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Design

In den Weiten wunderschöner Science-Fiction-Fraktale

Mark J. Brady kreiert mit der Software Mandelbulb3D faszinierende galaktische Dystopien, in der jegliches Leben durch Maschinen ersetzt wurde.
29.7.14

"Internal Activity" by Mark J. Brady

Künstler Mark J. Brady (alias MarkJayBee) kreiert mit der Software Mandelbulb 3D fraktale Landschaften, die wie computerisierte Storyboards eines Ridley-Scott-Films aussehen–mit dem Unterschied, dass diese riesigen digitalen Schauplätze aus sich unendlich wiederholenden Mustern bestehen und den Betrachter so in einen interdimensionalen Raum mitnehmen, der weit über die normalen 2D-Fraktale hinausgeht, die wir gewohnt sind.

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Brady selbst beschreibt seine Arbeiten als „techno-architektonisch-mechanisch“. Ein passender Begriff für die beeindruckenden Werke, die nicht von Menschenhand gemacht zu sein scheinen. Grenzenlose industrielle Lager, galaktische Dystopien und mechanische Kolumbarien aus geklonten polygonen Mustern, die von Maschinen gemacht sind–und anscheinend auch für Maschinen, denn die Universen sind vollkommen leer, was organisches Leben angeht.

"Ixian Manufactories II"

Nicht lange nach der Entdeckung des ersten 3D-Fraktals sah Brady 2010 erstmals ein 'Mandelbulb'. „Die sehen aus wie surreale Alien-Städte. Ich könnte meine eigenen Science-Fiction-Interpretationen hinzufügen“, so Brady gegenüber The Creators Project. Und er dachte sich: „Ich muss nur lernen, wie das geht…“

Nach einer langen, steilen Lernkurve hat Brady nun in mühevoller Arbeit und mit den richtigen Tools eine stetig wachsende Online-Gallery aufgebaut und dazu eine wachsende Fanbase, die die Drucke seiner digitalen Gemälde kauft. Obwohl es viel an Software gibt, mit der man Fraktale bauen kann, arbeitet Brady fast ausschließlich mit dem Programm Mandlebulb3D, über das er sagt: „Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie man es in seiner jetzigen Form noch bedeutend verbessern könnte.“

>> Diese digitalen Fraktale sind echte geometrische Wunderwerke

„Das Programm eignet sich hervorragend, weil es einfach zu bedienen ist, eine hohe Rendergeschwindigkeit hat und viele gute Möglichkeiten zur Bildsteuerung bietet. Im Entwicklungsstadium des Programms war es noch ein Glücksspiel, sich um ein Fraktal herumzubewegen. Durch die Einführung des Navigationsfensters ist das Programm wesentlich intuitiver geworden. Man bekommt ein Gefühl dafür, sich innerhalb oder außerhalb eines Fraktals zu bewegen, es präzise einzurahmen und die Aufnahme zu machen, wenn man den idealen Punkt gefunden hat. Für mich als langjähriger Fotograf hat es einen riesigen Unterschied gemacht, ein Bild zu finden und zusammenzusetzen.

"Subsurface System"

„Ich war mein Leben lang fasziniert von Technologie und habe Science-Fiction immer geliebt“, fährt Brady fort. Inspiriert von Autor Ian M. Banks und Zeichner Chris Foss gibt Brady zu, dass in seinen Fraktalen eine an Blade Runner erinnernde Bilderwelt zu sehen ist. Er hofft, seine Arbeit gebe einen Sinn für „eine komplexe–und hoffentlich überzeugende–massive Maschinenwelt“ und dass seine digitalen Traumlandschaften ihre Betrachter komplett in fremde Welten entführen können.

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>> Seht weiter unten mehr von Bradys Arbeiten und besucht seine Webseite.

"Command System"

"C.A.T arriving at Vavatch Orbital"

"GSV Mainbay II"

"External Services"