Ein 100-Kilo-Mann hat sich an drei Ponys vergangen

Traurigerweise ist auch für Ponys das Leben kein Ponyhof.
29.6.16

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"Er ist in den anliegenden Wald gelaufen, bislang konnten wir ihn nicht finden", erklärte Polizeisprecherin Dörte Röhrs der Märkischen Allgemeinen. Der Flüchtige muss entweder schnell wie der Blitz gewesen sein oder über ziemlich gute Tarn-Skills verfügen, denn mit einem knallroten T-Shirt, einem hellblauen Rucksack und kurzen Hosen in Beige ist es bestimmt kein Leichtes, sich vor der Polizei zu drücken. Und ein Körper von 100 Kilogramm und 1,80 Meter will erst recht im Dickicht gut versteckt sein.

Die Flucht des circa 50-Jährigen war überhaupt erst nötig, weil ein Passant die Polizei gerufen hatte. Auf einer Koppel nahe Hennigsdorf bei Berlin soll der Unbekannte gleich mit drei Ponys auf sexuelle Tuchfühlung gegangen sein. Hätten wir das Jahr 2015 und befände sich der Pferdeliebhaber auf dänischem Boden, wäre der Zeuge für ihn kein Grund zur Panik gewesen: Erst seit dem 1. Juli 2015 ist dort Sex mit Tieren verboten. In Deutschland schon länger. Kürzlich erst [klagten zwei Sodomiten]( § 3 Nr. 13 des deutschen Tierschutzgesetzes) vor dem Karlsruher Verfassungsgericht gegen den § 3 Nr. 13 des deutschen Tierschutzgesetzes, weil sie sich in ihrem Grundrecht auf sexuelle Selbstbestimmung verletzt sahen.

Es ist verboten, ein Tier für eigene sexuelle Handlungen zu nutzen oder für sexuelle Handlungen Dritter abzurichten oder zur Verfügung zu stellen und dadurch zu artwidrigem Verhalten zu zwingen. Und über § 18 Nr. 4 des Tierschutzgesetzes ist ein Verstoß mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro sanktioniert.

§ 3 Nr. 13

Zu ihrem Leidwesen wurde die Klage gar nicht erst angenommen und auch der 100-Kilo-Mann wird sich dem bestehenden Recht beugen müssen, sofern die Polizei seiner habhaft wird. Verstoß gegen das Tierschutzgesetz lautet der Vorwurf.