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Neun Einstellungen beim Firefox-Browser, die ihr jetzt ändern solltet

Websites erfahren mit den Standardeinstellungen von Firefox mehr über euch, als euch lieb sein dürfte. Mit dieser Drei-Minuten-Anleitung schützt ihr euch vor Tracking und der Schnüffelei fremder Websites.

von Anna Biselli
05 November 2018, 9:40am

Bild: Screenshot | Firefox

Firefox hat den guten Ruf eines Browsers, der eure Privatsphäre besonders gut schützt. Für viele Nutzende ist er eine Alternative zum Marktführer Chrome oder zu Safari. Aber Firefox wird seinem Ruf durch manche Voreinstellungen nicht gerecht: Websites könnten euch tracken und Firefox sendet standardmäßig einige Informationen an seine Entwickler bei Mozilla.

Die gute Nachricht: Firefox gibt euch die Möglichkeit, das einfach zu ändern und gibt euch die volle Kontrolle darüber, was ihr dem Browser und seinen Entwicklern Mozilla über euch preisgeben soll. Denn nach einem Jahr muss nun wirklich niemand mehr wissen, welche Krankheitssymptome ihr gegooglet habt. Genau das und viel mehr könnte euer Firefox aber verraten.

Wir haben die wichtigsten Kniffe und Einstellungen gesammelt, mit denen ihr euch vor neugierigen Blicken schützt. Das ist kein großer Aufwand und dauert nur wenige Minuten. Versprochen!

1. Privater Modus: Hinterlasse weniger Spuren auf dem Gerät

Screenshot aus dem Firefox-Browser
Nicht nur bei fremden Rechnern praktisch: Der private Modus, löscht deine Spuren, wenn du den Browser schließt | Bild: Screenshot | Firefox

Wenn du im sogenannten privaten Modus surfst, speichert der Firefox-Browser keine Daten über die Seiten, die du besuchst oder die Suchbegriffe, die du verwendest. Auch Cookies verschwinden automatisch, sobald du das letzte private Fenster schließt. Das kann praktisch sein, wenn du beispielsweise mit einem fremden Rechner surfst und nicht willst, dass jemand später nachschauen kann, auf welchen Seiten du unterwegs warst.

Wenn du den privaten Modus nutzt, siehst du auf dem Desktop-Computer eine weiße Maske auf lilafarbenem Hintergrund in der Tab-Leiste deines Browsers. Du kannst den privaten Modus sogar dauerhaft aktivieren – aber nicht wundern, dann wird dir die Maske nicht mehr angezeigt.

Vorsicht: Der private Modus schützt dich nicht vor allem. Ein Website-Betreiber kann immer noch sehen, dass jemand von deiner IP-Adresse gerade seine Seite besucht. Genauso kann dein Arbeitgeber tracken, was du im Büro-Internet machst. Um das zu verhindern, musst du zu anderen Mitteln greifen und den Tor-Browser oder ein VPN benutzen.

Privaten Modus temporär aktivieren

    • MacOS/ Windows: Drei-Balken-Symbol > Neues privates Fenster
    • Android: Drei-Punkte-Symbol > Neues privates Fenster
    • iOS: Tab-Symbol > Maske

Privaten Modus dauerhaft aktivieren

    • Windows/ MacOS: Drei-Balken-Symbol > Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > "Firefox wird eine Chronik"-Dropdown-Menü > "nach benutzerdefinierten Einstellungen anlegen" > "Immer den Privaten Modus verwenden" einschalten
    • Android: Drei-Punkte-Symbol > Einstellungen > Datenschutz > Schutz vor Aktivitätenverfolgung > Aktiviert (einschalten) // Drei-Punkte-Symbol > Einstellungen > Datenschutz > Private Daten beim Beenden löschen (einschalten)
    • iOS: Drei-Balken-Symbol > Einstellungen > Datenschutz > Schutz vor Aktivitätenverfolgung > Normaler Surf-Modus (einschalten) // Bei iOS gibt es keine Möglichkeit, die privaten Daten beim Schließen des Browsers automatisch zu löschen. Sie können jedoch manuell gelöscht werden: Drei-Balken-Symbol > Einstellungen > Datenschutz > Datenverwaltung > Website-Daten > Bearbeiten > Alle Website-Daten löschen

