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So ist es, beim Burning Man zu heiraten

Wenn du eine Suchtruppe zusammenstellen musst, um den Pastor rechtzeitig zur Zeremonie zu bekommen.

von Marcela Villanueva
29 August 2016, 11:25am

Dieser Artikel ist zuerst bei THUMP Mexico erschienen.

Für viele ist der Gedanke, sich für den Rest seines Lebens an eine andere Person zu binden, ziemlich einschüchternd. Wenn man sich allerdings auf dem gestern wieder eröffneten Burning Man Festival das Ja-Wort gibt, kann man zumindest schon mal sagen, dass man einen guten Start hingelegt hat, oder?

Das dachten sich jedenfalls Mariana und Lalo aus Mexiko. Vor drei Jahren kombinierten sie ihre Vorliebe für Acroyoga, Partys und Gemeinschaft mit einer Hochzeitszeremonie in der mythischen Wüstenstadt Black Rock City. Wir haben kurz mit Mariana und Lalo darüber gesprochen, wie es ist, beim Burning Man zu heiraten. Außerdem waren die beiden so nett, uns Fotos aus ihrem Hochzeitsalbum bereitzustellen.

Die diesjährige Festivalausgabe befindet sich momentan in vollem Gang. Hier haben wir alle wissenswerten Infos zusammengetragen und für alle Daheimgebliebenen (und wir sind viele) haben wir am Ende des Artikels noch mal den Live-Stream zum Festival eingebettet.

Noisey: Warum wolltet ihr beim Burning Man heiraten?
Mariana:
Als wir uns dazu entschieden hatten, zu heiraten, haben wir natürlich überlegt, welcher Ort sich dafür am besten eignen würde. Ich meinte spontan zu Lalo: "Burning Man!" Und dann ist es auch so gekommen.

Lalo: Meine Augen leuchteten auf. In meinem Kopf dachte ich mir: "Sie ist definitiv die perfekte Frau." Ich wusste, dass wir beide entschlossen und hartnäckig genug sind, um es auch durchzuziehen. Es brauchte nur ein bisschen Organisation und harte Arbeit.

Wie hat sich eure Hochzeit denn von einer konventionellen Feier unterschieden?
Lalo:
Durch so ziemlich alles. Es war aber vor allem die Energie, die wir fühlten, als wir dort angekommen waren. Ein Besuch beim Burning Man ist so schon eine logistische Herausforderung und eine so große Gruppe von Menschen zu koordinieren, die für eine Woche zum Campen in die Wüste fährt, macht das nicht einfacher. Die Energie, die dadurch entsteht, hat die Erfahrung aber richtig spirituell gemacht: Die Kostüme, die Zeremonie am Pyramid Temple, das Essen und der Mezcal, den wir Camp an unsere Gäste verteilten. Außerdem gab es noch diese abgefahrene 24-Stunden Party im Robot Heart, bei der wir bis zum Sonnenaufgang getanzt haben. Es hätte wirklich nicht besser sein können.

Mariana: Als Acroyoga-Lehrer haben wir außerdem für 80 Menschen einen Workshop abgehalten. Und dann gab es diese Fahrradtour am Playa entlang mit unseren ganzen geladenen Freunden, neuen Freunden und mit Reverend Bobo!

Lalo: Ich erinnere mich noch daran, dass ich Reverend Bobo zuerst nicht finden konnte. Ich hatte ihn seit Beginn der Woche gesucht. Am Freitag, unserem Hochzeitstag, haben wir dann eine Crew zusammengestellt, um ihn zu finden. Sonst hätten wir die Zeremonie ja nicht abhalten können. Ich habe ihn um 10 Uhr gefunden und die Hochzeit war 14 Uhr [lacht]. Zum Glück lief alles gut und am Ende hieß es: "Nach dem Gesetz des Bundesstaates Nevada, erkläre ich euch hiermit zu Mann und Frau."

Mit unseren Freunden auf dem Weg zum Temple für die Hochzeit

Endlich an der ausgewählten Stelle angekommen. Jetzt wird es ernst!

Wir machen einen "Gruß in die sieben Richtungen"—die Stellen, wo die Energien von jedem Kardinalpunkt in den Himmel, den Boden und jede einzelne Person hineinragen—, um ein Portal der Freude zu öffnen

Beim Verlesen unserer Hochzeitsschwüre: "In Gesundheit, in Krankheit und auf Partys"

"Awww!"

Der Pyramid Temple, an dem die Zeremonie stattfand.

"Hiermit erkläre ich euch zu Mann und Frau."

Die Ringe werden gebracht

Ein Gruppenfoto nach der Hochzeitszeremonie vor der Skulptur "Truth is Beauty"

Das Paar mit Reverend Bob

Beim Sonnenuntergang auf dem Weg zum Robot Heart Camp

Der Pyramid Temple aus einiger Entfernung

Muss man eigentlich nichts weiter dazu sagen

Das erste Selfie als Ehepaar!

Auf dem Weg zur Feier

Lalo führt den Hochzeitsempfang an, wo wir Mezcal an unsere Gäste ausgeben und ihnen die Vorzüge dieses mexikanischen Elixiers erklärten

Dieser Artikel ist zuerst bei THUMP erschienen.

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