Die beste aller Welten

Fotos aus dem Leben mit einer heroinsüchtigen Mutter

Adrian Goigingers drogenabhängige Mutter schenkte ihm eine wunderschöne, aufregende Kindheit. Er hat uns Fotos aus dieser Zeit geschickt.

von VICE Staff
30 November 2017, 6:00am

Adrian, seine Mutter und sein Stiefvater an der Salzach, ihrem zweiten Wohnzimmer

In seinem autobiografischen Spielfilm Die beste aller Welten erzählt der österreichische Regisseur Adrian Goiginger die Geschichte seiner Kindheit – und vom Glück, das ihn seine heroinsüchtige Mutter erfahren ließ. Als eine Welt "voller gefährlicher Abenteuer am reißenden Fluss" beschreibt Goiginger diese Zeit, als "ein euphorisches Grölen von Led-Zeppelin-Hits", inmitten der unberechenbaren, drogenabhängigen Freunde der Mutter, die zu seinen eigenen wurden.

Die beste aller Welten eben sei es gewesen. In Goigingers Film geht es nicht um Drogen. Es geht um die Liebe einer Mutter zu ihrem Sohn.

Der Filmemacher hat uns Fotos aus seiner Kindheit in Salzburg geschickt. Hier sind sie.

"Der Balkon in der Bessarabierstraße war der übliche Zugang zu unserer Wohnung", sagt Goiginger
"Der Samtumhang machte mich zum Zauberer, während im Hintergrund das Schwemmholz von der Salzach trocknet. So wurde beim Heizen gespart."
"Mein Stiefvater Günter Goiginger war 23 Jahre heroinabhängig, ehe er clean wurde."
"Meine Mama Helga, ein paar Monate bevor sie clean wurde. Sie war acht Jahre lang heroinabhängig."
"Beim 'Zelda'-Spielen"
"Obwohl die Wohnung ein Umschlagplatz für Drogen war, sorgte Helga dafür, dass es immer halbwegs sauber und ordentlich war."
"Ich weiß nicht, wie oft meine Mama diesen Satz zu mir gesagt hat: 'I kimm glei wieda, Mausi.' Danach ist sie mit mehreren Freunden im Schlafzimmer verschwunden und hat den Schlüssel von innen umgedreht."
"Ein sehr typisches Bild: mein Stiefvater im Halbschlaf. Helga machte sich oft Sorgen, dass er nicht mehr aufwachen würde."
"Weihnachten 1997. Mein Opa Gerhard war zwar ein Vaterersatz für mich. Die Eltern von Helga konnten aber nicht wirklich helfen, da sie nichts von der Sucht ihrer Tochter wussten."
"Die Liebe und Zuneigung meiner Mutter war alles überstrahlend."
"Werner war einer meiner besten Freunde. Wir unternahmen sehr oft etwas miteinander. Vieles, das ich heute über die Welt weiß, habe ich von ihm gelernt."
"Kurz nachdem sie clean wurden, heirateten meine Mutter und mein Stiefvater und bekamen noch zwei Kinder."

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