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GZAs Real-Life-Schachspiel

GZA ist ein Meister am Schachbrett - wir stellen seine Figuren vor.
8.6.12

Okay, jetzt mal tief durchatmen, bevor euch Wu-Tang-Lovers gesammelt einer abgeht – GZA veröffentlicht eine Special Edition von seinem Klassiker Liquid Swords mit, jetzt kommt's, einem MINI-SCHACHSPIEL. Natürlich ist die neu gemasterte Version von seinem 1995er Album Liquid Swords auch dabei, ebenso alle Instrumentals und ein zwanzigseitiges Buch, mit einer Sammlung der originalen Album- und Singlecover, und blah blah blah… Wen interessiert's? Ein Schachspiel! Gott segne GZA dafür, dass er nerdigen Scheiß und Schach cool macht, lange bevor D'Angelo es in The Wire erklärt hat.

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Aber, bevor ich überhaupt meine Pranken am Spiel habe, hier mal eine Überlegung, wie das Wu-Tang-Schachbrett so aussehen könnte.

BAUER: U-God
Das größte Opfer im Schach, weil Bauern fast immer dran glauben müssen. Oder – wie im Fall von U-God – sie werden mit einer halben Tonne Drogen erwischt und wandern in den Knast, bevor sie eine Chance haben, an 36 Chambers mitzuwirken, dem unglaublichen Album, das alle Wu-Tang-Clan-Mitglieder richtig berühmt gemacht hat. Armer U-God, er war nie dafür bestimmt, das Ende des Schachbretts zu erreichen (und sich auf die Art in eine Dame zu verwandeln).

LÄUFER: Raekwon
Man verliert die Läufer im Schach immer viel zu sehr aus dem Blick, bis sie dann plötzlich diagonal auf den König zu rasen – ZOONG einmal über das gesamte Feld. Raekwon ist so einer, der sich zwischen zwei Projekten immer schön versteckt hält, und dann kommt er aus dem Nichts und ballert einen Instant-Klassiker auf dem Niveau von Cuban Linx raus und packt die gesamte Rap-Welt an ihren Eiern.

SPRINGER: Ghostface Killah
Mag ja sein, dass du über andere Figuren springen kannst, aber es ist sauschwierig, dich zu locken, wenn du dich nicht bewegen willst. Ghost hat zwar brillante Momente, wie bei seinem zweiten Album Supreme Clientele, nach dem plötzlich alle darüber diskutierten, ob er nun der beste Rapper aller Zeiten ist oder nicht. Aber meistens hängt er nur däumchendrehend irgendwo auf den hinteren Feldern rum oder bietet teilnahmslos T-Shirts auf halbleeren Konzerten feil, während die anderen Wu-Tangs fragen, was zum Teufel er da eigentlich treibt!

TURM: Method Man
Der Turm ist ein äußerst direkter Typ, der, genau wie Method Man, einen ziemlich stabilen Rang inne hat. Man kann sich absolut darauf verlassen, dass er immer wieder Hymnen rausschmeißt, ohne dass man sich Sorgen machen müsste, dass er irgendeinen abgefahrenen Scheiß macht, wie etwa ein fünfstündiges Album mit Minimal House. Manchmal rutscht ihm dann allerdings doch ziemlich beknackter Scheiß raus.

DAME: RZA
Rapper, Produzent, Drehbuchautor, Komponist, RZA kann alle Power-Moves. Und genau wie die Dame ist er längst an den Punkt gelangt, wo er im Prinzip machen kann, was er will. »Bock drauf Schriftsteller zu werden, RZA?« »Klar Mann, ich werde ein Buch über den bekackten Sinn des Lebens schreiben!«

KING: GZA
Ganz einfach, weil er gerade ein verkacktes Schachspiel veröffentlich hat.

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