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Sexualstraftäter gab sich als Justin Bieber aus, um Minderjährige zu verführen

Der 42-Jährige muss sich jetzt in fast 1000 Fällen verantworten.

von Noisey Staff
09 März 2017, 11:03am

Foto im Header: Der echte Justin Bieber. Imago

Ein 42-jähriger Australier muss sich demnächst vor Gericht für Sexualverbrechen an Minderjährigen in über 900 Fällen verantworten. Ihm wird vorgeworfen, sich im Internet als Justin Bieber ausgegeben zu haben, um so an eindeutiges Bildmaterial von seinen minderjährigen Opfern zu kommen. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Gordon C., einen Juradozenten, die jungen Fans mithilfe von Facebook und Skype reingelegt zu haben.

C. war bereits im November letzten Jahres nach Hinweisen deutscher und amerikanischer Behörden wegen einer Reihe von Sexualvergehen verhaftet worden. Die Polizei lehnte eine vorübergehende Freilassung auf Kaution mit der Begründung ab, sein "räuberischer Appetit" danach, Kinder zu kontaktieren, könnte zu weiteren Vergehen führen. C. soll sich geweigert haben, den Fahndern Zugang zu seinen Social-Media-Konten zu geben.

Nach einer eingehenden Untersuchung seines Computers  wuchs die Anklageschrift gegen C. diese Woche dann allerdings auf 931 Fälle an. Man wirft ihm vor, sich als der kanadische Popstar ausgeben zu haben, um Kinder reinzulegen. Er habe unter 16-Jährige dazu gebracht, ihm explizite Fotos zu schicken und für ihn zu posieren. Nun muss er sich wegen Vergewaltigung, sittenwidrigen Umgangs mit Kindern und Besitz kinderpornografischen Materials vor Gericht verantworten. Die Polizei geht davon aus, dass einige dieser Straftaten bis ins Jahr 2007 zurückreichen. Laut Spiegel stammen 50 seiner Opfer aus den USA und nur sechs aus Australien. Die Herkunft der restlichen Opfer wird nicht genannt. 

Polizeisprecher Jon Rouse warnte, dass dieser Fall zeige, wie angreifbar Kinder im Internet seien. Als Grund nannte er die "globale Reichweite und technischen Fähigkeiten der Straftäter, ihre Opfer einzulullen und zu verführen."

"Allein die Tatsache, dass so viele Kinder glauben konnten, dass sie mit diesem Star kommunizieren, zeigt uns, wie wichtig es ist, dass wir als Gesellschaft unsere Kinder über Sicherheit im Internet aufklären", mahnte Rouse in einem Statement. "Die schiere Anzahl von Vergehen, die in diesem Fall begangen wurden, ist einfach nur erschreckend und ich möchte an dieser Stelle die Bemühungen und die Hartnäckigkeit der Fahnder der Taskforce Argos loben, die unablässig für den Schutz von Kindern arbeiten."

Der Beschuldigte muss am 6. April vor dem Gericht im australischen Brisbane erscheinen. 

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