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GAMES

Die derzeit besten Spiele für die PS Vita

Die kleine Handkonsole macht dank der richtigen Spiele Spaß wie Sau. Wir sehen uns 'Hotline Miami', 'Epic Mickey' und 'Killzone: Mercenary' an.
24.7.13

Das klingt ein bisschen als hätte ich die Finger von Sony tief im Hintern, auch weil ich bereits ziemlich verherrlicht habe und ich der sehr positiv eingestellt war, trotz einiger Benutzerfettnäpfchen dieser Handheld-Konsole. Aber manches musste ich auch schon verreißen wie zum Beispiel und war mir des Mangels an guten Vita-Spieletiteln bewusst. Und nun bevor ich meinen sehr positiven VITA-Abriss über euch ergieße, schaffen wir erst einmal den Müll raus.

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Soul Sacrifice

PlayStation Vita

gegenüber von Anfang an

LittleBigPlanet

Epic Mickey -The Power of 2

Ich hasse diese Ratte und was aus einer kommerziellen Vermarktungsperspektive mit ihr seit Jahren passiert. Mickey ist ein gutmenschlicher Detektiv und anachronistischer Abenteurer, der einst eigentlich die Bad-Ass-Attitude eines Anarchisten hatte. Er funktioniert mittlerweile nur als Logo für Vergnügungsparks. Epic MickeyThe Power of 2 haben ein Kumpel und ich kurz auf der Xbox 360 angespielt. Man musste mit Pinsel die Levels anmalen bis sie funktionieren und so ein komischer Hase aus dem Land der "forgotten Toons" hing auch mit uns ab. LAHM! Und darüber zu schreiben ist fast noch schlimmer.

Es ist sicherlich das unattraktivste und langweiligste Spiel, das ich seit längerem vor mir hatte. Auch wenn die Cutscenes nett und aufregend gemacht sind, beschäftigten wir uns lieber mit meinem Bierautomaten unten an der Straße. Wir hatten kein Publikum beim Spielen, aber buhten das verwirrende-hüpfende Desaster trotzdem ordentlich aus.

Spannender sollte eher das HD-Remake vom SEGA-Klassiker Castle of Illusion werden. Das war sauschwer, bekommt—auch gerade deshalb—einige Nostalgiepunkte und Disneys Fantasia: Music Evolved (von den Guitar Hero Typen und für die Xbox One) könnte überhaupt einiges mehr hermachen. Epic 2, jetzt auch für die PS Vita draußen, sollte hingegen im Land des Vergessens bleiben. Mickey ist und bleibt mir unsympathisch, geschweige denn, dass ich ihn in weiter in Videospiele sehen möchte.

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1 von 5 Pinselstrichen, bei denen mir das Gesicht einschläft.

Killzone: Mercenary

Jetzt kommen wir zum Hauptgang. Auch wenn Shooter auf einem Handheld-Gerät sich ungewohnt anfühlen und man befürchten könnte, dass man wie am Touchscreen-Handy völlig unkontrolliert eher das Level-Design niederholzt, anstatt die bösen Future-Nazi-Gegner, ist Killzone: Mercenary scheißgeil geworden. Die Grafik ist so gut, dass ich beinahe grantig werde. Die Killzone-Reihe bedeutet mir zwar nicht viel, aber genau so sollte sich eine komplizierte Geschichte samt eingängigen Waffensystemen präsentieren. Bei Resistance: Burning Skies letztes Jahr bin ich irgendwann ausgestiegen, obwohl ich ein großer Fan dieser Game-Reihe bin. Vielleicht bleibe ich dieses Mal dem Spiel treu und außerdem haben wir ja noch bis September mit dem Release.

Auf jeden Fall 4 von 5 Granaten die rotleuchtende Gasmaskenfresse der Helghast.

Jak & Daxter Collection (Vita)

Der Re-Release des hochaufgelösten Buddy-Klassikers—mitsamt allen drei Teilen auf einer Scheibe—ist mir bereits auf der PS3 untergekommen. Alle Jak & Daxters erinnern mich dermaßen ans Zeittotschlagen in den 90ern, dass ich am liebsten gleich wieder mittelmäßig Maturieren möchte. Für die Vita macht das Spiel irgendwie gleich mehr Sinn und das 3D Jump N Run Konzept übersetzt sich besser, auch weil man die etwas schlecht gealterte Optik nicht vor einem Fernseher über sich ergehen lassen muss. Der Hersteller Naughty Dog macht aber zum Glück auch Zombie-Survival-Horror-Kassenschlager wie The Last of Us. Unser Markus spielt übrigens gerade die Ratchet & Clank Teile, was der fast derselbe Spieletyp ist wie Jak & Daxter—wie man am Titel unschwer erkennt—, und auch sein Herz blüht auf bei den irgendwie vertrauten Grafiken der jugendlichen Gamer-Nächte und den tagediebischen Nebenwirkungen.

4 von 5 Precursors. Wenn ihr nicht wisst was das ist, kennt ihr Jak & Daxter nicht. Aber auch wenn man es kennt, bleibt der ganze Scheiß letztlich sauverwirrend …

Hotline Miami

Das Feinste kommt natürlich zum Schluss, sozusagen als Cumshot meines Vita-Abrisses. Ich bin nämlich verliebt. Und zwar in einen maskentragenden Psychopathen. "Schon wieder?!" Nein,Hotline Miami ist ein Vogelperspektive-Spiel im Retro-Stil, ähnlich wie das erste GTA und mindestens so blutig. Mysteriöse Festnetzanrufe locken den willenlosen Protagonisten hinaus in die Welt um Amokmissionen mit verschiedenen Tiermasken im Gesicht zu meistern. Von Samurai Schwert, Schrot-Granny bis Vollautomatik ist alles vertreten und so schnell wie möglich sollten die Mafia- und Crack-Häuser "gesäubert" werden. Wir erkennen eine gewisse Drive-Stilistik, im Bezug auf die Sportlerjacke und die musikalische Synthie-Bumms-Untermalung. Alles Absicht und funktioniert!

Auch Ryan Davis (Science hab ihn selig) ließ dieses Game verstummen und löste wie bei mir eine interne Selbstfindungsreise aus. Ich will nicht übertreiben, es ist einfach ein geiles Spiel mit Klasse einer vergangenen Zeit und der Gewaltverherrlichung der unsrigen. Was zum Teufel bei der Geschichte des Spiels abgeht, darf man mich echt nicht fragen, da bis jetzt noch Sinnhaftigkeit und Prädesposition eines Dalí-Gemäldes herrscht.

5000 von 5000 Arten einen Mann zu töten

Die einzelnen Spiele machen letztlich ein Gerät wie die PS Vita cool, auch wenn sie klein ist und trotzdem unhandlich in keine Hosentasche passt. Dafür passt sie sommerlich perfekt als leichte Gaming-Kost, wenn man nicht im stickigen Konsolenzimmer verenden will. Wenn die hübschen Hotpants-Mädels im Zug und überall nicht wären, die einen beim Zocken anschauen wie einen Aussätzigen, würde ich mir so ein Handheld-Ding wie Flavor Flav an einer Kette um den Hals hängen. Scheiß drauf, ich bringe noch ein paar Mobsters um.

Und das ist das Zorn Ultimatum