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Musik

Über die Ursprünge des Roadtrips to Outta Space

Weltraumklänge und ihre Herkunft. Roadtrip to Outta Space!
12.10.12

Das Sujet „Space Rock“ ist mit vielen Missverständnissen belastet. Die einen denken sofort an Ziggy Stardust, die Kinder der 90er vielleicht eher an Babylon Zoo oder Omega & the Mechanical Animals. Dann gibt es da noch so Astronomie- und SciFi-Wappler wie mich, die an etwas ganz anderes denken. Wir sind ja alle in dem Glauben aufgewachsen, dass das Weltall voller Laser-, Warp/FTL- und Explosionsgeräusche ist. Kein Stereosound aus dem 100-Hz-Röhrenfernseher ist uns vertrauter als die Enterprise, wenn sie auf Warp Whatever beschleunigt. Ernüchterung erfolgte im Physik-Unterricht, als uns völlig frustrierte Wissenschaftler ohne Karriere-Gen erzählten, dass das alles nicht stimmt, weil sich Schall in Luft ausbreitet und da das Universum ein Vakuum ist, gibts da nur Stille. Dann aber der Moment der Rache: Wir entdecken die Radioastronomie! Spätestens, als die US-Amerikaner Blechtrotteln an den Rand des Universums schickten und diese mit Mikrophonen ausstatteten, die Radiowellen aufzeichnen können, wissen wir, dass das All voller wunderbarer Klänge ist, besser als es Boards of Canada jemals nachstellen könnten. Einige Musiker dachten sich dann auch, sowas könne man ja auch auf Stromgitarren nachspielen - die Geburtsstunde des Space/Stoner/Krautrocks.

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Das nächste mal zu hören am 16.10. von Brain Police + Greenleaf + The Graviators und am 17.10. mit Baby Woodrose + Chachimbo de Paz. Natürlich wie gewohnt in der guten alten Arena. Weltraumskeptiker laden wir gerne wieder mit 2x2 Tickets, vorausgesetzt ihr schickt ein Mail an win@vice.at, mit der Info, welchen Gig ihr sehen wollt.