Schweizer Rap befindet sich in einer neuen goldenen Ära: Das sind die besten 33 Tracks 2018

Von S.O.S über Physical Shock bis 041 – wer die Schweizer Rapszene übersieht, verpasst verdammt viel.

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19 Dezember 2018, 4:26pm

Foto: Jojo Schulmeister

Letztes Jahr haben wir uns gefragt, ob 2017 das beste Jahr aller Zeiten für Schweizer Rap war – und wir lagen falsch. 2018 konnten die üblichen Verdächtigen nicht nur eins obendrauf setzen, dieses Jahr hat auch diverse neue Talente hervorgebracht, die die zweite goldene Ära im Schweizer Rap weiterführen wollen.

Die Rede von einer goldenen Ära ist dabei keineswegs untertrieben. Besonders stilistisch und inhaltlich hat die Szene dieses Jahr eine nie zuvor gesehene Vielfalt bewiesen: Trap, Emo, Cloud, Boom bap, Afrotrap, politisch, poserisch, poetisch – Rap in der Schweiz geht 2018 in allen Formen und Farben.

Allen voran zementierten S.O.S ihre Position als tragende Kraft dieser Welle: Nativ und Dawill releasten unglaublich gute Soloalben. Dawill ergibt sich auf Moringa mit neuen Rhythmen und Beats ganz dem Herzschmerz, Nativ auf der anderen Seite liefert mit Baobab das politischste Rap-Album des Jahres. Mit Cobee haben sie ausserdem Zuwachs erhalten, der schon mit seinem musikalisch vielfältigen Debüt Chaos seinen Platz in der Illustren Runde verdient hat.


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Auch in Zürich lief dieses Jahr einiges: Luuk zeigt mit Renaissance die unschöne Fratze der Schweiz. Maurice Polo beweist auf prettyfürimmer und mit seinen legendären Insta-Storys, dass er sowas wie der Götti von diesem Game ist. Physical Shock schrieben mit "Nasty Girl" einfach mal einen Hit auf Albanisch. No Basic konnte auf einer soliden Basis aufbauen und dürften in Zukunft ein wichtiger Pfeiler für die Szene sein. Und Amazhone und Nicky B Fly bringen mit dem Mini-Sommerhit "Si wend no me" Helvetia Afrotrap bei.

Die grösste Überraschung brachte 2018 aber 041 hervor: Loredana hatte wohl niemand auf dem Schirm, bis sie allen mit "Sonnenbrille" das Rampenlicht stahl. Heißt aber nicht, dass der Rest von Luzern das Jahr verpennt hat: Effe, Eliel, The Youngest, LCone, Soldi: Alle lieferten ab.

Den Fehler, das Jahr als größtes Jahr in der Schweizer Rap-Geschichte zu betiteln, machen wir aber nicht noch einmal. 2018 macht aber vor allem eins: Bock auf 2019.

Welche Tracks und Acts ihr dieses Jahr nicht verpasst haben solltet, hört ihr in unserer Playlist:

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