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Sex

Eine Frau steht vor Gericht, weil sie ihre beste Freundin mit Augenbinde und falschem Penis zu Sex überlistet hat

Der Klägerin sei schlecht geworden, als sie herausfand, dass ihr „Freund" tatsächlich ihre beste Freundin war.
Manisha Krishnan
Toronto, CA
14.9.15

Foto: Mirko Tobias Schäfer | Flickr | CC BY 2.0

In Großbritannien steht eine Frau wegen sexueller Nötigung vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, eine Freundin mit Augenbinden und einem künstlichen Penis ausgetrickst zu haben, damit sie Sex mit ihr hat.

Gayle N., 25, aus Willaston in der englischen Grafschaft Cheshire plädiert in allen fünf Anklagepunkten wegen sexueller Nötigung auf nicht schuldig.

Die Klägerin—eine (ehemalige) Freundin von Gayle N.—sagte aus, dass sie einen Typen namens Kye Fortune 2011 auf Facebook kennengelernt und sich daraus eine Onlineromanze entwickelt habe.

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Dieser Kye Fortune, der sich selbst als Halb-Filipino und Halb-Latino bezeichnete, behauptete, dass er einen Autounfall hatte und bei ihm danach ein Gehirntumor diagnostiziert wurde. Laut einem Bericht des Independent begann das Paar dann zu telefonieren und Fortune erzählte der Klägerin: „Wir sollten heiraten und Kinder bekommen. Wir werden alles Mögliche tun."

Berichten zufolge sagte die Klägerin der Polizei, dass sie seine Stimme als ziemlich hoch empfand.

Das Paar kommunizierte via Telefon und Internet für weitere zwei Jahre.

Laut der Aussage der Klägerin brachte Kye Fortune sie dazu, bei ihrem ersten Date in einem Hotel in Chester im Februar 2013 eine Augenbinde zu tragen. Kye Fortune habe sich aufgrund der Narben und der Muskelschäden für sein Aussehen geschämt, sagte sie aus.

Die Klägerin stimmte der Augenbinde zu und nachdem sie das Hotelzimmer betrat, sah sie, dass das Bett mit Rosenblättern und „Hello Kitty"-Kuscheltieren bedeckt war. Während Kye Fortune im Bad war, zog sie sich die Augenbinde und einen Schal über.

Danach näherte sich Fortune „zitternd" und sie hatten Sex. Fortune sagte nach dem Sex, dass er wieder zurück ins Krankenhaus nach Manchester zurück müsse.

In ihrer Aussage erklärte die Klägerin, dass Fortune sie nach mehreren Hotelsextreffen schließlich in ihrer Wohnung besuchte.

„Als wir Sex hatten, nahm ich seinen Kopf und meine Hand ertastete etwas; etwas, das sich nicht richtig anfühlte", erklärte die Klägerin gegenüber einem Polizisten.

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„Ich saß auf dem Bett und er stand auf. Irgendetwas in mir sagte ‚Zieh die Augenbinde hoch' … Gayle stand einfach nur da", so die Klägerin.

„Sie nahm sofort die Hände vors Gesicht und sagte zu mir: ‚Es ist nicht das, was du denkst.'"

Die Klägerin, die laut eigenen Aussagen „nicht auf Frauen steht", gab zu Protokoll, dass ihr in Anbetracht der Enthüllung, dass ihr Freund von zwei Jahren—der ihr sogar einen Ewigkeitsring überreicht—tatsächlich ihre beste Freundin war, schlecht geworden sei.

Als sie der Staatsanwalt frage, ob sie sich nicht „ein bisschen bekloppt" verkommen würde, wenn sie die Geschichte rückblickend betrachtet, antwortete die Klägerin: „Es ist teilweise meine Schuld, weil ich so gierig, so dumm war".

Die Beschuldigte Gayle N.—der auch vorgeworfen wird, einen Badeanzug, einen Verband und einen Wollhut getragen zu haben, um ihre wahre Identität zu verbergen—argumentiert, dass es sich bei den Treffen mit ihrer Freundin, die im Übrigen eine ungeoutete Lesbe sei, um einvernehmliche Begegnungen gehandelt habe.