2. Automatische Berichte abschalten: Auch Firefox telefoniert nach Hause

Screenshot von Firefox
Hier verbietest du deinem Browser, nach Hause zu telefonieren | Bild: Screenshot | Firefox

Nicht nur Seitenanbieter wollen mehr über dich erfahren, auch Mozilla ist neugierig, was du mit dem Browser tust. Der Browser-Entwickler interessiert sich zum Beispiel dafür, wie viele Tabs du offen hast oder welche Suchdienste du aufrufst. Das sendet Firefox je nach Version und Betriebssystem standardmäßig oder optional im Hintergrund an Mozilla. Die Entwickler wollen diesen Informationen nutzen, um das eigene Produkt verbessern. Du kannst das mit ein paar einfachen Klicks aber im Einstellungsmenü checken und gegebenenfalls verhindern.

    • Windows/MacOS: Drei-Balken-Symbol > Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Datenerhebung durch Firefox und deren Verwendung > "Firefox erlauben, Daten zu technischen Details und Interaktionen an Mozilla zu senden" ausschalten
    • Android: Drei-Punkte-Symbol > Einstellungen > Datenschutz > "Absturzmelder" ausschalten > "Telemetrie" ausschalten
    • iOS: Drei-Balken-Symbol > Einstellungen > Hilfe > "Nutzungsdaten senden" ausschalten

3. Standort-Dienst: Firefox auf Android kann aufzeichnen, wo du bist

Screenshot von Firefox
Mozilla will mit deinen Daten den Standortdienst verbessern, du musst aber nicht mitmachen | Bild: Screenshot | Firefox

Du kannst nicht nur über GPS deinen Standort bestimmen. Auch deine WLAN-Verbindung und der Mobilfunkmast, bei dem du gerade angemeldet bist, offenbaren deine ungefähre Position. Firefox will diese Daten von Android-Geräten an Mozilla senden, um einen eigenen Standort-Dienst als Alternative zu Google-Standortdiensten zu verbessern. Damit kann Firefox deine Position mit Hilfe naheliegender WLAN-Netze und Mobilfunk-Masten bestimmen, ohne dass du GPS aktivieren musst. Das passiert sogar, wenn Firefox im Hintergrund läuft.


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In der aktuellen Version musst du das aber aktiv einschalten. Und selbst wenn du es eingeschaltet hast, werden deine Daten standardmäßig anonymisiert, sobald sie nicht mehr benötigt werden – beispielsweise um dir selbst deinen Standort mitzuteilen. Bei MacOS, Windows und iOS gibt es eine solche Funktion derzeit nicht.

    • Android: Drei-Punkte-Symbol > Einstellungen > Datenschutz > "Mozilla-Standortdienst" ausschalten

4. Suchmaschine: So wirfst du Google als Suchmaschine raus

Screenshot von Firefox
Standardmäßig ist Google als Suchmaschine eingestellt, du kannst aber auch eine datenschutzfreundliche Alternative wie DuckDuckGo wählen | Bild: Screenshot | Firefox

Mittlerweile hat Firefox den Suchmaschinengiganten und Datensammler Google zur Standard-Suchmaschine gemacht. Das heißt, wer eine Suchanfrage in die Adresszeile der Anwendung schreib, startet automatisch eine Google-Suche. Vorher war automatisch DuckDuckGo voreingestellt, eine datenschutzfreundliche Google-Alternative. DuckDuckGo gibt an, keine Informationen über Nutzer zu sammeln und allen die gleichen Suchergebnisse zu zeigen.

Google speichert standardmäßig deine Suchanfragen, wie der Konzern in seiner Datenschutzerklärung darlegt, auch wenn du nicht in ein Google-Konto eingeloggt bist und passt die Ergebnisse an. Wenn ihr darauf keine Lust habt, könnt ihr das aber umstellen und eure Lieblingssuchmaschine wählen. Zu den bekanntesten Google-Alternativen gehören neben DuckDuckGo zum Beispiel Startpage oder Searx.

