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Zuckerkonsum

Die Kids trinken Limo badewannenweise

Klingt wie ein Traum, ist es aber nicht.

von Phoebe Hurst
23 November 2016, 7:00am

Photo via Flickr user _ Liquid

Wir alle wissen, dass Kinder regelrecht auf Zucker programmiert sind—erinnert ihr euch noch, wie ihr in der sechsten Klasse süchtig nach Haribo-Schnecken wart?Eine neue Studie von Cancer Research UK hat jetzt wohl aufgedeckt, wie viel von dem süßen Zeug die Kids jedes Jahr konsumieren—und das Ergebnis ist nicht nett.

Für ihre Untersuchungen hat die gemeinnützige Organisation mit Daten des National Diet and Nutrition Survey von 2015 gearbeitet und so herausgefunden, dass britische Teenager jedes Jahr 234 Dosen zuckerhaltige Getränke trinken. Das ist genug, um eine ganze Badewanne zu füllen.

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Wie Cancer Research herausgefunden hat, waren bei Teenagern Softdrinks die Hauptquelle von zugesetztem Zucker und auch jüngere Kinder trinken ziemlich viel davon. Die Daten zeigen, dass Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter jährlich 70 Dosen trinken, Kinder zwischen vier und zehn Jahren trinken 110 Dosen, was immerhin für eine halbe Badewanne reicht.

Alison Cox, Leiterin des Bereichs Prävention bei Cancer Research, sagte zu den Ergebnissen: „Wir müssen dringend etwas dagegen tun. Die gute Nachricht: Die Zuckersteuer der Regierung wird eine entscheidende Rolle spielen, um dieses Verhalten unter Kontrolle zu bekommen. Eine kleine Steuer auf zuckerhaltige Getränke wird eine enorme Wirkung entfalten und wird ein Anreiz für Softdrink-Hersteller sein, den Zuckergehalt ihrer Getränke zu reduzieren."

Im März verkündete die britische Regierung Pläne für eine Zuckersteuer. Softdrink-Hersteller sollen dann für Getränke, die mehr als 5 Gramm Zucker je 100 Milliliter enthalten, eine Steuer zahlen, insgesamt sollen so schätzungsweise 520 Millionen Pfund eingenommen werden. Gesundheitsaktivisten erhoffen sich einen ähnlichen Erfolg wie auch bei anderen Zuckersteuern, zum Beispiel der in Mexiko. Hier wurden im ersten Jahr der Steuer 12 Prozent weniger Softdrinks verkauft.

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Alison Tedstone, Ernährungsexpertin der Regierungsbehörde Public Health England, kommentierte die Studie von Cancer Research ebenfalls: „Die Zuckersteuer ist eine gute Möglichkeit, um den Zuckerkonsum zu reduzieren, jedoch nehmen Kinder Zucker über viele Quellen auf. Wir arbeiten auch mit Unternehmen und Einzelhändlern zusammen, um den Zucker schrittweise auch aus den Lebensmitteln, die Kinder am meisten essen, zu entfernen. Dadurch reduzieren wir den Zuckerkonsum insgesamt, nicht nur bei Getränken."

Und wenn wir irgendwas gegen das immer größer werdende Problem übergewichtiger Kinder erreichen wollen, sollten diese Veränderungen besser schnell kommen.

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