
Offenbar ist Klimek erst jetzt aufgefallen, dass seine Aussage den Weg in den Falter gefunden hat. Gestern Nacht echauffierte er sich in ziemlich direktem Ton über den Falter und dessen Chefredakteur Florian Klenk. Seither kursiert auf Facebook und Twitter eine Diskussion über das kleine, unspektakuläre Zitat. Das Problem: Klimek hat die Aussage auf seinem privaten Facebook-Profil und mit der Privatsphäre-Einstellung „Privat“ getätigt. Was die Sache ein wenig komplizierter macht: Klimek hat an die 5000 Facebook-Freunde.Dass Klimek offenbar nicht mitgeteilt wurde, dass sein Zitat genutzt wird, ist scheiße, aber im Grunde gar nicht der Kern des Problems. Das ist sogar üblich: Storifys (Zusammenfassungen von Tweets zu einem bestimmten Thema) haben sich als Instrument von faulen Journalisten etabliert, um Klicks mit Dingen abzuholen, die andere Journalisten gesagt haben. Gefragt wird da auch keiner. Wichtiger ist die Frage, wann eine Aussage „öffentlich“ ist. Die ist im Medienrecht schwerer zu beantworten als auf Facebook. Im Zweifelsfall wird es ausjudiziert werden müssen.

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