    • Windows/MacOS: Drei-Balken-Symbol > Einstellungen > Suche > Standardsuchmaschine > Im Drop-Down-Menü gewünschte Suchmaschine auswählen
    • Android: Drei-Punkte-Symbol > Einstellungen > Suche > Installierte Suchmaschinen > auf Suchmaschine deiner Wahl klicken > Als Standard verwenden
    • iOS: Drei-Balken-Symbol > Einstellungen > Suche > Suchmaschinen deiner Wahl aktivieren

5. Passwörter: Lass deine Passwörter nicht einfach im Browser liegen

Screenshot von Firefox
Ein blauer Balken zeigt an, wie sicher das von dir gewählte Passwort ist | Bild: Screenshot | Firefox

Es ist ziemlich bequem, dem Browser seine Passwörter anzuvertrauen. Nie mehr das nervige Tippen beim Login ins Mailpostfach, nie mehr das Rüberkopieren aus dem Passwortmanager. Firefox fragt dich auch jedes Mal, wenn du neue Login-Daten eingibst, ob es die Zugangsdaten speichern soll. Die Bequemlichkeit kann aber schnell zum Problem werden. Denn wenn du keine Vorkehrungen triffst, kann jeder mit Zugriff auf deinen Rechner in deine Accounts eindringen, private Nachrichten lesen und vieles mehr.

Die gute Nachricht: Du kannst das ganz einfach verhindern, indem du ein Master-Passwort benutzt. Firefox fragt dich immer nach dem Master-Passwort, wenn du den Browser das erste Mal geöffnet hast und ein gespeichertes Passwort verwenden möchtest.Wenn du dein Gerät also mal aus den Augen lässt oder ein Bekannter kurz etwas checken will, musst du nur den Browser schließen und neu starten und deine gespeicherten Passwörter sind sicher.

    • Windows/MacOS: Drei-Balken-Symbol > Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Master-Passwort verwenden > starkes (!) Passwort eingeben
    • Android: Drei-Punkte-Symbol > Einstellungen > Datenschutz > Master-Passwort benutzen > starkes (!) Passwort eingeben
    • iOS: Drei-Balken-Symbol > Einstellungen > Datenschutz > Touch ID & Code > Code aktivieren – wenn du zusätzlich die Option TouchID anschaltest, kannst du deine Passwörter auch mit deinem Fingerabdruck entsperren

6. Tracking abschalten: Es gibt Dinge, die musst du nicht verraten

Screenshot von Firefox
Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Schutz vor Aktivitätenverfolgung zu aktivieren | Bild: Screenshot | Firefox

Seitenbetreiber haben jede Menge Möglichkeiten, eure Bewegungen im Netz zu tracken und zu speichern. Cookies beispielsweise speichern Informationen über euch in eurem Browser ab. Das ist nicht immer schlimm und manchmal notwendig: Zum Beispiel, wenn ihr in einem Online-Shop unterwegs seid und nicht wollt, dass euer Browser ständig vergisst, was ihr in den Warenkorb gelegt habt.

Es befinden sich aber nicht immer nur Website-eigene Cookies auf Seiten. Werbeanbieter tracken euch über mehrere Websites hinweg. Sie sehen also nicht nur, welche Nachrichten ihr auf der einen Seite lest, sondern zum Beispiel auch, welche Streams ihr euch anschaut. Auf diese Weise können Werbetreibende Profile von euch anlegen und ihr bekommt personalisierte Werbung angezeigt.


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Es ist leicht, solche Cookies in Zaum zu halten. Ihr könnt beispielsweise einstellen, dass keine Cookies von Drittanbietern gespeichert werden sollen. Oder dass alle Cookies gelöscht werden sollen, sobald ihr den Browser schließt.

Cookies sind aber nicht das einzige, mit dem ihr getrackt werden könnt. Manche Seiten nutzen hierzu auch sogenannte Javascript-Funktionen. Um das zu verhindern, könnt ihr Firefox auch sagen, dass er allen Websites ein "Do not Track"-Signal senden soll. Das übermittelt einer Website euren Wunsch, nicht getrackt zu werden – ganz egal ob mit Cookies, Skripten oder über den Fingerabdruck eures Browsers. Ob sich die Seite daran hält, ist aber nicht garantiert. Ihr könnt den Schutz vor Aktivitätenverfolgung aber auch erzwingen. Dann greift Firefox auf eine Liste bekannter Tracker, die sich nicht an das Do-not-Track-Signal halten, zurück und blockiert sie.

