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Unser Bär ist da!

27.8.10

Heute morgen ist unser Vice-Bär Juice Box eingetroffen um zu sehen wie es hier bei uns in der Redaktion so läuft. Hier könnt ihr ein kleines Interview mit einem Tierpräparator nachlesen, während wir versuchen diesen XXXL Jungen ins Büro zu transportieren.

Unser stellvertretender Herausgeber und Assistenz-Jäger John Martin winkt JB’s Hummer ran.

Vice: Kannst du uns die Transformation eines lebendigen Bären zu einem toten Juice Box Bären beschreiben?

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Frank: Klar. Nach dem der Bär in Alaska gehäutet wurde, wird seine Haut gesalzen. Wir trocknen sie und bringen sie dann zu einem Gerber. Was der Gerber getan hat, war das gleiche was jemand tun würde, wenn er Leder für eine Lederjacke präparieren würde, nur eben mit Fell. Wie nehmen also die Haut und tunken sie ins Wasser und messen sie aus, so das wir genau wissen, wie groß der Bärenkörper war. Dann stellen wir ein Modell davon her. Wenn alles passt, dann modellieren wir seine Körperform. Seine Schnauze und Muskeln. Seine Augen sind aus Glas. Sein Kiefer ist eine Reproduktion eines durchschnittlichen Grislybärenkiefers.

Frank J. Zitz von Frank J. Zitz & Company Fabricated Reproductions

Musst du dieses Zeug irgendwo aus speziellen Läden bestellen oder machst du es selbst?

Es gibt viele Lieferanten oder auch Museumsfirmen, die sie aus Güssen bauen können. Wir bekommen also all diese Teile und fügen sie zusammen. Die Bärenhäute werden zusammengenäht und auf hölzerne Rahmen gespannt. Die Felsen werden aus Draht gebaut und dann mit Papiermache überzogen. Das Moos, das du hier siehst, wurde auch  behandelt, also wird er nie austrocknen. Er bleibt immer so frisch.

Es ist echtes Moos?

Ja. Es ist echtes Moos mit echten Blättern

und allem drum und dran. Es wurde alles nur festgeklebt.

Und Juice Box

Nach dem du die Haut bekommen hast, wie lange dauert es so ein Präparat anzufertigen?

Ihr seid im richtigen Moment gekommen. Denn sonst dauet es schon etwa sechs Monate. Gewöhnlich senden uns die Leute bereits gesalzene und getrocknete Häute, dann schicken wir sie zum Gerber und du bekommst sie dann drei später Monate zurück. Wie schicken ihm meistens 500 oder 1.000 Häute gleichzeitig.

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Das sind dann ja ganz schön viele, kleine, haarige Viecher.

Ja, man denkt gar nicht, dass Tiere auszustopfen so ein großes Geschäft ist. Wir haben Kunden, die wir nur einmal im Jahr sehen, die uns dann aber eine ganze Ladung auf einmal bringen.

Was ist das größte Tier, das ihr je präpariert habt?

Das war ein Elefant für National Geographic.

Boahhh. Wie lange hat denn das gedauert?

Bei Elefanten dauert es noch länger, weil ihre Haut um etwa 20% schrumpft. Wenn man sich einen Elefanten aus der Nähe  anschaut, ist seine Haut sehr, wirklich sehr faltig und hat eine individuelle Farbe. Wenn wir die Haut aufspannen, müssen wir sie festnageln, mit 300 Nägeln pro Seite. Sie ist verdammt fest. Es ist wie eine riesige Decke, die dann schrumpft und wir müssen sie dann wieder und immer wieder neu aufspannen. Elefanten sind sehr zeitaufwendige Tiere.

Wilkommen in der Familie JB

Falls ihr nicht wisst, wie wir Juice Box getroffen haben, schaut euch die erste Far Out Episode an. Davon wird es auch demnächst neue Folgen geben, wir rechnen also mit neuen Mitgliedern für unsere Trophäensammlung.