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Das Leben eines professionellen Nacktmodells

Schönheit ist mächtig, weil sie gefällt. Wahre Macht bedeutet, nicht gefallen zu müssen.
30.10.12

Vor ungefähr einem Monat habe ich bei der Arbeit so vor mich hingeträumt und dabei schwirrten mir jede Menge Erinnerungen durch den Kopf. Eine handelte von einer Ex-Freundin. Ich erinnerte mich daran, wie dieses Mädchen, eine exotischeTänzerin, mich damit verblüffte, wie sie aus dem Nichts Gesichter ziehen und Körperbewegungen machen konnte, einfach so, im Vorbeigehen, das sollte witzig sein und ich bekam mich nicht mehr ein. Ich habe mich immer gefragt, wie diese Damen den Sexbombenmodus einfach an- und ausschalten können, wie sie von einem Moment zum anderen diese übersprudelnde Fontäne purer, sexy Ausstrahlung haben können, die sie, wann immer sie wollen, auf wen immer sie wollen, richten können wie eine scharfe Waffe. Ich hatte Molly Crabapple, einer bekannten Künstlerin und professionellen sexy Lady, irgendwann mal sinnlosen Kram geschrieben und sie nun gebeten, mit diesen halbgaren Ansagen etwas Sinnvolles zu machen. Das hier ist dabei herausgekommen. - Kelly McClure

Illustration von Molly Crabapple.

„Wenn du weiter reist, wirst du noch vergewaltigt.“

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Z. und ich saßen in einem Café am Rande der Sahara. Wir waren drei Wochen lang als Backpacker durch Marokko gestreift. Trotz meiner Warnungen war Z. zusehends angepisster, weil ich ständig Belästigungen auf der Straße provozierte. Ich war von Kopf bis Fuß verhüllt, aber die Jungs an der Bushaltestelle zischten mir trotzdem andauernd zu wie die Schlangen.

„Der Mann da ist gerade aus der Moschee gekommen“, sagte Z., nachdem ein älterer Mann mich mit seinen Blicken ausgezogen hatte. „Er sollte eigentlich nur an Gott denken.“

„Marilyn Monroe konnte das an- und ausschalten,“ erklärte mir Z. „Du kannst das nicht.“

Das An- und Ausschalten war etwas, über das ich nachdachte, während ich umgeben von hartgekochten Eiern und nackt in einem Kaufhaus lag. Der Mann, der mich so fotografierte, stritt hartnäckig ab, einen Eier-Fetisch zu haben. Nachdem das Fotoshooting vorbei war, bot er mir an, dass ich die Eier mit nach Hause nehmen und essen könnte. Ich war so pleite, dass ich ja sagte.

Ich war 20 und hatte zwei Jahre als Nacktmodell gearbeitet. Damals war das ein blühendes, halbwegs legitimes Geschäft für Mädchen wie mich. Mädchen, die zu klein, zu fett oder zu normal waren, um echte Models zu sein, aber auch nicht abgebrüht genug, um der Gesellschaft den Mittelfinger zu zeigen und als Pornodarstellerin zu arbeiten, posierten so für Amateurfotografen. Wir nannten sie TMKs, Typen mit Kameras. Sie bezahlten 100 Mäuse die Stunde.

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Wir tauchten in ihren Hotelzimmern auf. Wir posierten auf ihren Betten. Wir informierten uns gegenseitig darüber, wer anständig war und wer ein Soziopath. Denn wir wussten genau, dass die Polizei nichts unternehmen würde, wenn uns einer der TMKs vergewaltigt.

Ich kannte ein Mädchen, das als Bondage-Model arbeitete. Ein Fotograf drohte ihr damit, sie umzubringen. Sie heulte. Er ließ sie gehen. Als sie zur Polizei ging, wurde sie ignoriert. Später ermordete der Fotograf ein anderes Model.