Fremde Cookies blockieren

    • MacOS: Drei-Balken-Symbol > Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Cookies und Website-Daten > Cookies und Website-Daten von Drittanbietern akzeptieren > "Nie" auswählen
    • Windows: Drei-Balken-Symbol > Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Cookies und Website-Daten > Blockieren von Cookies und Website-Daten > "Alle Cookies von Drittanbietern" auswählen
    • Android: Drei-Punkte-Symbol > Einstellungen > Datenschutz > Cookies -> "Erlauben, aber nicht Drittanbietern" einschalten
    • iOS: Für Firefox auf iOS-Geräten besteht die Option nicht, da sie für Browser von Drittanbietern nicht zur Verfügung steht. Der "Schutz vor Aktivitätenverfolgung" blockiert jedoch Tracking-Cookies basierend auf der Trackerliste von Disconnect.

Cookies beim Schließen von Firefox lösche

    • Windows/MacOS: Drei-Balken-Symbol > Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Cookies und Website-Daten > Cookies und Website-Daten annehmen > Behalten bis > im Drop-Down-Menü "Firefox geschlossen wird" auswähle
    • Android: Drei-Punkte-Symbol > Einstellungen > Datenschutz > Private Daten beim Beenden löschen > "Cookies" auswählen
    • iOS: Muss manuell erfolgen: Drei-Balken-Symbol > Einstellungen > Datenschutz > Datenverwaltung > "Cookies" auswählen > Private Daten löschen

Do-not-Track-Signal senden

    • Windows/MacOS: Drei-Balken-Symbol > Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Schutz vor Aktivitätenverfolgung > Websites eine "Do Not Track"-Information senden, dass die eigenen Aktivitäten nicht verfolgt werden sollen > "Immer" auswählen
    • Android: Drei-Punkte-Symbol > Einstellungen > Datenschutz > "Aktivitäten nicht verfolgen" einschalten
    • iOS: Option nicht vorhanden

Schutz vor Aktivitätenverfolgung

    • Windows: Drei-Balken-Symbol > Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Seitenelemente blockieren > "Alle erkannten Elemente zur Aktivitätenverfolgung" auswählen > "Immer" auswählen
    • MacOS: Drei-Balken-Symbol > Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Schutz vor Aktivitätenverfolgung > "Immer" auswählen
    • Android: Drei-Punkte-Symbol > Einstellungen > Datenschutz > Schutz vor Aktivitätenverfolgung > "Aktiviert" auswählen
    • iOS: Drei-Balken-Symbol > "Schutz vor Aktivitätenverfolgung" anschalten

7. Chronik: Firefox merkt sich alles, was du dir online angeschaut hast

Screenshot von Firefox
Im Chronik-Menü kannst du deine Such- und Surfhistorie löschen | Bild: Screenshot | Firefox

Wenn du die Funktionen nicht aktiv abschaltest, merkt sich Firefox alles über dein Surfverhalten und speichert es lokal auf dem Gerät: Deine Suchanfragen, deine Vorlieben, aufgerufene Rezepte und Restaurants, Nachrichten- und Pornoseiten. All das kann eine Menge über dich aussagen, und jeder mit Zugriff auf dein Gerät könnte das studieren. Dabei kannst du deinen Suchverlauf und deine Browser-Historie einfach löschen. Und wenn du den privaten Modus verwendest, werden diese Daten gar nicht erst gesammelt.

Suchverlauf löschen

    • Windows/ MacOS: Bibliothek-Symbol > Chronik > Neueste Chronik löschen > im Drop-Down-Menü "Alles" auswählen > auf "Details" klicken > "Eingegebene Suchbegriffe & Formulardaten" auswählen > "Jetzt löschen"
    • Android: Drei-Punkte-Symbol > Einstellungen > Private Daten löschen > "Eingegebene Suchbegriffe" auswählen > "Daten löschen"
    • iOS: Firefox auf iOS speichert keine Suchbegriffe, aber die Suchmaschinen-URLs, die Suchbegriffe enthalten. Dazu kann der Browserverlauf gelöscht werden.

