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Regen im Trockenen, trocken im Regen

Der Rain Room im New Yorker MoMA ermöglicht erstmals Spazierengehen im Regen, ohne dabei nass zu werden.
13.6.13

Es geht nichts über einen warmen Sommerregen. Theoretisch. Praktisch ist anhaltender Regen meistens nämlich gar nicht so romantisch, wenn man erst mal Rinnsale zwischen den Zehen und dampfende, feuchte Luft in der Unterhose stehen hat, die einem die Aussicht auf das Ausziehen im Kopf zu einem Sinneserlebnis wie direkt aus der Karlsplatz-Passage oder der nächstbesten Wärmestube gedeihen lässt.

Seien wir uns ehrlich, wir mögen am Regen (wie bei so vielem anderen auch) doch nur die Vorstellung. Nein zu nässenden Socken und Verkühlung, ja zu nassen Stimmungsbildern auf Instagram und tumblr. Wer den guten alten Herbstfreund Emo-Regen schon immer mal im Trockenen—und dabei trotzdem abseits vom Netz—erleben wollte, kann das jetzt im New Yorker MoMA tun: Der Rain Room von rAndom International—gegründet von Stuart Wood, Florian Ortkrass und Hannes Koch—ermöglicht nämlich dank Sensoren und Mustererkennung erstmals Spazierengehen im Regen, ohne dabei nass zu werden.

Wie das alles funktioniert und warum das wirklich krasser Scheiß ist, lest ihr hier. Für uns wäre der Rain Room ja schon allein deshalb eine Sensation, weil er macht, dass in einem Zimmer Wasser von der Decke kommt, ohne dass dafür ein Wasserrohrbruch bei den Nachbarn nötig wäre. Aber wir sind wahrscheinlich noch nicht ganz bei der Kunst des 21. Jahrhunderts angekommen.