
Jeppe: Ich würde mich ganz ausziehen.
Thomas: Ja, das mache ich auch immer so.
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Ja. Ich meine ich liebe es und normalerweise stehe ich nicht so auf elektronische Musik. Ich gehöre zu dieser Gitarren Rock Fraktion.Thomas:Das ist der Trick. Wir haben die Rock-Menschen ausgetrickst und so in die elektronische Welt geführt.Jeppe:Die Sache mitBrighter– das Album, das wir jetzt rausbringen ist – ist, dass es zwar ziemlich elektronisch ist, es aber auf Songwriting der alten Schule aufbaut. Du nimmst einfach deine Gitarre und die Leute können sofort mitsingen.Thomas:
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Dinge, die ich mich noch fragte, währen ich das Album hörte. Head on my Pillow hat eine Strophe, die sehr apokalyptisch klingt und dann gibt es noch ein Stück, dass The End heißt. Habt ihr euch irgendwie mit dem drohenden Weltuntergang beschäftigt?
Thomas: Ich auf gar keinen Fall.
Jeppe: Ja ich ein wenig. Für mich haben beide Alben einen kleinen apokalyptischen Vibe, aber wir haben uns jetzt nicht mit der Apokalypse beschäftigt. Es kommt mehr aus den Emotionen heraus. Manchmal ist man eben ein wenig paranoid. Denkst du, dass die Welt unter geht? Ich hoffe nicht.
Thomas: Das ist so lächerlich. Es war schon so oft das Ende der Welt. Mir tun diese armen Arschlöcher leid, die mit Pappschildern auf der Straße stehen und rufen: Das Ende ist nah. Das Ende ist nah. Und sie verkaufen ihre Häuser und spenden all ihr Geld und kommen damit in die Medien und dann endet die Welt doch nicht. Ich glaube, es gibt zwei Theorien über das jetzt kommende Ende. Die eine ist, dass Aliens kommen und sie verändern dann alles. Geld ist nichts mehr wert. Der Kapitalismus bricht zusammen und so. An die zweite Theorie erinnere ich mich nicht mehr. Ich hoffe wirklich auf die Aliens.
Thomas: Wie in Mars Attacks. "Wir kommen in Frieden". Den Film habe ich eine Millionen mal gesehen. Was ich noch sagen wollte zur Musik und Paranoia und so. Ich denke besonders in unserem Genre gibt es eine Tendenz, so viel über die Musik und alles was dazu gehört nachzudenken und so wirkt vieles oft kalkuliert. Deswegen ist es für mich wichtig, Musik Musik sein zu lassen und den Rest zu vergessen. Man geht ins Studio, fängt einfach an und macht Musik. Man muss es einfach passieren lassen. Ich glaube nicht ans Ende der Welt.
Jeppe: Aber ich glaube, dass man manchmal dieses Endzeit Gefühl hat. Das alles kaputt und beschissen ist. Das am besten alles enden sollte, aber das wird jetzt zu negativ. Nächste Frage. Wenn ihr euch ein Buch aussuchen könntet zu dessen Verfilmung ihr einen Soundtrack machen könntet. Welches wäre das?
Jeppe: Mir fällt da Dostojewski ein. Ich las irgendwann die Brüder Karamasow und ich würde wirklich gerne einen Soundtrack machen, der an russische Musik angelehnt ist. In zwanzig Jahren vielleicht und es wäre sehr interessant, mit all diesen dunklen Gefühlen und der Atmosphäre zu arbeiten.Das ist nicht besonders dänisch, oder? Ich meine, all diese Filme aus Dänemark sind eher witzig. Habt ihr jemals Adams Äpfel gesehen?
Thomas: Ich bin mir nicht ganz sicher, wenn es um Adams Äpfel geht. Er ist auf der einen Seite sehr dänisch und irgendwie cool, aber auf der anderen Seite auch zu offensichtlich. Denkst du das? Ich fand ihn wirklich gut und witzig auf eine sehr sarkastische Art und Weise. Der Humor ist so derbe.
Thomas: Ja das stimmt. Er hatte gute Stellen. Es liegt vielleicht daran, dass Dänemark so ein kleines Land ist und so haben wir nur eine gewisse Zahl an Schauspielern und deshalb ist es immer irgendwie das gleiche mit den gleichen Leuten. Die Engländer gehen total darauf ab. Dänische Serien sind in England scheinbar der Hit. Der Guardian sprach in einem Artikel darüber und fragte, warum zur Hölle es immer die gleichen Leute sind, die man sieht. Was hast du sonst noch an dänischen Filmen gesehen? Dänische Delikatessen. Das ist auch wieder mit den gleichen Schauspielern wie Adams Äpfel und dann sah ich noch in China essen sie Hunde.
Jeppe: I Kina Spiser de Hunde. So heißt er bei uns. Das klingt ähnlich. Vielleicht sollte ich dänisch lernen.
Thomas: Nein das willst du nicht. Es wird nur von fünf Millionen Menschen gesprochen und es soll nach chinesisch die schwerste Sprache sein. Ist das so? Ich dachte es wäre ähnlich dem Schwedischen und Schwedisch ist relativ leicht.
Thomas: Es ist schon ähnlich, aber dänische Babys zum Beispiel lernen später sprechen als andere, einfach weil die Sprache so durchgeknallt ist. Es gibt kaum Regeln und wenn man dann fragt, warum etwas so und so ist, kriegt man "darum" zu hören.
Jeppe: Es ist nicht wie im Deutschen. Nicht so streng. WhoMadeWhos Brighter ist bei Kompakt erschienen.