Umringt von Eiern und Scheinwerfern gab ich mein Bestes, um der sich abzeichnenden Laufbahn, für die ich als abgebrannte Kunststudentin einer schlechten Uni fast schon prädestiniert war, zu entkommen.

Ich wollte einfach nur schnelles Geld machen, investieren und dann abhauen. Ich war jung und abgesehen von meinem Aussehen hatte ich nichts, was mich für Andere interessant machte. Solange ich diese Vorzüge also hatte, wollte ich sie benutzen, um an andere, wertvollere Spielkarten zu kommen.

Mit elf bekam ich schon Titten. Seitdem bedrängten mich die Jungs. Meine Familie gehört nicht zu denen, die den Zusammenhang zwischen früher Pubertät und Teenager-Schwangerschaften nicht sehen, den Chassiden aber, die mir 50 Dollar für einen Handjob boten, war das egal. Mit 14 spazierte ich eine Strandpromenade entlang, als mich ein 60-Jähriger anquatschte und um eine Verabredung bat. Ich lehnte ab. „Nein, nur ein Treffen für Sex!“, sagte er. Als ich abermals ablehnte, erwiderte er, ich sei sowieso hässlich.

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Auf jede Einladung zum Kaffee, die dir das Privileg deiner Schönheit beschert, kommt ein Typ, der dir auf den Treppen runter zur U-Bahn hinterherläuft und dir dabei erzählt, wie gerne er seine Zunge in deinen Arsch schieben würde.

Wenn Männer uns belästigen, dann geben sie unserem Aussehen dafür die Schuld.

Foto von Yumna.

Die Schönheit einer Frau soll für sie die Quelle all ihres Erfolgs und gleichzeitig Ursprung ihrer ewigen inneren Unsicherheit sein. Unser Schicksal ist es, unsere Lippen mit fünf verschiedenen Lipgloss zuzukleistern und darüber nachzudenken, wie fett wir sind. Schönheit ist das Paradox des Zenon. Wir dürfen uns zwar einem endlosen Streben nach Vollkommenheit hingeben, aber es ist gesellschaftlich verpönt, wenn wir kundtun, diese tatsächlich erreicht zu haben. Wir dürfen das nicht selbst feststellen. Das darf nur der Typ, der laut schreit: „Geile Titten!“

„Ich bin schön!“ einfach so auszusprechen und dann im Raum stehen zu lassen, das würde alle Regeln brechen.

Meine Mitbewohnerin war ein Webcam-Girl. Sie arbeitete aus einem kleinen Separee heraus, mit einem Vibrator, mit dem sie nach Anweisung des Typen auf der andern Seite der Webcam mechanisch bumste. Schon bald entdeckte sie weit lukrativere Arrangements. Ich sah sie mit ihren Freiern beim Luxus-Dinner, aber Sugardaddys und das Zuckerpuppentum waren nichts für mich. Filet Mignon schmeckt in solcher Gesellschaft einfach nicht.

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Aber ihr Gehaltsscheck hat mich beeindruckt.

Ich wollte immer Künstlerin werden. Um alles finanzieren zu können, was hierfür nötig ist–sei es eine einfach Website oder ein ordentlich gedrucktes Portfolio–braucht man viel mehr Geld, als ich durch einen normalen Job je verdienen konnte. Doch noch etwas Anderes als das Geld brachte mich dazu, ins Nacktbusiness einzusteigen. Ich wollte mich selbst testen. Ich wollte sehen, ob ich in einem herausfordernden und stigmatisierten Bereich arbeiten und daraus völlig unversehrt wieder auftauchen könnte. Ich wollte meine Kindheit in Brand stecken.

Also nahm ich mir die Kleinanzeigen auf Craigslist vor.

Einige Jahre nachdem ich als Nacktmädchen angefangen hatte, haben Prostitutionsgegner den Anzeigenteil mit den Dienstleistungen für Erwachsene dichtgemacht. Damit haben sie nichts Anderes erreicht, als die Sexarbeiter zu ärgern. Die Werbeanzeigen für Internetpornos und gebrauchte Damenunterwäsche sind dann in den Bereich „Talente“ umgezogen, wo sie als öffentliche Castings für No-Budget-Filme ausgeschrieben wurden.

