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Dumm Gelaufen

Ein Typ vermisst sein Heroin und ruft die Polizei an, um einen Drogenspürhund zu bekommen

Ein Polizist sprach vom "bizarrsten" Notruf, den er in seinen 41 Dienstjahren gehört hat.

von Drew Schwartz
28 April 2017, 9:24am

Foto mit freundlicher Genehmigung der Nellis Air Force Base

Joseph M. lässt es 2017 anscheinend richtig krachen. Direkt am Neujahrstag wurde der 20-Jährige aus Ohio vor Disney World verhaftet und pisste einem Beamten dabei wortwörtlich ans Bein. Vor Kurzem raste er dann mit 1,21 Promille und seinem Mercedes in ein Straßenschild. Seine neuste Aktion toppt allerdings alles – ja, selbst den Urinfleck auf der Hose des Polizisten. Wie ein Ableger des Nachrichtensenders Cleveland ABC berichtete, wählte Joseph den Polizeinotruf, um einen Drogenspürhund anzufordern. Er wollte damit Heroin wiederfinden, das eine Frau ihm angeblich gestohlen hatte.

Ein Beamter der Wache von Bath Township sagte gegenüber News 5 Cleveland, dass es der "bizarrste" Notruf gewesen sei, den er in seinen 41 Dienstjahren gehört hätte.

"Sie brauchen einen Polizeihund?", fragte die Frau aus der Notrufzentrale ungläubig. "Was ist bei Ihnen los?"

"Sie hat mein Heroin geklaut", murmelte Joseph.

Auch wenn einige Verwirrung darüber herrschte, wer "sie" war und warum M. explizit nach einem Polizeihund gefragt hatte, sahen sich die Beamten dazu veranlasst, der ominösen Heroin-Geschichte auf den Grund zu gehen und Joseph einen Besuch abzustatten. Als die Polizisten schließlich bei ihm eintrafen, war dem 20-Jährigen langsam gedämmert, dass es vielleicht keine ganz so gute Idee gewesen war, den Beamten vom eigenen Heroin zu erzählen. Also änderte M. spontan seine Story und erzählte den Polizisten, dass eine Frau ihm Geld und nicht Drogen gestohlen hätte.

Wirklich überzeugt von der neuen Geschichte waren die Beamten nicht. Wenige Minuten später griff M. nämlich in seine Tasche und holte eine "braune, wachsige Substanz" hervor, die die Beamten für Drogen hielten. Die Polizisten verfrachteten Joseph daraufhin in ihr Fahrzeug und brachten ihn zur Wache, wo sie seine Fingerabdrücke abnahmen und ihn schließlich wieder nach Hause schickten.

M. muss sich jetzt für einen schweren Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

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