Günther Golob will als erster Mensch den Mars betreten
Foto von Max Wegscheidler, VICE Media

FYI.

This story is over 5 years old.

Wie Wir Wollen

Günther Golob will als erster Mensch den Mars betreten

Günther Golob will zum Mars fliegen und den roten Planeten besiedeln. Um seinen Traum wahr zu machen, nimmt er als einziger Österreicher an einer entsprechenden Reality Show teil.
24.11.14

​Günther Golob ist Herausgeber eines Grazer Kunstmagazins und dreifacher Vater. Er könnte in etwas mehr als zehn Jahren aber auch einer jener vier Menschen sein, die zum ersten Mal die Oberfläche des Mars betreten, dort eine Kolonie gründen — und nie wieder zur Erde zurückkehren. Nie wieder, da die private Weltraummission unter Schirmherrschaft der niederländischen Stiftung lediglich ein One-Way-Ticket umfasst, bei dem aus Kostengründen kein Rückflug geplant ist. Um die veranschlagte Summe von sechs Milliarden US-Dollar stemmen zu können, wird es eine Reality-TV-Show geben, die vom Big Brother-Erfinder Endemol umgesetzt und nichts Geringeres als das „größte Medienereignis der Weltgeschichte" werden soll.

Anzeige

Die Chancen, dass Günther Golob seinen Traum vom Mars tatsächlich umsetzen können wird, stehen durchaus gut – schließlich hat er es unter 202.586 Bewerbern und Bewerberinnen aus aller Welt unter die letzten 663 geschafft, von denen Anfang 2015 rund 100 Personen für die Teilnahme an einem Mix aus Reality-Format und Astronauten-Training ausgewählt werden. 56 Jahre nach der Mondlandung könnte dann im Jahr 2025 der nächste große Schritt für die Menschheit bevorstehen: Ab dann soll ein vierköpfiges Astronauten-Team mit dem Aufbau einer Marskolonie beginnen. Alle zwei Jahre sollen neue Viererteams auf dem Mars eintreffen und so nach und nach die erste permanente Weltraumsiedlung der Menschheit entstehen lassen. Technologisch sei laut Bas Lansdorp, Mitgründer und CEO von Mars One, „alles umsetzbar", da man im Zuge der eigenen Mars-Missionen nur auf bereits verfügbare und erfolgreich getestete Technologien von Drittherstellern wie Lockheed Martin oder SpaceX zurückgreife.

​Lies diese und weitere visionäre Geschichten auf www.wie-wir-wollen.at.