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Wie es ist, in einem Geisterhaus aufzuwachsen

Alles hat sich verändert, als meine Schwester anfing, den "Jungen in Blau" zu sehen.

von Sarah Waldron
08 Juli 2017, 12:30am

Sarah und ihre Schwestern. Foto: Sarah Waldron

In der Literatur gibt es den unzuverlässigen Erzähler schon seit Hunderten von Jahren. Im wahren Leben gab es ihn schon immer. Wir sind alle unzuverlässige Erzähler, auch wenn wir die besten Absichten haben. Wir erinnern uns falsch an unser Leben. Wir übertreiben, wir schmücken aus und wir halluzinieren. Als Kind bewahrt uns unsere Unreife davor, Ereignisse korrekt zu deuten, oder das glauben wir zumindest. Vielleicht lässt sie uns Ereignisse aber auch genau so sehen, wie sie sind. Das solltest du immer im Hinterkopf behalten, während du diese Geschichte liest.

Ich bin in einem Geisterhaus aufgewachsen. Glaube ich.

Ich komme aus Tralee, einer kleinen Stadt an der zerklüfteten Küsten des südwestlichsten Rands von Irland. Durch eine unglückliche Mischung aus atmosphärischen Fronten, Tälern und Bergen ist es in meiner Heimatstadt etwa drei Viertel des Jahres bewölkt und regnerisch. Am bekanntesten ist vermutlich der alljährlich stattfindende Schönheitswettbewerb The Rose of Tralee. Ansonsten gibt es eigentlich nur uns und den atlantischen Ozean. Vor rund 600 Jahren existierte dort, wo heute Tralee ist, eine erste Siedlung. Allerdings wurde die Stadt im Verlauf ihrer Geschichte immer wieder teilweise oder komplett platt gemacht. Die Folge: Die ältesten Gebäude hier sind gerade mal 200 Jahre alt.

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