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Premieres

"Absolute"– Hört euch sofort den neuen Comeback Kid-Song feat. Devin Townsend an!

Comeback Kid verwandeln euer Zimmer in einen wütenden Circle Pit.

von Julius Wußmann
09 Juni 2017, 12:45pm

Foto: Imago

"I built it up, to burn it all down!", schreit Comeback Kids Andrew Neufeld in der neuen Single "Absolute" und leitet den finalen Breakdown ein. Einerseits will man jetzt sofort moshend sein Zimmer zerlegen und dem Hardcore-Gott zwischen leidenschaftlichen Lufttritten danken, dass diese Typen immer noch aus vollem Anlauf Ärsche treten. Andererseits ist dieser Satz auch eine zugespitzte Beschreibung für die Lage der Band. Denn Comeback Kid gehen nach all den Jahren getrennte Wege mit dem berühmt-berüchtigten Label Victory Records. Neue Heimat: das deutsche Label Nuclear Blast, dass eher durch seinen Metal-Background bekannt ist. Dort soll dann auch das neue Album erscheinen, aus dem wir euch heute schon exklusiv den ersten Song präsentieren dürfen:

Neues Label, neues Album, neue Single, ein Feature mit dem legendären Devin Townsend – es gab viel zu bereden. Also habe ich Andrew Neufeld angerufen und ihm ein paar Fragen gestellt.

NOISEY: Wie kam es zu dem Feature mit der Legende Devin Townsend?
Andrew Neufeld: Ich habe schon zuvor mit ihm gearbeitet – mit meiner anderen Band Sights & Sounds. Er hat damals 2009 ein Album für uns produziert. Danach war ich definitiv von ihm beeinflusst, habe ihn ein bisschen seziert und das für mich in Sachen Songwriting genutzt, haha. In dem neuen Song gibt es einen Part, wo meine Vocals im Grunde ein Devin Townsend-Style-Zitat sind. Wir waren gerade in Vancouver, wo er lebt und dachten: Warum fragen wir ihn nicht einfach, ob er singen will?

Ich habe ihn angerufen und er meinte: Schick mir erstmal den Song. Er schien ihn zu mögen und schickte mir viele Layer zurück und meinte, dass ich nutzen soll, was ich will. Und das Ergebnis ist echt verrückt. Er ist ein Genie.

Die andere große News ist, dass ihr jetzt bei Nuclear Blast gesignt seid. Wie kam es denn dazu?
Für haben unseren Labelvertrag mit Victory Records erfüllt – haben fünf Alben veröffentlicht. Es wurde Zeit für ein neues Label, also haben wir uns umgesehen und mit verschiedenen Labels geredet. Unsere deutsche Booking-Agentur Avocado hat uns bei Nuclear Blast vorgeschlagen und den Kontakt hergestellt. Sie schauten sich dann vor Monaten ein paar unserer Shows in Europa an. Wir wollten am liebsten zu ihnen und sie waren diejenigen, die uns am meisten an Bord haben wollten. Sie scheinen sehr enthusiastisch.

Sie sind zwar eher in Europa bekannt, aber wir waren heiß, weil sie Büros in der ganzen Welt haben, was für uns sehr viel Sinn macht. Einige der alten Hardcore-Bands, zu denen wir aufschauen, sind auch da und einige der größten Metal-Bands aller Zeiten, also …


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Wart ihr denn mit Victory nicht mehr zufrieden oder war es einfach an der Zeit für ein anderen Label?
Es hat sich einfach so ergeben. Wir haben echt nichts über sie in den Medien zu sagen. Ich kenne viele Bands, die ein irres Drama aufgeblasen und einige Dinge erzählt haben, was hart für sie in der öffentlichen Wahrnehmung war. Aber sie hatten ein tolles Team und viele Leute, die uns über die Jahre geholfen haben. Der A&R, der uns bei Victory gesignt hat, war immer eine große Stütze. Wir waren also nicht unglücklich mit ihnen, sondern nur offen für eine Veränderung.

Ich könnte mir vorstellen, dass sich manche Fans sorgen, dass mit dem Signing bei einem Metal-Label wie Nuclear verändere sich auch der Sound.
Es ist witzig, wir hätten leicht bei einem anderen Label signen können. Ich muss den Namen nicht sagen. Eben ein Label, dass sich mehr auf die poppigere Seite des Punk/Hardcore-Spektrums lehnt. Wir hätten auch einfach als erstes eine Single veröffentlichten können, die eine melodischere Richtung geht. Hätten wir dort unterschrieben, hätten alle gesagt, dass wir deswegen diesen Style fahren. Aber als wir das Album geschrieben haben, wussten wir nicht einmal, wo wir signen würden. Wir haben alles unabhängig aufgenommen und selbst bezahlt. Jetzt kümmern wir uns nur um die finalen Details.

Jetzt, da ihr auf so einem Label seid, könntet ihr auch mit großen Metal-Bands touren. Freut ihr euch darauf oder wollt ihr lieber weiterhin mit Hardcore-Bands spielen?
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, inwieweit Labels heutzutage bestimmen, mit welchen Bands man auf Tour geht. Ich glaube schon, dass es einen Unterschied gibt, aber nicht, dass der Deal mit Nuclear Blast die Möglichkeiten verändert, die wir haben. Ich hoffe, dass wir auf größeren Festivals und mit großen Metal-Bands spielen, aber gleichzeitig bezweifle ich, dass eine Hardcore-Band wie Comeback Kid auf eine Metal-Tour passt. Wir haben uns schon an großen Support-Touren versucht und das hat manchmal geklappt und manchmal nicht. Wir versuchen immer, geerdet zu bleiben und auch noch mit Freunden aus Hardcore- und Punk-Bands zu spielen.

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