Damit hatten wir wieder eine Erwachsenensparte. Dort habe ich dann gesucht.

Nachdem ich Dutzende Anfragen verschickt hatte–„Sehr aufgeschlossene Models für Fotos und Kunst- & Erotik-Ausstellungen gesucht“ „Sehr diskret“–bekam ich einen Job auf einer Loft-Party, wo ich als lebende Figur posieren sollte. Weiß angemalt wie die Venus schlürfte ich Absinth mit Manhattans High Society, machte nebenbei 250 Dollar bar auf die Hand und schwor von da an jeder Anstellung als ehrlicher Arbeitnehmer für immer ab.

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Eine professionelle Nackte zu sein, stellte ich mir damals glamourös vor, wie Anaïs Nin auf Seidenkissen herumliegen und zum Pöbel herablächeln. Der erste Mann, der mich fotografierte, machte das sofort zunichte. T. traf sich mit mir in einem kleinen Laden, zusammen mit einem Bündel aufgedrehter nackter Frauen, frischrasiert und aufgebrezelt, merkwürdige menschliche Kreaturen, von denen er stolz behauptete, er würde sie sexy machen. Meinen Mangel an Anstand machte ich mit einer Portion Eitelkeit wett. Von mir aus konnte man meine Titten ruhig im Internet sehen, nicht aber meine Verletzlichkeit. Trotzdem habe ich mich für 100 Mäuse von ihm ablichten lassen, mit bis zur Erschöpfung rausgestreckter Brust, nachdem ich ihn davon überzeugen konnte, dass ein Schwarzweißfilm seine Fotos „künstlerischer“ aussehen lassen würde.

Als ich mich zum ersten Mal für T. auszog, dachte ich, die Welt würde untergehen. Es dauerte jedoch nicht lange, bis ich ungeduldig meine Klamotten wegschleuderte, als wäre ich darunter gar nicht nackt.

Wenn ich schon nackt zu sehen war, dann wenigstens ohne unvorteilhafte Verdrehungen in T.s Wohnzimmer. Ich wählte aus seinen Fotos die besten aus, polierte sie mit meiner illegalen Photoshop-Version auf und stellte sie auf eine Website namens One Model Place. OMPs provinzhafte Vulgarität und „dot-com“-Ambitionen gingen einher mit der überzeugten Darstellung, eine Website für die Modeindustrie zu sein. Das war es nicht.

Foto von Jim Batt.

Ich wurde mit E-Mail-Angeboten überflutet. Ich tauchte dreimal pro Woche in Hotelzimmern auf, schälte mich aus meinen Klamotten und sprach mit den „Fotografen“ in einer behutsamen Mischung aus Distanz und Freundlichkeit, die ihnen klar machen sollte, dass sie heute keinen Blowjob zu erwarten haben.

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Ich wurde besser. Und besser. Ich tauchte in Latex auf und in feiner Spitzenwäsche und in Sexshop-Plastik-Highheels.

Ich liebte es, in jedem Hotelzimmer die gleichen zwei Dinge zu tun: mich vor dem Spiegel zu schminken und meinen Bademantel fallen zu lassen. Das war eine todsichere Methode, um Kohle zu machen. Wirklich unübertroffen.

