Was die FPÖler können, können wir schon lange. Drum hier, bitte: Eine Meldung, der mit ein bisschen SS-Symbolik anfängt und in Wahrheit natürlich ganz anders gemeint ist. Eh klar. Eigentlich geht es nämlich um diesen dunkelblauen Fleck am rechten äußeren Rand. Was jetzt zugegebenermaßen erst recht nach FPÖ klingt, aber nur deshalb, weil ich mich vor lauter Aufregung nicht klar artikulieren kann. Was ich meine, ist: Die WWE war mit ihrem Wrestling-Zirkus in Wien und ich war dabei und es war genau wie der blaue Fleck neben diesen KISS-Titten: Aua, das einfach zu gut aussieht.
“Blau” und “Haue” passen aber auch insofern ganz gut zum jüngsten Wrestling-Event in Wien, als sich diesmal die Superstars von SmackDown (auch bekannt als die “blue brand” der WWE) durch die Stadthalle slammten und suplexten; wobei SmackDown eine Wortschöpfung der WWE ist, die es inzwischen ins Wörterbuch geschafft hat und eigentlich eh einfach nur Haue heißt.Ihr seht also, das hier hat alles System und das KISS-Bild steht hier nicht etwa deshalb, weil ich nur genau zwei Fotos bei der ganzen Veranstaltung gemacht habe, die nicht mal ansatzweise sowas wie Wrestler bei der Arbeit zeigen.
Naja, oder vielleicht doch. Auch. Was weiß ich. Die offizielle Fotostrecke gibt's hier, also wozu selber schlechtere schießen? Das hier ist das erste von den zweien und vor allem deshalb wichtig, weil es zeigt, dass auch junge Schnittchen, die gar nicht unbedingt einsam und verwahrlost sein müssten, in ihrer Freizeit gern Männern dabei zusehen, wie diese so tun, als hätten sie steinharte Riesenklöten aus quergestreiften Muskelfasern und in der Form von Popeyes Unterarmen.Dass alle (inklusive mir) so ruhig dasitzen liegt übrigens nur daran, dass in dem Moment, als das Foto entstand, im Ring genau gar nichts passierte. Ich erwähne das nur, weil ich mir nicht Übersättigung nachsagen lassen will. Und weil das Schnittchen (für das ich gerade 5 Minuten lang vergeblich nach einem gendergerechteren Namen gesucht habe) sogar hier grinst wie ein lobotomisiertes Äffchen, das den Orgasmus-Schalter seit 42 Tagen gedrückt hält. Wrestling-Fans sind spitze. Und sie trägt ein Sheamus-T-Shirt drunter, was scheiße aussieht, aber im Kern trotzdem großartig ist.
Das zweite Foto ist das von dem kleinen Bub hier links, der unglaublich traurig dreinschaut, weil sich gerade herausgestellt hat, dass sein Held Sin Cara doch nicht da ist und unter der Maske in Wahrheit nur dessen böser Widersacher Hunico steckte. Eine Runde Ooooooh von allen, bitte. Jetzt.Das Bild daneben stammt nicht vom Event, sondern von einer Bettdecke im Waldviertel, die aber genauso aussieht wie der Arsch von Brodus Clay, dem neuen Mega-Schurken, an den in der Stadthalle der flinke Joshi Tatsu verfüttert wurde. Zufall? Schicksal? Skandal? Brutal? Egal? Jedenfalls hat Brodus Clay, auch bekannt als “The Mastodon of Mayhem”, ungefähr sechs Schichten Genickspeck und schreit bei jedem Move “Sheet!”, was zwar dem Schnittchen nicht so gut gefallen hat, aber mir dafür umso mehr – auch weil sich der Ring bei seinen Slams ein paar Zentimeter bewegt hat, glaub ich.Der Star des Abends war natürlich Randy Orton, das eleganteste Wirbeltier im ganzen SmackDown-Stall, wenn nicht sogar der gesamten Wrestling-Welt, und eindeutig der pornöseste Pussy Magnet aller Unterhosen-und-Knieschützer-Sportarten. Meine Begleiterin war so hin und weg, dass sie sogar darüber fantasierte, ihn mit einem Umschnalldildo zu nehmen – und dabei steht sie nicht mal auf solches Zeug!Insgesamt war die Show aber nicht nur für sie ein Grund, feucht zu werden, sondern auch für mich durchaus tränenrührend. Das Tolle an diesen nicht im Fernsehen ausgestrahlten House Shows ist im Wesentlichen alles das, was man auch als ihr Manko sehen könnte: Denn Wien ist aus WWE-Sicht so wurscht, dass ein Tour-Stopp bei uns natürlich weitaus weniger gescriptet wird als eine TV-Episode von SmackDown und entsprechend auch mehr Platz für Improvisationen und kreative Freiheiten bleibt (der 2,16 Meter große Big Show wackelt vor laufenden Kameras nie so schön schwul mit dem Arsch, wie er das bei seinem Stadthallen-Einzug getan hat).
Den Mangel an Story-Relevanz füllen die tänzelnden Testikelträger außerdem mit purem, pyro-freien Retro-Wrestling auf; und alleine das verdient von mir schon ein fettes (und bis zum nächsten Mal, wo es dann mit Vinnie Mac weitergeht, verabschiedendes): Mahalo!
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