Popkultur

Es ist erschreckend einfach, mit einem Fake-Profil auf Facebook Karriere zu machen

Ich solle doch bitte meinen Ausweis hochladen, heißt es plötzlich nach dem Login auf Facebook. Man wolle die Echtheit meines Profils überprüfen. „Jetzt haben sie mich endgültig erwischt”, denke ich. Dabei lief es trotz einiger Hürden bisher ganz gut mit meinem Facebook-Fakeprofil.

Angefangen hat alles Ende letzten Jahres, als ich beschloss, mir für eine „Undercover”-Recherche zu Social Bots und gekauften Likes ein Fakeprofil zuzulegen. Die Nachrichtenseiten überschlugen sich nach Trumps Sieg zu diesen Themen, doch so richtig handfest wirkte nichts. Alles war theoretisch, irgendwelche Wissenschaftler wurden zitiert, aber sich mal die Hände schmutzig machen wollte niemand. Um mir anzusehen, wie da eigentlich in digitalen Sweatshops „echte Likes” gekauft werden, musste ein Facebook-Fakeprofil her. Doch wie bekommt man eigentlich in möglichst kurzer Zeit ein glaubhaftes Profil zusammen? Ein Selbstversuch in vier Schritten, der mich kurzzeitig an die Grenze der Ausweisfälschung bringen wird…

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