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Der Gefahr ins Gesicht lachen oder so

Was für ein Terror in dieser Woche.
19.11.10

Was für ein Terror in dieser Woche. De Maizière warnt uns vor dem 22. November, Windhuk ist vom Gefühl her wieder Deutsch-Südwestafrika und das Fernsehen zeigte gestern Abend bereits Feingefühl und die passenden Filme zur Terrorkrise. Keine Hysterie, sondern eine gelassene Aufmerksamkeit soll an den Tag gelegt werden. Blöd nur, wenn die Operation, die unseren Innenminister am Mittwoch vor die Kameras treten ließ, feinfühlig und (hoffentlich) unbeabsichtigt zynisch mit „Pandora“ betitelt wurde.

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Als ich gestern Abend in einer Talkrunde mit Herrn Minister De Maizière also davon erfuhr, dass der Stichtag wohl der 22. sei, war ich erleichtert, denn das Wochenende ist zumindest noch gerettet. Trotzdem stellte sich das Fernsehen wohl schon auf den Ernstfall ein und zeigte mit Paradise Now wohl einen bemerkenswert guten Film, im Vergleich zum sonst so abgespulten Müll, doch die Geschichte eines Selbstmordattentäters trägt nicht gerade zu „gelassener Aufmerksamkeit“ bei. Wenigstens lief mit Ausnahmezustand noch ein Film, der in die gleiche Kerbe schlug und uns wohl ebenfalls, gelassen, auf das Schlimmste vorbereiten soll.

Mir wurde das alles irgendwann zu dumm und panisch, also begann ich mir mit gelassener Aufmerksamkeit einige der schönsten Outtakes aus Terror-Propagandafilmen anzusehen.

ABU MUSAB AL-ZARQAWI

Der Klassiker. Das hier ist ein Propagandavideo von und mit Abu Musab al-Zarqawi aus dem Jahr 2006, als er noch am Leben und der meist gesuchte Terrorist des Iraks war. Bitte achtet auf Zarqawis Finesse und Expertise, mit der er versucht seine Waffe abzufeuern und die wirren Lakaien, die ihm schließlich dabei helfen. In der kompletten 13-Minutenversion, die im Netz rumschwirrt gibt es noch mehr zu sehen, zum Beispiel, wie sich diese Profis die Hände verbrennen, als sie den heißen Lauf der Waffe betatschen, sowie Zarqawis brandneue, weiße New Balance Sneaker.

OMAR KHADR

Dieses Video von 2002 wurde erst vergangene Woche im Rahmen eines Prozesses gegen Omar Khadr veröffentlicht und ging nicht durch das Produktionsbüro der Taliban. Es ist aber sehr schön anzusehen, wenn man mal 20 Minuten nicht zu tun hat und im Kopf nach Afghanistan reisen möchte. Für alle die keine Zeit haben und nicht nach Afghanistan wollen, hier eine kurze Zusammenfassung der Highlights:

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- Die Unfähigkeit einen Camcorder zu bedienen und die kindliche Freude, wenn sie festellen, dass das rote Licht „on“ bedeutet. Dumm, dass das Licht bereits einige Zeit „on“ war während sie doof in die Linse starrten.

- Der Typ, der mit einem Radio auf dem Bauch im Regen liegt und versucht mit seiner Zunge an der Antenne zu lecken.

- Kahdr, der seinem fetten Kumpel sagt, dass er wie ein Teddybär aussieht.

Omar Khadr wurde vergangene Woche zu acht Jahren Haft verurteilt.

KHURRAM SHER

Khurram Sher ist mein absoluter Favorit, auch wenn dieses Video nicht zu propagandistischen Zwecken entstanden ist. Khurram, der zurzeit in Kanada wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung seit August in U-Haft sitzt, hatte bei Kanada sucht den Superstar seinen ersten Auftritt, bevor er als Teil der Terrorzelle in Ottawa aufflog.

Ein kleiner Tipp. Ich empfehle euch zu allen Videos dieses hier parallel laufen zu lassen.

Ein schönes Wochenende und denkt dran, egal wie es kommt, Montage sind und waren schon immer beschissen.