Sex

James Deen wird jetzt von sechs Frauen der Vergewaltigung und der Körperverletzung bezichtigt

Die Pornodarstellerin Amber Rayne soll er am Set geschlagen und Kora Peters soll er anal vergewaltigt haben.
03 Dezember 2015, 9:50am

Foto: Wikimedia Commons | CC BY-SA 4.0

Dieser Artikel ist zuerst bei Broadly erschienen.

Zwei weitere Porno-Darstellerinnen haben James Deen beschuldigt, ihre Grenzen beim Dreh überschritten zu haben, und eine weitere Frau behauptet nun, von ihm vergewaltigt worden zu sein. Die neuen Anschuldigungen sind jetzt aufgekommen, nachdem Stoya bereits vor wenigen Tagen auf Twitter geschrieben hat, von Deen vergewaltigt worden zu sein. Danach folgten die Darstellerinnen Tori Lux und Ashley Fires mit ähnlichen Behauptungen. Große Porno-Unternehmen wie etwa der Sexspielzeug-Vertrieb Doc Johnson oder Kink.com haben deswegen auch schon jegliche Zusammenarbeit mit Deen beendet.

Jetzt haben sich auch noch die Porno-Stars Amber Rayne und Kora Peters bei Daily Beast geäußert und gemeint, dass sie von Deen ebenfalls körperlich angegangen und verletzt worden seien. So behauptet Rayne, dass der Darsteller bei einer Anal-Szene plötzlich total aggressiv wurde. „Er schlug mir ins Gesicht, während er noch in meinem drin Arsch war. Dann drehte er vollkommen durch und fickte mich extrem brutal von hinten", erzählte sie in dem _Daily Beast_-Interview. „Er hat mir Sachen reingesteckt, bis mein Arschloch riss und ich alles vollblutete. Ich blutete so stark, dass ich die Szene nicht mehr zu Ende drehen konnte." Laut eigener Aussage musste sie nach diesem Zwischenfall dann auch genäht werden.

Peters erzählte bei ihrem Interview von einem Zwischenfall am Set, bei dem Deen ihre Grenzen ohne ihre Zustimmung überschritt. So behauptet sie, dem Darsteller eindeutig mitgeteilt zu haben, keinen Analsex zu wollen. Deen schien das jedoch nicht wirklich zu interessieren. „James wollte immer wieder in meinen Arsch eindringen, aber ich habe ihn auch immer wieder weggedrückt. Dann hat er mich gewürgt, mein Gesicht gegen das Sofa gepresst und ist trotzdem in mich eingedrungen", erzählte sie gegenüber Daily Beast. „Die Filmcrew gab ihm dann High-Fives und meinte, wie geil es doch sei, dass er eine Anal-Szene rausgeholt hat, obwohl eigentlich nur eine normale Mann/Frau-Sexszene anstand." Als Peters ihrem Agenten von dem Zwischenfall berichtete, meinte der laut ihrer Aussage nur, dass sie sich geehrt fühlen sollte, weil James Deen, einer der besten Porno-Darsteller der Industrie, sie so sehr wollte.

„Die Filmcrew gab ihm dann High-Fives und meinte, wie toll es doch sei, dass er eine Anal-Szene rausgeholt hat, obwohl eigentlich nur eine normale Mann/Frau-Sexszene anstand."

In einem Statement gegenüber Broadly sagte Peters, dass sie schon einmal eine Anal-Szene mit Deen gedreht hätte, diesen Akt danach aber auf die Liste der Dinge, die sich nicht mehr macht, setzen ließ. „Wir mussten die Szene zweimal drehen, weil ich beim ersten Mal so heftig geweint habe. Nach dieser Erfahrung wollte ich nie wieder Analsex haben. In den fünf Jahren nach diesem Zwischenfall habe ich auch keine einzige Anal-Szene mehr gedreht", erzählte sie. Aber dann kam es zu der oben genannten Überschreitung ihrer Grenzen während einer vermeintlich harmlosen Mann/Frau-Sexszene.

„Er ist gewaltsam in meinen Arsch eingedrungen, obwohl er genau wusste, dass dieser Akt wegen ihm auf meiner No-Go-Liste steht", meinte Peters.

Die Website LAist berichtet dazu noch von einer dritten Frau, die nur als T.M. bezeichnet werden will und Deen ebenfalls der Vergewaltigung beschuldigt. Dem Artikel zufolge behauptet sie, dass der Zwischenfall während einer Hotelparty in Las Vegas stattgefunden hat. „Ich hatte mit meinen Kollegen und Freunden vorher ein bisschen was getrunken und bin dann hoch zu einer Suite, wo eine Party stattfand. Ich wusste aber nicht, was genau dort los war. Deen sah mich sofort. Er sagte nichts, sondern packte mich vor allen Anwesenden und zog mich in einen Nebenraum", erzählte T.M. „Ich bat ihn auf alle Fälle, damit aufzuhören, aber ich hatte gleichzeitig auch eine Heidenangst, denn es befanden sich viele seiner Freunde und Fans im Zimmer. Er zwang mich dann dazu, ihn oral zu befriedigen, und hatte Sex mit mir. Als er fertig war, ging er einfach. Ich war richtig schockiert. Die ganze Sache war mir aber auch richtig peinlich—deswegen bin ich wieder raus und habe nie jemandem davon erzählt."

Auf unsere Bitte um eine Stellungnahme hat James Deen nicht reagiert. Bei Twitter bezeichnete er die ganzen Anschuldigungen jedoch als „falsch und diffamierend".