Ein Kamerateam begleitet die Raumfahrtexperimente rund um die Kepler Station
In der Wüste testet ein Analog-Astronaut den Bewegungsspielraum im Raumanzug-Simulator
"Bis zum Ende des Schuljahres werden wir einen neuen Prototypen fertigstellen, in den wir alle Erkenntnisse aus der Amadee-18-Mission einfließen lassen werden", sagt Moritz Stephan gegenüber VICE. Zusammen mit einem Sponsor entwerfen und fertigen sie nun eine überarbeitete Version aus 3-D-gedrucktem Titan. Ob es Tumbleweed nachher ins Weltall schafft, ist gar nicht so relevant: "Uns ist sehr bewusst, wie viel Arbeit und vor allem Geld in eine wirklich marstaugliche Version gesteckt werden müssten."Die drei wollen auch während des Studiums an dem Projekt weiterarbeiten, noch mehr Ressourcen dafür sammeln und so weit wie möglich kommen, sagt Stephan. "Aber selbst wenn Tumbleweed in dieser Form nie in den Weltraum fliegt, haben wir hier Fortschritte gemacht, die anderen Missionen helfen können."Mit der Weltraumforschung verpufft tatsächlich ziemlich viel Zeit und Geld im All – und schon vorher auf der Erde. Aber welchen Mehrwert hat es eigentlich, dass wir auf den Mond fliegen können und irgendwann vielleicht sogar zum Mars? "Es gibt keinen Österreicher und keine Österreicherin, der oder die nicht von der Weltraumforschung profitiert", so Grömer zu VICE. "Ich garantiere Ihnen, Sie haben heute schon etwas benutzt, das durch Weltraumforschung möglich gemacht wurde. Ob Satellitenbilder, die Wettervorhersage, effiziente Verbrennungsmotoren oder die Software, die für die Brustkrebserkennung verwendet wird – das ist alles Weltraumforschung. Nur ist es inzwischen Alltag geworden, ohne dass wir es bemerkt haben", erklärt der Doktor der Astrobiologie."Selbst wenn Tumbleweed in dieser Form nie in den Weltraum fliegt, haben wir hier Fortschritte gemacht, die anderen Missionen helfen können."
Der Marsrover "Tumbleweed" ist eine Innovation: Statt auf Rädern bewegt er sich, angetrieben vom Marswind, rollend fort. Entwickelt wurde er von drei Wiener Schülern
Der österreichische Datenspezialist Sebastian Sams prüft die Sensoren des Aouda.S Raumanzug-Simulators. Er hatte schon 2006 als Schüler von seinem Salzburger Klassenzimmer aus die Simulation einer Mars-Landung in der Wüste von Utah gesteuert
Die Analog-Astronauten Kartik Kumar und Iñigo Muñoz Elorza kehren von einem Außenbordeinsatz zurück
Der zunehmende Mond hängt tief über der Kepler Station
Die 37-jährige Analog-Astronautin Carmen Köhler kommt aus Berlin und engagiert sich bei der Stiftung "Erste deutsche Astronautin" — die sie 2020 ins All schicken will