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Fünf Nachrichten, die ihr letzte Woche nicht mitbekommen haben müsst

Nordkoreas Diktator Kim Jong-un fordert, mehr Hunde zu essen; eine Studie untersuchte, ob es Chemtrails gibt; Trump macht sich nackig und ein Russe bekommt einen neuen Körper
22.8.16

Die Studie über Chemtrails haben wir nicht gelesen | Foto: imago | Eckhard Stengel

Jeden Tag werden wir mit Nachrichten überspült: Trump, Babys, Hunde, noch mal Trump und Menschen, die in einem Basketballkorb hängen bleiben und nicht mehr herunterkommen. Ihr lest davon einiges auf vice.com. Bei mancher Schlagzeile reagieren wir aber wie gegenüber Menschen, die uns auf einer Party zuquatschen: mit einer eitlen "Talk to the hand"-Geste. Fünf Nachrichten, die ihr nicht mitbekommen haben müsst.

1. Kim Jong-un fordert Nordkoreaner auf, mehr Hunde zu essen

Wir finden nicht lustig, was Nordkoreas Diktator Kim Jong-un sagt | Foto: imago | Kyodo news

Was soll man zu diesem dicken Fiesling noch sagen? Uns im Westen kommt die ganze Kim Jong-un-Show oft fast schon unterhaltsam vor, aber wir vergessen dabei oft, dass die Nordkoreaner in einem realen Albtraum leben. Laut Unicef ist jedes dritte Kind unter fünf Jahren chronisch unterernährt und deshalb nachhaltig geschädigt. Wenn die Regierung jetzt vorschlägt, das Volk soll doch einfach mehr Hunde essen, dann ist das nicht mehr witzig, sondern nur noch traurig. Also halt die Backen, Kim.

2. Wissenschaftler haben nach Chemtrails geforscht

Wissenschaftler und Amateur-Musiker haben sich dem Thema Chemtrails gewidmet. Die Ergebnisse haben uns nicht überrascht | Foto: pexels

Wir waren noch viel zu sehr damit beschäftigt, diesen Chemtrail-Song zu verarbeiten, als dass wir die Studie hätten lesen können. Nur so viel: Überraschung, es gibt Chemtrails wirklich nicht. Das dürfte die Interpreten des Liedes trotzdem nicht daran hindern, weiter zu machen und ihr Album aufzunehmen. Was machen die Amateur-Musiker eigentlich den Rest des Tages? Wissenschaftler oder Flugzeugtechniker schließen wir als Berufe jedenfalls aus.

3. Die nackten Trump-Statuen

Erstaunt? Wir nicht … | Foto: imago | UPI photo

Künstler haben nackte Trump-Statuen in New York, Los Angeles, Seattle, San Francisco und Cleveland aufgestellt, die Menschen amüsierten. Wir haben vor allem daraus gelernt, dass unter dem Anzug genau der bauchige alte Männerkörper steckt, den wir erwartet haben. Wir finden allerdings: Trump zieht sich mit seinen Statements selbst oft genug selbst aus.

4. Olympia – fast ganz

Team Japan: Synchronschwimmerinnen | Foto: imago | Sven Simon

Boxen, Wasserball, Badminton, Kanu, Taekwondo—von so vielen verschiedenen Disziplinen raucht der Kopf. Warum heißen die Sportler aus anderen Ländern immer nur "der Japaner" oder "die Britin", während jeder Pferdenamen beim Dressurreiten fünf Mal genannt wird? Und wie bescheuert sind eigentlich die Namen der Dressurpferde: Desperados, Showtime, Weihegold?! Wenn ihr nur sehr wenig über Medaillenspiegel wisst, geht es euch wie uns.

5. Selber Kopf, neuer Körper

Bisher nur Hoffnungen: Waleri Spiridonow (links) und Sergio Canavero | Foto: imago | ZUMA press

Der 31-jährige Russe Waleri Spiridonow will einen neuen Körper. Er leidet unter Spinaler Muskelatrophie, einem seltenen Gendefekt, der Muskeln schrumpfen lässt und für Bewegungen zuständige Nerven zerstört. Der italienische Neurochirurg Sergio Canavero will dem Patienten 2017 den Kopf abnehmen und auf einen gesunden Körper transplantieren. Wir wünschen ihm viel Glück, glauben das aber erst, wenn wir es gesehen haben.