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Weil es zur deutschen Ausgabe von Adam sucht Eva leider keine einbettbaren Videos gibt, musste ich mich zur Veranschaulichung bei den Niederländern bedienen. Außerdem haben die größere Penisse.Es ist ja nicht so, dass deutsche Privatsender es nicht versuchen würden. Vor kurzem steckte die Bachelorette noch allem die Zunge in den Hals, was einen Puls hat, und Sat.1 versammelte in Promi Big Brother die unbekanntesten Berühmtheiten Deutschlands. Mit Adam sucht Eva fährt RTL gleich ganz große Geschütze auf und lässt zwei nackte Kandidaten mit jeder Menge Alkohol und Kameras auf einer paradiesischen Insel zurück. Die einzige effektivere Möglichkeit, komplett Fremde innerhalb kürzester Zeit zu intimem Kontakt zu bringen, wäre die Anreicherung des Meerwassers mit MDMA. Ungelenke Dialoge jenseits aller Fremdscham-Grenzen, dieser kurze Moment der Dramatik, wenn ein weiterer Kandidat überraschend ins Spiel gebracht wird—nichts von alledem berührt mich mehr. Irgendwie wirkt die Situation zu gezwungen, zu kalkuliert unangenehm. Was will ich mit halbsteifen Penissen zur Prime-Time, wenn mir Schwer verliebt bereits vor Jahren den erotischen Höhepunkt meines Lebens als Fernseh-Junkie beschert hat?
Germany's Next Topmodel interessiert seit gefühlt 2008 niemanden mehr, Der Bachelor war zuletzt mit Paul Janke wirklich legendär und bei Frauentausch sind tendenziell nur die ersten fünf Minuten interessant, in denen noch nicht zweifelsfrei geklärt wurde, wer dieses Mal die Asi-Familie ist. Seit jeher komplett an mir vorbei gegangen sind sämtliche Scripted-Reality-Formate a la Verdachtsfälle (bis auf Pures Leben, das war fantastisch). Selbst ein Trash-Liebhaber wie ich hat einen gewissen Anspruch. Gibt es wirklich keine beschissenen Formate mehr, die mein Herz auch nur ansatzweise so zu berühren vermögen, wie einst die Celine Dion der Unterschichten-Unterhaltung—Beate?
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