal die größte des damals boomenden sozialen Netzwerkes war und schließlich von will.i.ams Plattenfirma unter Vertrag genommen wurde. Später brillierte sie in der MTV-Dating-Show A Shot at Love und einigen Erotik-Flicks. MySpace ging unter, Tequila zog zu Facebook und sammelte dort bis heute beachtliche 3,2 Millionen Likes. Nachdem sie sich am 20. April 2016 als glühender Adolf Hitler-Fan bekannte, unterstützte sie natürlich auch Donald Trumps Wahlkampf. Dass sie jetzt auf einer Veranstaltung der Ultrarechten als einige der wenigen geladenen Frauen den Wahlsieg und ein weißes Amerika feierte, fällt da in Sachen „Was zur Hölle" schon fast nicht mehr auf.

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