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Immer dieses Internet!

​Danke, Internet: Es gibt jetzt einen Schönheitswettbewerb für Arschlöcher

Warum hat das so lange gedauert?

VICE Staff

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Screenshot: "AnusContest.com: The American Democracy Simulator" auf Vimeo

Endlich, endlich, endlich: Wir sind angekommen. Seit das Internet massentauglich geworden ist, haben wir jedes Jahr ein bisschen mehr herausgefunden, dass wir eigentlich alle restlos versaut sind. Eine Bastion des Schamgefühls nach der anderen wurde eingerissen, so dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis wir an diesem Punkt ankommen. Und jetzt ist er da: Der Schönheitswettbewerb für Arschlöcher, oder Ani (ja, das ist der Plural von Anus, ihr Bildungsflüchtlinge).

Den Wettbewerb richtet ein gewisser Brian Sloane aus. In einer Videobotschaft fordert er uns alle auf, ihm gut ausgeleuchtete Bilder unserer Arschlöcher zu schicken, damit er sie auf seine Webseite packen kann, wo dann das ganze Internet darüber abstimmen darf, wer den schönsten Anus hat. Dem Gewinner winken 5.000 Dollar Preisgeld, und sogar die zweitschönste Rosette gewinnt noch 3.000, die Nummer drei 2.000 Dollar. Es kann sich also wirklich lohnen, Sloane ein Foto von eurem Darmausgang zu schicken. "Hebt eure Beine, bückt euch, tut, was nötig ist, um euren eigenen Anus zu fotografieren", fordert der enthusiastische "Unternehmer" in seinem Video. "Oder fragt einen Freund! Bittet eure Mutter! Fragt euren Großvater und sagt ihm, es ist für die Wissenschaft. Das wird euer stolzester Tag."

Was Sloane mit den ganzen Arschlöchern will? Ganz einfach: Sexspielzeug draus machen. "Ich werde die Ani der Gewinner oben auf einer neuen Serie von Autoblow 2-Masturbatoren reproduzieren", erklärt er. "Vielleicht mache ich auch ein bisschen anus-basierte Kunst draus." Klingt das nicht verlockend? Der Gedanke, dass schon diese Weihnachten Hunderte, vielleicht Tausende Männer ihre aufgeregten Pimmel stöhnend in ein Abbild deines echten Arschlochs schieben werden? Eben. Und 5.000 Dollar springen auch noch dabei raus!

Falls jetzt jemand denkt, dass niemand so bescheuert sein würde, sein Rehauge einem Sextoy-Hersteller zu schicken, damit er es auf seiner Website hochlädt: falsch gedacht. Auf anuscontest.com könnt ihr bereits jetzt über hundert Einsendungen bewundern. Die ersten Plätze sind bis jetzt Frauen vorbehalten, aber auf den hinteren finden sich auch Fotos von Mokkahöhlen, die ihre männlichen Träger offenbar besonders stolz machen.

Für Sloane hat die Aktion aber eine Bedeutung, die weit über Darmausgänge und Sex-Spielzeug hinausgeht: "Ich möchte Menschen aus allen Ländern der Welt, vor allem denen, die keine Demokratien sind, einladen, damit sie den einzigartigen Geschmack unseres demokratischen Prozesses in Amerika kennenlernen", erklärt Sloane, und dass er den Wettbewerb extra in Anlehnung an die Präsidentschaftswahl gestaltet habe. "Es mach mich glücklich, dass Menschen aller Kulturen, Ethnien und Religionen zusammenkommen werden", fährt er fort. "Auch wenn es nur ist, um über die Attraktivität ihrer gegenseitigen Polöcher abzustimmen." Der Typ findet seine Idee so gut, dass er sogar ein Lied darüber komponiert hat:

Eigentlich könnte diese Art Schönheitswettbewerb dem einstigen Besitzer vom Miss-USA-Contest und jetzigen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump ja besonders gut gefallen. Aber nein, Mr. Trump steht überhaupt nicht auf Arschlöcher. Das geht so weit, dass er sogar zu glauben scheint, seine eigene Frau besäße gar keins: Zumindest erklärte er in einem Radio-Interview, er glaube nicht, dass seine damalige Freundin Melania je scheißen gehe. Das ist das tolle an Trump: Neben seiner speziellen Art von unappetitlichem Wahnsinn sehen sogar Schönheitswettbewerbe für Arschlöcher wie eine super Idee aus.

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