Nordkoreas Gefängnislager sind mittlerweile alles andere als ein Staatsgeheimnis. Die lange Geschichte von chemischen Experimenten und anderem Horror in den Strafkolonien, wurden von Entkommenen, wie Shin Dong-Hyuk, ziemlich gut dokumentiert. Mittlerweile sind manche von den Gefangenenlagern sogar auf Google Maps zu sehen. Aber statt die Camps zu räumen oder zu verringern, nachdem sie unter internationaler Beobachtung und Kritik standen, gibt es Fotobeweise, dass Nordkorea mindestens eines der Camps vergrößert.
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Diese Informationen entstammen einem Report, der vom Digital Globe veröffentlicht wurde und aus Satellitenbilder besteht, die bis zum Jahr 2003 zurück reichen und den Wachstum dessen zeigen, was als Camp 25 bekannt ist. Auch wenn man sich vor Augen führen sollte, was die Ausweitung von Camp 25, über das nordkoreanische Gefängnissystem im Ganzen aussagt, zeigen die Bilder definitiv, dass die nordkoreanischen Gulags kein Relikt der Vergangenheit sind. Sie sind nach wie vor in Verwendung und mindestens Camp 25 wächst sogar. Bedenkt man die grausamen Geschichten, die von früheren Insassen berichtet wurden, ist diese hier detailliert sichtbare Expansion wirklich mehr als traurig.Das Camp 25 ist im nordöstlichen Nord Korea.Um alle Satellitenbilder zu sehen, check out the DigitalGlobe report. Hier gibt es ausgewählte Bilder, die zeigen, wie sich das Camp im letzten Jahrzehnt vergrößert hat.
Bild: DigitalGlobe
Dieser Shot zeigt das Camp 25, wie man es sich 2003 vorgestellt hat. Der allgemeine Umfang des Camps wurde auf 3,6km geschätzt. Die blauen Linien zeigen die Mauern, die gestrichelten Linien zeigen die Zäune und die roten Punkte stellen Wachtürme dar. In der westlichen Welt sind die Gefängnisse übrigens nicht mit Luftabwehr und Krematorien ausgestattet.
Bild: DigitalGlobe
Dieses Bild von 2010 zeigt die Ergebnisse des Ausbaus.
Bild: DigitalGlobe
Eine Nahaufnahme vom Hauptgebäude im Jahr 2010. Landwirtschaftliche Felder sind deutlich sichtbar und neue Gebäude sind entstanden. Es wird vermutet, dass die neuen Dächer zu Kasernen gehören.
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Bild: DigitalGlobe
Die volle Ansicht aus 2011. Wenig hat sich getan, abgesehen von Bauerarbeiten neuer Gebäude, das beweist, dass das Camp innerhalb der neuen Grenzen ausgebaut werden soll.
Bild: DigitalGlobe
Nach Jong-il's Tod 2012, wurde das Camp weiter ausgebaut. Neue Straßen wurden hinzugefügt und Mauern wurden erweitert.
Bild: DigitalGlobe
Nahaufnahme vom Camp im Jahr 2012.
Bild: DigitalGlobe
Hier haben wir eine etwas andere Perspektive (2013). Man kann jetzt schon sehen, dass im Tal (Mitte des Bildes) mehr Bauarbeiten anstehen, als in den letzten Jahren. Links im Bild sind weitere landwirtschaftliche Flächen zu sehen, die darauf schließen, dass eine höhere Bevölkerung erwartet wird.@derektmead
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