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Nimmt die Bundeswehr jetzt auch Arschlöcher?

Die markigen Sprüche der Bundeswehr-Werbekampagne „Mach, was wirklich zählt" wurde um einige neue Sprüche erweitert.

Update: 11.12.2015: Die Internetadresse auf den gezeigten Plakaten leitet auf ein österreichischen Lifestyle-Magazin weiter. Dieses hat uns heute mitgeteilt, nichts mit der Poster-Aktion zu tun zu haben. Demnach haben die Aktivisten vergessen zu prüfen, ob die Short URL noch frei war.

Die nicht ganz unumstrittene Werbeaktion der Bundeswehr „Mach, was wirklich zählt", ist zum wiederholten Mal getrollt worden. Nachdem zuerst der Bundeswehr-Showroom in der Berliner Friedrichstraße mit Farbe besprüht wurde und einige YouTube-Clips die Fernsehwerbung aufs Korn nahmen, haben Unbekannte die Plakatkampagne nun „um ein paar Exemplare erweitert".

Statt „Was sind schon 1000 Freunde im Netz gegen einen Kameraden" oder „Krisenherde löscht du nicht mit Abwarten und Tee trinken" prangen nun nicht weniger markige Aussagen wie: „Ausbeutung gewaltsam verteidigen", „Wir nehmen auch Arschlöcher" oder „Wir sind dann mal weg—Blitzkrieg in Syrien: Opa wäre stolz gewesen" an den Bushaltestellen und Plakatwänden.

Von der Aufmachung her erinnert die Aktion ein wenig an die Künstlerin Barbara, die ihre Plakate allerdings immer gleich auf Facebook postet, was sie bisher nicht getan hat. Auch fehlt der Name. Dafür ist eine Internetadresse abgedruckt, die auf eine Lifestyle-Homepage aus Österreich (mit deutscher Adresse im Impressum) weiterleitet, auf der sich jedoch keine weiteren Informationen zu der Aktion finden lassen. So blieben noch die Peng!-Aktivisten, die die Kampagne bereits des Öfteren aufs Korn genommen haben.

Dennoch, nicht nur bei Pazifisten und Linken dürfte die Bundeswehr-Werbekampagne auf wenig Gegenliebe stoßen. Wie die Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau gestern berichtete, sollen die gesamten Kosten der Kampagne bei 12,5 Millionen Euro liegen. Steuergeld, das woanders wahrscheinlich besser aufgehoben wäre.