Und die TMKs? Die meisten waren auf eine merkwürdige Art nett. Sie waren Geschäftsmänner. Sie wollten ein nacktes Mädchen in ihr Zimmer bestellen, sich dabei aber wie ein Künstler fühlen. Die wenigen, die versuchten, mich anzufassen, bellte ich an, Tonfall Kindergartenerzieherin, und sie haben das nicht wieder versucht. Manche machten beleidigende Bemerkungen über meinen Körper. Ein TMK, der reich genug war, um echte Toulouse-Lautrecs im Wohnzimmer hängen zu haben, meckerte während des gesamten Shootings über meine Titten. „Das Model vor dir“, sagte er, „hatte perfekte Brüste.“ Ich nahm seine 500 Dollar und empfahl ihn, mit entsprechender Warnung, eine Freundin. Er beleidigte auch sie. „Dein Körper ist widerlich“, sagte er. Es war genauso wie bei mir. „Molly hatte perfekte Brüste.“

Mit 21 schmiss ich die Schule. Kunstschulen sind Betrug und machen nichts anderes, als einem Handwerk ein überteuertes, akademisches Kleid zu verpassen.

Aber ich wollte meine Karriere als professionelles Nacktmodell vorantreiben und so viel Geld wie möglich verdienen, solange ich noch jung genug war. Zu der Zeit hasste ich es. Zu allen Shoots ging ich mit der Erwartung, vom TMK vergewaltigt zu werden. Wenn Schönheit ein Privileg ist, dann ist es in einer Welt, in der nur in ihren Zimmern eingesperrte Jungfrauen als wirklich unschuldig gelten, auch ein Privileg, ein braves Mädchen zu sein. Meine Arbeit in der Sexindustrie hat mir eines vollkommen klar gemacht: Prostituierte—so glaubt man—sind selbst schuld an der Gewalt, die ihnen angetan wird. Ich stellte mir vor, mit einem Polizisten zu sprechen. „Ja, ich war nackt in seinem Hotelzimmer. Für Geld.“

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Als Schutz blieb mir nur, routiniert dafür zu sorgen, dass sich die Kerle wohlfühlten, während ich mich durch das barocke Pantomimerepertoire eines Hochglanzmagazins schmollte.

Auf der Heimfahrt von einem Shooting bettelte einer der TMKs darum, mich besteigen zu dürfen. „Meine Frau ist schwanger“, sagte er. „Sie schläft nicht mit mir. Sie sagt, das würde das Baby töten.“

Fest gewillt, mich nicht von ihm anfassen zu lassen, blieb mein Blick ausdruckslos, bis wir Brooklyn erreichten und ich die Autotür aufreißen und die Stufen zu meiner Wohnung hinaufrennen konnte.

Zu unserer eigenen Sicherheit sollten wir uns zu den Shoots begleiten lassen. Ich habe das nur ein einziges Mal getan. Mein Freund kam mit zu einem Hotel in Jersey. Der TMK hatte eine Kamera, die in einer Minute Hundert Fotos schoss. Es war rührend, wie stolz er auf sie war, wie ein Mann, der seinen Sportwagen nie aus der Garage holt.

Mein Freund saß an der Wand und zeichnete, während ich vor der Jalousie improvisierte. Der TKM kam nicht in Stimmung. „Es funktioniert nicht“, stotterte er und gab mir meinen Hunderter. Von einem Teil des Geldes lud ich meinen Freund in ein billiges Fischrestaurant ein. Ich wollte kotzen.

Foto von Steve Prue. 

