Wie es ist, als junge trockene Alkoholikerin feiern zu gehen

Bernadette ist 27 und seit einem Jahr bei den Anonymen Alkoholikern. Sie hat uns erzählt, wie sich ihr (Party-)Leben seitdem verändert hat.

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11 Mai 2017, 2:19pm

Symbolfoto: Pete | Flickr | CC BY 2.0

Wenn du an Alkoholiker denkst, hast du vermutlich ein bestimmtes Bild im Kopf: Ein älterer Mann in Jeansjacke, der alles verloren hat und nun ein tristes Leben mit Mineralwasser und Kippen führt. Die Realität ist natürlich vielschichtiger und Alkoholismus beschränkt sich nicht auf ein bestimmtes Alter: Auch junge Menschen haben mit diesem Problem zu kämpfen. Einer davon ist Bernadette, 27, Studentin und Anonyme Alkoholikerin. Uns hat sie erzählt, wie sie früher feiern gegangen ist und wie sie sich ihr (Party-)Leben verändert hat, als sie mit dem Trinken aufhörte.

Bis vor einem Jahr habe ich mich nie als krasse Alkoholikerin gesehen. Eher als jemanden mit einem soliden Alkoholproblem. Ich dachte, ich bin einfach eine "Partymaus", das ist eben mein Lifestyle. Außerdem konnte ich ja keine Alkoholikerin sein, weil ich nicht jeden Abend getrunken habe, sondern nur jeden zweiten. Und morgens auch nur dann, wenn ich immer noch wach war.

Ich war in dieser Phase meines Lebens anscheinend in viel mehr Clubs, als ich mitbekommen habe. Oft haben mir Freunde erzählt, dass wir in dem und dem Laden gewesen seien, ich konnte mich daran aber gar nicht oder nur dunkel erinnern. Eigentlich war ich auch nur in den Standardclubs wie Berghain, Sisyphos, Kater, Tresor, Golden Gate … Aber da bin ich auch völlig random hingegangen, das war nicht ans Wochenende geknüpft, sondern an den Alkohol.

Wann ich dann doch merkte, dass ich ein Problem habe, und wie es danach weiterging? Das kannst du jetzt auf THUMP lesen.

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