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Das Oktoberfest erklärt in 10 Tweets der Polizei München

"Die Kripo gibt ihr Bestes, um den Ausführungen der Wiesn-Gäste zu folgen. #wirr"
26.9.16

Trotz größerer Terrorangst als je zuvor—ein Zaun umrandet dieses Jahr erstmals die "Oktoberfestung"—ist der Rest wie immer. Die Instagram-Timelines füllen sich mit Bildern von prallen Dekolletés und Jungs in karierten Hemden neben möglichst vielen Mädchen in Dirndl. Einigen läuft vor lauter Brüsten der Sabber so sehr im Mund zusammen, dass man ihn sogar auf den gefilterten Fotos erkennt. Die Wiesn-Band spielt "Angels" von Robbie Williams—ein Moment für Snapchat, Instagram-Storys und Facebook Live.

Menschen, die nur diese Ausschnitte sehen, müssen denken: Rausch, ekstatisches Mitgrölen und jemand abschleppen, das ist das Münchner Oktoberfest. Wer allerdings schon mal in München gewohnt hat oder gar auf der Wiesn arbeitet, weiß, dass dort jede Form der niederen menschlichen Triebe freigesetzt wird. Wer für Sex schon zu voll ist, begibt sich ins Kleinkindstadium zurück.

Viele Wiesn-Aktionen könnten sehr ähnlich auch Kindergarten-Kindern passieren. Zum Beispiel: Ich gehe nicht vom Dosenwerfen-Stand weg! Der kleine Junge sagt in dieser Situation zur Betreuerin: "aber, aber ich will nicht weg"; der Wiesn-Besucher sagt zur Polizei: "will-abbbba-ni… will abbbbb nischchsch". Ein weiteres Phänomen auf der Wiesn und im Kindergarten: vor Wut auf Gegenstände hauen. Einem Kindergartenkind tut nach der Bauklötze-Wutorgie die Hand weh; der Wiesn-Besucher zerschlägt eine Kloschüssel. Beide weinen danach und wollen getröstet werden.

Den ganzen Wiesn-Wahnsinn erklären diese zehn Tweets der Münchner Polizei. Bittesehr!

1. Suff-Ideen: Der Polizei ins Auto pinkeln

Unter Wasser gesetzt. Betrunkener uriniert absichtlich in unser Dienstfahrzeug beim Transport von der #Wiesnwache zur Haftanstalt. Toll!!
Polizei München (@PolizeiMuenchen) 23. September 2016

2. Gib mir mein Spielzeug zurück!

(1/2) Betrunkener Engländer kommt auf #Wiesnwache und will seinen Dildo zurück, der ihm angeblich vom Sicherheitsdienst weggenommen wurde.
Polizei München (@PolizeiMuenchen) 23. September 2016

3. Sie wollten doch nur Kuscheln

Sind wieder zwei auf Kuschelkurs der speziellen Art gegangen und beklagen jetzt ihr Aua. Wir nehmen es auf. #wiesnwache
Polizei München (@PolizeiMuenchen) 23. September 2016

4. Mach dich nackig

Nicht schon wieder… Nackte Person belästigt Wiesnbesucher. Wir kümmern uns um den textilfreien Herrn #Wiesnwache
Polizei München (@PolizeiMuenchen) 23. September 2016

5. Wjnsdkjngekra

Aktuell sind die Vernehmungszimmer auf der #Wiesnwache gut besucht. Die Kripo gibt ihr Bestes, um den Ausführungen der Gäste zu folgen.#wirr
Polizei München (@PolizeiMuenchen) 23. September 2016

6. Die Dichte an dichten Italienern ist hoch

Beginn Italienerwochenende mit höchster Italienerdichte außerhalb Italiens(nicht zu verwechseln mit höchst dichtem Italiener) #Wiesnwache
Polizei München (@PolizeiMuenchen) 23. September 2016

7. Sprachliche Barrieren sind keine Ausrede!

La polizia di Monaco lavora insieme con peliziotti dall' Italia. Allora la barriera linguisticka non sara una scusa
Polizei München (@PolizeiMuenchen) 23. September 2016

8. Die Adoleszenz testet Grenzen aus

Jugendl. in Selbstfindungsphase testet ausgiebig Auswirkung von Alk. auf den Körper.Test abgebrochen!Mutti wird begeistert sein #wiesnwache pic.twitter.com/idPp4L3z5j
Polizei München (@PolizeiMuenchen) 23. September 2016

9. Wer Glück hat, wird getröstet

Einer mags einfach nicht glauben, dass für ihn heut Auszapft is. Wir sind unterwegs zum Zelt, um ihn zu trösten. #wiesnwache
Polizei München (@PolizeiMuenchen) 23. September 2016

10. Wer Pech hat, wird geschimpft

Betrunkene 17Jährige wurde gerade von ihren Eltern abgeholt.Kollegen sitzen nach Ansprache des Vaters immer noch zitternd in der #Wiesnwache
Polizei München (@PolizeiMuenchen) 23. September 2016