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Saufdruck

Deine exzessiven Trinkgewohnheiten machen dich zum Außenseiter

Laut einer neuen Studie weigern sich immer mehr Menschen, mit Freunden fortzugehen, die sich gerne besaufen.

von Daisy Meager
19 September 2017, 9:23am

Foro: imago | Star Media

Du kennst doch sicher auch mindestens einen Menschen, der seinen Alkoholkonsum nicht im Griff hat. Jedes Fortgehen mit solchen Leuten läuft folgendermaßen ab: Sie trinken einen über den Durst, bekommen glasige Augen und halten es dann für eine tolle Idee, Verkehrsschilder zu klauen, eine Schlägerei anzuzetteln, Kneipenmitarbeiter zu belästigen oder allgemein total nervig zu agieren. Selbst die Wissenschaft sagt, dass 23 Prozent aller Alkoholkonsumenten nach einer halben Flasche Pinot Grigio zu Mr. Hyde mutieren: Sie handeln verantwortungsloser, dümmer und aggressiver. Zwar kann man es mit diesen Menschen schon ein wenig aushalten, aber irgendwann ist das Maß auch voll. Dann werden Anrufe und Nachrichten ignoriert und Facebook-Einladungen für die "große Sauftour" gar nicht erst geöffnet.

Laut einer aktuellen Studie, die im Auftrag der Stiftung Macmillan Cancer Support von YouGov durchgeführt wurde, vermeidet es ein Viertel der Briten, mit gewissen Freunden wegen derer Trinkgewohnheiten um die Häuser zu ziehen. 13 Prozent treffen sich sogar überhaupt nicht mehr mit ihnen. Weitere Ergebnisse: 54 Prozent der 2.000 Befragten gaben an, dass sie vor allem die Aggressivität störte, die besagte Freunde im betrunkenen Zustand an den Tag legen. Und 47 Prozent sagten, ihre trinkfreudigen Bekannten wären nach zu vielen Bierchen zu laut.


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Im Zuge der Studie wurde ebenfalls herausgefunden, dass abstinente 18- bis 24-Jährige (falls du es noch nicht mitbekommen hast: jüngere Generationen trinken viel weniger als ältere) keinen Alkohol konsumieren, weil sie betrunkenes Verhalten weniger tolerieren und keine Freundschaften riskieren wollen. Und bei Männern ist es im Vergleich zu Frauen doppelt so wahrscheinlich, dass sie gewisse Freunde überhaupt nicht mehr in Bars treffen, wenn sie diese Freunde als schlechten Einfluss ansehen.

An dieser Stelle muss man anmerken, dass die Studie im Zuge von Macmillans jährlicher "Go Sober for October"-Kampagne durchgeführt wurde und die Ergebnisse nicht gerade bahnbrechend sind. Wenn deine Ausgehabende normalerweise damit enden, dass du deinem Freund oder deiner Freundin beim Kotzen beistehen musst, dann ist es natürlich wahrscheinlicher, dass du irgendwann nicht mehr mit ihm oder ihr fortgehen willst.

Und mal ehrlich: Das einzige alkoholgeschwängerte Verhalten, mit dem sich irgendjemand in einer Bar oder einem Club herumschlagen sollte, ist und bleibt peinliches Tanzen.