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Sex

Der VICE Wrong Boner Blog

Hosenzelte, die eigentlich nicht sein sollten - mit Six-Pack-Titten, Tölpeln und Tiefseekreaturen.

Okay, ich sage es jetzt einfach: Heute ist es ziemlich heiß draußen. So. Damit ist es gleich am Anfang raus und keiner muss mehr so tun, als ob wir nicht alle ständig nur ans Wetter denken und am liebsten von nichts anderem reden würden. Das hört ihr jetzt vielleicht nicht gerne, aber die Sache ist in Wahrheit doch, dass wir alle ziemlich ähnlich sind: Im Sommer und Winter reden wir über das Wetter, im Frühling und Herbst über TV-Serien und wenn gerade keines dieser Themen passt, ficken oder masturbieren wir (manchmal ficken wir auch, während wir übers Wetter reden oder masturbieren zu TV-Serien – der Experte spricht dann von sogenannten "Übergangszeiten"). Und genau wie alle anderen würdet auch ihr gerade extrem gern Fotos vom heutigen Grillen und Saufen auf Facebook posten, euch über den rotzetreibenden Pollenflug und den Legebatterie-Charme in der U-Bahn aufregen oder wie vierzehnjährige Doom-Metaller so tun, als würdet ihr euch längst schon wieder den Winter herwünschen, weil ihr Angst vor Bienen habt und meterdicker Matsch natürlich tausendmal so schick an euren Stiefeln aussieht wie Gänseblümchen zwischen zwei abgefuckten Hippiezehen.

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Das einizge, das euch im Augenblick davon abhält, ist euer letztes bisschen Anstand, weil ihr nach diesen ersten paar Tagen voll Sommerdrill irgendwie doch noch ein Gefühl dafür habt, wie lächerlich es eigentlich ist, so zu tun, als wäre das Wetter ein verdammter Afghanistan-Einsatz – und das sage ich, der ich im Sommer von allen am meisten schwitze, oder am zweitmeisten gleich nach Louis CK. Aber der Anstand wird vergehen und das Gewissen wird verschwinden und dann wird ein Scheißeregen quer über alle sozialen Plattformen Wetter-Hass und Klima-Zynismus niedergehen, als hätte ein Orang-Utan direkt gegen den Ventilator gekackt. Das ist schon in Ordnung. Wir alle sind der Affe und unser Gegen-den-Ventilator-Kacken ist genauso natürlich wie unsere Fixierung auf Brüste oder Ärsche oder die Vorstellung, dass Titten Tiefseekreaturen sind, die man schon mal mit Tölpeln verwechseln kann. In genau diesem Moment sterben nämlich reihenweise Brüste in Peru und das hat mindestens so viel mit dem Wetter zu tun wie meine heutige Latte und die Bodybuilderin, von deren freakigen Six-Pack-Dekolleté ich sie habe.

BACKGROUND

An sich bin ich ja mehr der Arsch-Mann. Dabei meine ich nicht "arsch" wie in "scheiße" und in Opposition zu nett, höflich oder rücksichtsvoll, sondern einfach nur: Mehr interessiert an Ärschen als an Brüsten. Dann las ich kürzlich diese Meldung und noch bevor ich "Analsex mit Sasha Grey" sagen konnte (und das kann ich ziemlich schnell, immerhin sage ich kaum je was anderes), fühlte ich mich wie Linda de Mol beim Domino Day und sah mein Weltbild Steinchen für Steinchen umfallen:

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Inzwischen habe ich zwar von jenem Teil des Internets, der abseits von Drunk Ron Swanson und "Ha, gaaaaay!"-Chang liegt, gelernt, dass "boobies" auf Englisch nicht nur Titten, sondern auch Tölpel bedeutet, aber als ich davon erfuhr, war es natürlich längst zu spät und mein Domino-Hirn schon damit beschäftigt, schrittzerreißende Spagate zwischen toten Titten und Tiefseekreaturen zu schlagen. Ich dachte an Piranha 3D und an alle gigantischen Fischaugen-Brüste, die ich je bei Springbreak-Pornos auf die Netzhaut geklatscht bekommen hatte. Ich stellte mir vor, wie peruanische Tiefseetitten wohl aussehen würden und sah vor meinem inneren Auge bereits das scheue Fettgewebe in anmutigen Schwärmen durch die blauen Wellen pulsieren. Ja, ganz recht: Ein läppischer News-Beitrag, der noch dazu von etwas völlig anderem handelte, und schon dachte der Arsch-Mann an nichts anderes als an Brüste.

Auf einmal stellte ich mir zum ersten Mal die Frage, was bitteschön besser an Ärschen sein sollte und ob man die beiden Ausbuchtungen vorne beziehungsweise hinten überhaupt wirklich voneinander unterscheiden konnte. Kurz dachte ich auch, dass ich eine extrem gute Idee für ein millionenschweres Browser-Game aufgetan hätte, bei dem man anhand eines winzigen Bildausschnitts erraten muss, ob man gerade auf einen Arsch oder einen Busen schaut – aber natürlich gibt es das schon längst (und wahrscheinlich sind auch die Macher damit gar nicht millionenschwer geworden, sonst gäbe es das Spiel sicher als Platinum-Edition für die PS3, was ja schließlich der einzige Indikator ist, den Leute wie ich für finanziellen Erfolg von Videospielen anerkennen).

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Aber egal, ob Ruhm und Reichtum oder arschige Armut: allein die Existenz solcher Ideen (im Kopf von mehr als nur einem Typen) zeigt schon, dass Hintern und Vorbau sich zu ähnlich sind, als dass man gleichzeitig Fan von einem und Feind des anderen sein könnte. Insofern haben mich mein Hitzestau, das blöde Flash-Game und der Boobie-Artikel (bei dem es im Grunde genommen sicher auch um Klimawandel und Wetter in Bezug auf das große Vögelsterben geht) also mit den weiblichen Milchtanks versöhnt. Von hier war es nur noch ein kleiner Schritt zum folgenden Boner-Video.

BONER

Ich weiß auch nicht, wie so was einfach immer wieder passiert, aber in zirka eineinhalb Stunden Boobs Or Ass Raterei bin ich von den ersten heißen Sommertagen zu diesem Video hier gekommen:

Auf merkwürdige Weise finde ich die stramme Bodybuilderin hier sogar richtig anziehend. Vielleicht liegt es an ihrem gar nicht so steroidigen Gesicht, oder aber daran, dass ihr Dekolleté gewissermaßen die philosophische Synthese aus Brust- und Arsch-Liebhaberei in sich vereint. Immerhin hat sie beides direkt untereinander und kann mit allen vier Backen wackeln. Wofür dann die restlichen zwei Beulen in dieser Vorstellung stehen, weiß ich leider auch nicht, aber ich tippe mal darauf, dass so etwas einfach passiert, wenn Meeresbewohner erst mal mit dem Mutieren anfangen. Aber vermutlich bringe ich hier ein paar Sachen durcheinander. Was auch immer, mein Hirn schlägt Blubberblasen und ich muss dringend mein Abdomen abklühlen. Bis zum nächsten Mal und Mahalo!