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Eine Mutter hat 12 Tütchen Kokain gekauft, um den 18. Geburtstag ihrer Tochter unvergesslich zu machen

Es sollte eine lustige Fahrt in der Limousine werden, aber die Polizei kam dem zuvor.

von Joel Golby
09 September 2015, 4:16pm

Wie jetzt bei der Gerichtsverhandlung herauskam, hat Nicola A., eine Frau aus der englischen Stadt Kent, ihrer Tochter zum 18. Geburtstag zwölf Tütchen Kokain gekauft, um sicherzugehen, dass das Geburtstagskind bei der Party „auch wirklich viel Spaß hat".

Der Richter des Maidstone Crown Court musste sich anhören, wie die 37-Jährige ihrer Tochter im Januar eine Limousine nach London gemietet und 5,65 Gramm Kokain besorgt hat, damit an diesem 18. Geburtstag keine Langeweile aufkommt—ganz im Gegensatz zu meinem, an dem ich einen klobigen Fernseher geschenkt bekam und mir zu Ehren eine peinliche Familienfeier ohne Alkohol, aber dafür mit vegetarischer Lasagne veranstaltet wurde.

Und trotzdem wollte die Polizei bei dem Ganzen nicht mitspielen und durchsuchte A.s Zuhause, wo in einem Versteck unter der Fensterbank Drogen im Wert von über 400 Euro gefunden wurden. A., die man früher schon einmal wegen Drogenbesitzes verurteilt hatte, gab zu, die Absicht gehabt zu haben, das Kokain zu verteilen. Außerdem gestand sie, dass sie mit ihrer Tochter richtig einen draufmachen wollte.

Der Staatsanwalt Craig Evans meinte gegenüber dem Gericht: „Sie wollten in einer Limousine nach London fahren und A. wollte sicherstellen, dass die jungen Frauen viel Spaß haben." Von ihrem Zuhause aus gab die Mutter dann selbst noch ein Statement ab: „Die ganze Sache wurde viel größer gemacht, als sie eigentlich war. Ich habe die Nase voll. Das ist jetzt auch nicht gerade der Scoop des Jahrhunderts, oder? Es sollte nur eine Party sein."

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Der derzeitige Straßenverkaufswert von Kokain legt nahe, dass A.s Stoff von guter, wenn nicht sogar von fantastischer Qualität war. Vielleicht sollte man sich das richtig gute Zeug für den 21. Geburtstag der Kinder aufsparen?

Wie dem auch sei, A. wurde zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten sowie zu 250 Stunden Sozialarbeit verurteilt. Und was ist nun die Moral dieser Geschichte? Ganz einfach: Wenn du deiner Tochter schon Kokain zum Geburtstag schenkst, dann such dir ein besseres Versteck als das Fensterbrett.