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In Rosenheim hat eine Mutter ihre Tochter vermutlich jahrelang eingesperrt

Als die Beamten eintrafen, stürzte die Mutter mehrere Stockwerke in die Tiefe.
19.4.16

Als deutsche Behördenvertreter mit einem Gerichtsvollzieher am Dienstagvormittag an eine Wohnungstür in der Oskar-Maria-Graf-Straße in Rosenheim klopften, ahnten sie nicht, dass die Bewohnerin bei deren Anblick wenige Sekunden später zwei Stockwerke tief das Treppengeländer hinunterstürzen würde. Und doch hat es sich so zugetragen. Bei der Unterkunft soll es sich um eine Messie-Wohnung handeln, dies sei auch der Grund für die Zwangsräumung gewesen.

Nach dem Sturz alarmierte man sofort die Rettungskräfte samt Polizei und die war es dann auch, die die Wohnung betrat. Die Rettungskräfte kümmerten sich derweil um die schwerverletzte Frau, die bis ins Kellergeschoss des Mehrfamilienhauses gestürzt war. In der komplett zugemüllten Wohnung entdeckten die Beamten eine verriegelte Zimmertür, die aufgebrochen werden musste.

Darin war eine völlig verwahrloste Frau eingesperrt. Wie sich nun offenbar herausstellte, handelt es sich um die 26-jährige Tochter der Verletzten. Die nicht ansprechbare Tochter wurde in eine psychiatrische Fachklinik gebracht. Vieles deutet darauf hin, dass sie über Jahre hinweg in der Wohnung ihrer Mutter gefangen gehalten worden war. Wie rosenheim24.de berichtet, hätten die Nachbarn die 56-Jährige sehr wohl gekannt, die Tochter aber niemals zu Gesicht bekommen. Eine zweite Bewohnerin war ihnen nicht bekannt.

Die Polizei spricht von einem sehr tragischen Fall.