Ich war 22 Jahre alt und schwitze auf einer Go-Go-Bühne. Glitzer schmolz in meinem Ausschnitt. Eine der falschen Wimpern hatte sich gelöst und hing mir in Clockwork-Orange-Manier am Augenlied. Der Kerl, mit dem ich was hatte, kam herein. Er hatte seine Freundin dabei, die kein bemaltes, verbrauchtes, wahnsinnig professionelles Nacktmodell war. Ich tanzte weiter und tat so, als hätte ich sie nicht bemerkt. Gegen 4 Uhr morgens, nach meinem Auftritt, stand ich in meinem Zimmer. Mein Körper sang vor Schmerz. Langsam zog ich mir die Perücke vom Kopf, entledigte mich der Plateauschuhe, des Bustiers, der Wimpern. Je mehr ich ablegte, desto heftiger überkamen mich Schmerz und Müdigkeit. Der Berg aus Mädchenkram auf meinem Fußboden war fast so groß wie das Mädchen selbst.
Nun mein Hass auf meine Arbeit störte mich. Als Nacktmodell zu arbeiten, war manchmal gefährlich, oftmals bescheuert. Aber es waren auch jedes Mal 300 $ von größtenteils artigen Männern. Vielleicht lag es an meinen künstlerischen Ambitionen. Ich wollte selbst fotografieren und nicht länger Fotos von mir verkaufen.
Als ich meinen Job vor der Kamera aufgab, hatte ich selbst Models. Gott, ich liebe schöne Frauen. Ich kenne keine einzige Stripperin, die nicht von sich selbst glaubt, eine Philosophenkönigin zu sein.
Während ich meine eigenen Bilder verkaufte, ohne mich wirklich darum zu scheren, war ich besessen von denen der Anderen. Ich wollte ihre Schönheit malen, sie konsumieren.
Traditionell ist es ein schlechter Deal für schöne Mädchen. Sex-Appeal vergeht, aber ein Gemälde bleibt bestehen.
Du könntest eine Galerie der Puppen der Vergangenheit aufmachen. Über allem der Schriftzug: „Musen haben keine Copyrights.“
Nicht, dass Musen keine Künstler sein können. Während meiner Burlesque-Zeit wurden Amber Ray und ich Freunde. Ich war grottenschlecht. Sie war die Beste. Nacht für Nacht vollbrachte sie auf der Bühne dieser Kellerbar Magie. Sie war eine Lotusblüte, ein Pfau, ein goldener Gott. Sie heuerte mich an, damit ich mit ihr als Promotionmodel arbeite. In Korsetts und 15 Zentimeter hohen Glitzer-Highheels und mit Perücken auf dem Kopf staksten wir über die Bühne. Am Ende des Auftritts bettelte ich darum, mich hinsetzen zu dürfen, und kratzte mich mit einem Essstäbchen am Kopf. „Du bist ein Quell der Freude“, zischte sie mir zu und sah dabei umwerfend aus. „LÄCHLE.“
Ich war nie besonders gut darin, mich als Kunstwerk darzustellen.
Als ich 23 war, hatte ich genug Kunstjobs, um das Modeln aufzugeben. Mir wurde zum ersten Mal bewusst, wie unprofessionell nackte Frauen über ihr eigenes Aussehen dachten. Es verblüffte mich. Büroangestellte zerfleischen sich selbst, weil sie nicht wie Angelina Jolie aussehen, und das, obwohl in ganz Brooklyn zig Latinas—heiß wie Jolie—in Supermärkten Sachen eintüteten.
Als Model war mein Aussehen mein Werkzeug, etwas, das ich bearbeiten und herrichten konnte, damit es einen höheren Preis erzielte. Es gab hübschere Frauen als mich, aber mein Gesicht funktionierte gut genug. Die Tatsache, dass Zivilistinnen (wie ich sie bezeichnete) sich selbst quälten, um dem von Hollywood propagierten Schönheitsideal zu entsprechen, obwohl es ihnen weder bessere Karrieren noch bessere Schwänze verschaffte, verblüffte mich.
Am Ende meiner Laufbahn als Nacktmodell besaß ich eine interessante Dessouskollektion und ich wusste, wie man mit einer Kameralinse spielt. Wie geplant hatte ich die zusammengeknüllten Zwanziger gespart und nutzte sie, um aus mir eine Künstlerin zu machen. Schlussendlich wurde ich zu einer ziemlich bekannten Künstlerin. Während ich für Magazine posierte, erinnerte ich mich der alten Regeln der Selbstdarstellung.

Das Aussehen von Frauen soll unsere Erlösung sein. Meine war es irgendwie. Aber das Aussehen ist auch der Schlüssel zu Orten, an denen Äußerlichkeiten keine Rolle mehr spielen.

Schönheit ist mächtig, weil sie gefällt. Wahre Macht bedeutet, nicht gefallen zu müssen.