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Es ist traurig, aber unübersehbar:Die Simpsonsgehören als kulturelles Produkt einfach in ein bestimmtes Zeitalter. Auf mich wirkt es immer komisch, wenn inDie Simpsonsein Witz über die moderne Popkultur gemacht wird. Das ist wie bei einer biederen Vorabend-Soap, wenn dort plötzlich über Hashtags gesprochen wird. Im Grunde spielt die Serie immer noch in der Welt, in der wir uns als Kinder bewegt haben. In Springfield steht immer das Loollapalooza-Festival an, dort wird Bill Clinton immer der gut aussehende, junge Präsident sein, der eine optimistische Nation nach dem Gewinn des Kalten Krieges anführt, undExxon Valdezist immer nur eine Pointe weit entfernt.Family Guy mag zwar beliebt sein, aber die Serie hat nie wirklich jemandem so viel bedeutet wie Die Simpsons und kann so ungetrübt für immer weiter machen. Während Die Simpsons einen außergewöhnlichen, Beatles-artigen Einfluss auf die Popkultur hat, kommt Family Guy eher wie Kiss daher: nur ein weiterer lauter Abkömmling, der auf Ewigkeiten fortgesetzt werden kann. Dabei ist man glücklich mit dem Wissen, dass das Publikum immer zufrieden gestellt werden kann, wenn es nur Blödsinn vorgesetzt bekommen will.
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