Foto mit freundlicher Genehmigung von JennKL Photography
Foto mit freundlicher Genehmigung von Cape Seafood & Provisions
Es sei denn, du willst dich selbst belügen oder hast ihn nie probiert. Niemand kann mir weismachen, dass es bei irgendwelche Zuchtfische gibt, die auch nur entfernt genauso gut schmecken wie die gleichen Arten aus Wildfang. Bei Schalentierenist das OK, das sind sogenannte Filtrierer, ihre Lebensbedingungen sind bei der Zucht nicht viel anders. Eine Wildauster und eine Zuchtauster werden gleich schmecken.Was ist mit den Aquakulturen, die wirklich nachhaltige Fischzucht betreiben? Davor ziehe ich meinen Hut, großartig. Je mehr sie wirklich richtig nachhaltig arbeiten, also dass die Fische nicht mit Antibiotika behandelt werden oder der Wildbestand dadurch nicht gefährdet wird oder sie nur nachhaltiges Futter bekommen. Das fügt der Umwelt immerhin weniger keinen Schaden zu. Man muss sich nur mal Chile anschauen: An der gesamten Küste sind Lachse gestorben, weil sie nicht ordentlich gezüchtet wurden.Niemand kann mir weismachen, dass es bei irgendwelche Zuchtfische gibt, die auch nur entfernt genauso gut schmecken wie die gleichen Arten aus Wildfang.
Überall auf der Welt entscheiden sich immer mehr Leute dafür, die Fischerei aufzugeben. Ein Schande, denn das heißt, dass wir die See und das letzte, wirklich wilde Essen auf der Welt nicht mehr genug wertschätzen. Die Ironie daran: Um die Fischer zu unterstützen, muss man mehr Fisch essen—natürlich nicht bis zur Erschöpfung.Man sollte bei Fisch und Muscheln auch nicht nach Schnäppchen Ausschau halten, niemals.
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Klar ist es schwer, mit nur geringem Einkommen wirklich nachhaltigen Fisch zu leisten, aber es gibt viele lokale, nachhaltig gefischte Arten. Wir haben hier in Amerika so viel Auswahl Ich empfehle, am besten auf einen Fischmarkt zu gehen. Wenn man hier lokalen Fisch und Meeresfrüchte aus Wildfang kauft, ist das auch nachhaltig (außer Blauflossenthun und ein paar andere Thunfischarten). Am besten kauft man lokal.Wenn nur genug Leute zum Beispiel beim nächsten Omakase-Menü endlich auf Blauflossenthun verzichten würden und der Koch dann auf seinen Vorräten sitzen bleibt, wird er keinen mehr bestellen.
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Wenn nur genug Leute zum Beispiel beim nächsten Omakase-Menü endlich auf Blauflossenthun verzichten würden und der Koch dann auf seinen Vorräten sitzen bleibt, wird er keinen mehr bestellen. Niemand wird verhungern, nur weil man auf Blauflossenthun isst. Das sind First-World-Problems, ganz ehrlich. Aber das Aussterben einer Art ist nicht nur ein First-World-Problem, sondern eines für die ganze Welt. Ironischerweise sitzen genau die Leute, die fleißig an den WWF und amerikanische Umweltorganisationen wie den EDF spenden, dann in Sushi-Bars und essen genüsslich Blauflossenthun. Ich versteh es nicht.Irgendwie glaube ich auch, dass es ein zeitweiliges Fangverbot im Pazifik geben sollte. Ich bin im Herzen Fischer und fühle mich richtig schlecht dafür. Wenn man so etwas durchsetzen würde, kommt das einigen Fischern hart zu stehen, aber dieser Fisch muss sich irgendwann erholen können. Am besten gibt es so eine Regelung für die ganze Welt.Wie groß sind deine Hoffnungen, dass das passiert? Es sieht schlecht aus. Allerdings habe ich in New York mal mit ein paar Vertretern des EDF zusammengearbeitet, die eine Studie vorgestellt haben, in der es hieß, dass sich alle handelsüblichen, bedrohten Meerestiere mit dem richtigen Management innerhalb von zehn Jahren wieder erholen könnten. Es gab schon Erfolge in der Vergangenheit, also ja, wir können diese Fische retten. Das hat mir wieder Hoffnung gemacht.Vielen Dank für das GesprächIronischerweise sitzen genau die Leute, die fleißig an den WWF und amerikanische Umweltorganisationen wie den EDF spenden, dann in Sushi-Bars und essen genüsslich Blauflossenthun.