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Hangover-News

Ein Irakkriegsveteran ist mit einem Klappmesser ins Weiße Haus eingedrungen, 100.000 Kurden sind vor dem IS in die Türkei geflohen und eine Hessin hat Gold bei der Armdrückweltmeisterschaft geholt. Hier sind die News, die du am Wochenende verpasst hast.
22.9.14

Du hast nicht mitbekommen, was am Wochenende in der Welt da draußen passiert ist, weil du nur in deiner eigenen Welt warst? Dein Schädel brummt, alles ist zu laut, aber du willst dich trotzdem auf den aktuellsten Stand bringen? Dann haben wir hier für dich unsere allwöchentlichen Hangover-News:

Die Vorarlberger Zwerge haben ihrem Wahlkampf alle Ehre gemacht

Foto von: Harald52 via photopin cc

Das tiefschwarze Vorarlberg hat gestern gewählt und ist ein bisschen weniger schwarz geworden. Die Neos haben der ÖVP einige Stimmen genommen—richtig Stimmen genommen haben aber allen die Grünen. Mit 17,2 Prozent und einem Plus von 6,6 Prozent waren sie die Gewinner der Wahl, ÖVP, SPÖ, FPÖ haben jeweils Stimmen verloren. Die SPÖ ist erstmals bei einer Landtagswahl bei unter 10 Prozent gelandet und somit in der Bedeutungslosigkeit angekommen (zumindest in Vorarlberg). Die Regierungsbildung liegt nun in den Händen der ÖVP—Grüne und FPÖ würden sich sehr billig hergeben, um endlich (wieder) in die Regierung zu kommen. Schwarz-Blau hat in Vorarlberg übrigens Tradition, ist also nicht abwegig, auch wenn der FPÖ-Spitzenkandidat wegen eines antisemitischen Sagers 2009, für den er sich nicht entschuldigen will, der FPÖ in Vorarlberg einige Sympathiepunkte gekostet hat.

Der IS hat türkische Geiseln freigelassen und man weiß noch nicht genau, warum

Am Samstag sind die 49 türkische Geiseln, die zuvor in der Hand des IS waren, wieder freigekommen. Sie wurden am 11. Juni von den IS-Kämpfern in ihre Gewalt gebracht, als sie die irakische Stadt Mossul einnahmen und das türkische Konsulat stürmten. Laut türkischer Regierung wurden die Geiseln weder gewaltsam noch durch Lösegeldzahlungen befreit. Sie ließen offen, wie sie die Menschen letztlich freibekommen haben.

Über 100.000 Kurden sind in die Türkei geflohen, wurden aber z.T. mit Wasserwerfern zurückgedrängt

Die Kämpfer des IS haben immer mehr Kurdengebiete im Norden Syriens erobert. Sie setzten eine Großoffensive auf die Stadt Ain al-Arab (kurdisch: Kobani) an, was zu einer kurdischen Flüchtlingswelle führte. Die Uno schätzt, dass am Wochenende über 100.000 Kurden nach Norden in die Türkei geflohen sind. Obwohl die türkische Regierung acht Grenzübergänge öffnete, kam es einigen Stellen zu Ausschreitungen. Die kurdischen Flüchtlinge wurden mit Wasserwerfern und Tränengas zurückgedrängt.

Ein Veteran des **Irakkriegs ist **mit Klappmesser ins Weiße Haus eingedrungen

Foto: Matt H. Wade | WikimediaCC BY-SA 3.0

Am Samstagmorgen mitteleuropäischer Zeit ist ein Mann auf das Grundstück des Weißen Hauses eingedrungen. Er war auf der Nordseite über den Zaun geklettert und dann über den Rasen gerannt. Als er durch die Eingangstür lief, wurde er vom Secret Service überwältigt. Barack Obama hatte seinen Amtssitz nur wenige Minuten zuvor verlassen. Laut Washington Post handelte es sich bei dem Eindringling um den 42-jährigen Irakkriegsveteran Omar Gonzalez. Er hatte ein Klappmesser dabei und sagte den Secret-Service-Beamten bei seiner Festnahme, wie besorgt er darüber sei, „dass die Atmosphäre zusammenbricht". Er müsse den Präsidenten dazu bringen, die Bevölkerung darüber zu informieren.

Der **Ministerpräsident des **Jemen ist nach Angriffen von Schiiten-Rebellen zurückgetreten

Der jemenitische Ministerpräsident Mohammed Basindawa ist zurückgetreten. Damit reagierte er auf den Vormarsch schiitischer Huthi-Rebellen, die das Hauptquartier der Armee in Sanaa eingenommen und den Rücktritt der mehrheitlich sunnitischen Regierung gefordert hatten. In den letzten Wochen ist es immer wieder zu Gefechten zwischen der sunnitischen Armee und den schiitischen Rebellen gekommen. Die UN verkündete gestern, dass man sich mit beiden Konfliktparteien auf eine Waffenruhe geeinigt hätte.

Ein Feuerwehrmann ist nach Ice Bucket Challenge gestorben

Der Feuerwehrmann Tony Grider kippte am 21. August zusammen mit einem Kollegen einen Kübel Wasser auf das Blasorchester der Universität von Campbellsville. Dabei kamen die Beiden zu nah an eine Hochspannungsleitung und erlitten einen Elektroschock. Beide wurden wochenlang in einer Klinik behandelt—vergeblich. Der 41-Jährige starb am Samstag. Sein 22-jähriger Kollege wurde bereits am 15. September entlassen.