Browserverlauf löschen

    • Windows/MacOS: Bibliothek-Symbol > Chronik > Neueste Chronik löschen > im Drop-Down-Menü "Alles" auswählen > auf "Details" klicken > "Besuchte Seiten und Download-Chronik" auswählen > "Jetzt löschen"
    • Android: Drei-Punkte-Symbol > Chronik > Browser-Chronik löschen
    • iOS: Drei-Balken-Symbol > Einstellungen > Datenschutz > Datenverwaltung > "Besuchte Seiten" auswählen > "Private Daten löschen"

8. Websites verlangen Zugriff auf Kamera und Standort: Ähm, nein?!

Screenshot von Firefox
Du kannst einer Seite auch für immer verbieten, auf deinen Standort zuzugreifen | Bild: Screenshot | Firefox

Ob Pizzalieferanten, Kartendienste oder Shopping-Seiten: Manche Websites würden gerne wissen, wo du gerade bist oder verlangen Zugriff auf Mikrofon und Kamera. Nicht immer ist das nötig oder sinnvoll. Dass eine Seite deinen Standort ermitteln will, merkst du an einem kleinen Popup-Fenster. Dort steht zum Beispiel: "Soll maps.google.com.de auf Ihren Standort zugreifen können?" Wenn du das generell nicht erlauben willst, kannst du auf dem Desktop-Computer diese Option komplett deaktivieren und dir künftige Fragen dieser Art ersparen.

Standortzugriff für einzelne Seiten ablehnen

    • Windows/ MacOS: Im Popup-Fenster Häkchen bei "Entscheidung merken" setzen > Nicht erlauben
    • Android/ iOS: Im Popup-Fenster Häkchen bei "Für diese Website nicht mehr fragen" setzen > Nicht erlauben

Standortzugriff immer verbieten

    • Windows/MacOS: Drei-Balken-Symbol > Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Berechtigungen > Standort > Einstellungen > Häkchen bei "Neue Anfragen für den Zugriff auf Ihren Standort blockieren" setzen > Änderungen speichern
    • iOS: iOS-Menü > Einstellungen > Privatsphäre > Ortungsdienste > Firefox > Nie

9. Plugins und Add-ons: Befreie dich von Altlasten

Plugins können ganz schön praktisch sein und für mehr Datenschutz sorgen. Viele Plugins und Add-ons machen aber nicht nur deinen Browser langsamer, einige leiten sogar Daten von dir weiter oder führen Schadcode aus.

Nicht immer ist das leicht zu erkennen: So veränderte etwa im Jahr 2016 ein hunderttausendfach heruntergeladenes Add-on, mit dem sich Nutzer in ihrem Land gesperrte YouTube-Videos anschauen konnten, heimlich die Sicherheitseinstellungen des Browsers und lud unbemerkt andere Add-ons herunter. Checke also ab und zu, welche Zusatzprogramme du installiert hast und überlege, ob du sie wirklich nutzt. Im Zweifel: lieber weg damit.

    • Windows/MacOS: Drei-Balken-Symbol > Add-ons > Erweiterungen und Add-ons auswählen, die du deaktivieren willst > Deaktivieren oder Entfernen
    • Android: Drei-Punkte-Symbol > Add-ons > Erweiterungen und Add-ons auswählen, die du deaktivieren willst > Deaktivieren oder Deinstallieren
    • iOS: Für iPhones existieren keine Firefox-Add-ons, da das proprietäre Erweiterungen-System nicht mit Firefox für iOS kompatibel ist

Fazit: Mit ein paar Kniffen wird Firefox zu einem recht privaten Browser

Von Haus aus ist Firefox schonmal privatsphäre-freundlicher als der Marktführer Chrome in seinen Standardeinstellungen, der erst mal jede Menge Daten zum Such- und Datengiganten Google schickt. Wie ihr das mit ein paar einfachen Handgriffen abschaltet, haben wir euch in diesem Artikel beschrieben. Aber auch bei den Firefox-Standardeinstellungen gibt es Luft nach oben, vor allem, wenn ihr möglichst privat unterwegs sein wollt. Praktisch ist, dass ihr durch den "Schutz vor Aktivitätenverfolgung" das meiste Tracking mit einem Klick abwehren könnt.

Wenn ihr mit der größtmöglichen Anonymität im Internet surfen wollt, solltet ihr jedoch den Tor-Browser benutzen. Der basiert auf Firefox und verschleiert eure Identität auch gegenüber den Seiten, die ihr aufruft.

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Update (5.11.2018; 12:40): In einer früheren Version dieses Artikel hieß es im Anreißer, dass Firefox durch die Standardeinstellungen Informationen über die Nutzer erfährt. Bei den Änderungen der Einstellungen geht es jedoch vor allem darum zu verhindern, dass Dritte Websites mehr über euer Browsing-Verhalten erfahren. Daher haben wir den missverständlichen Anreißer etwas abgeändert.