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Dennoch ist es gefühlt das erste Mal, dass die britische Polizei einen Angriff von Weißen auf Muslime als terroristischen Akt einstuft. Nachdem zum Beispiel Ende letzten Monats eine selbstgebastelte Bombe nahe einer Moschee in Walsall gefunden worden war, sagte die Polizei, es sei kein Verbrechen mit einem terroristischen Hintergrund. Ich schrieb die dortige Polizei via Twitter an und stellte ihre Sicht der Dinge in Frage. Am nächsten Tag haben sie dann einfach die betroffene Zeile aus ihrer Pressemitteilung entfernt. Es ist offensichtlich—wenn ein Moslem es macht, ist es Terrorismus; wenn ein Nicht-Moslem es macht, ist es „nur“ ein Verbrechen. Und solche Vorfälle werden selten als Hasstaten bezeichnet, geschweige denn als terroristische Anschläge. Ein Farbbomben-Angriff auf eine Moschee in Belfast, eingeworfene Fenster einer Moschee in Brixton, Brandstiftung bei einem islamischen Internat in Bromley, Brandstiftung in einem islamischen Zentrum in Nord London (welches komplett zerstört wurde), Hakenkreuze an der Wand einer Moschee in Redditch und mit Graffiti beschmierte Gräber von Moslems in Wales—das sind nur ein paar Beispiele für die Hasstaten seit dem Mord an Rigby. Es sind Verbrechen, die geplant und durchgeführt werden, um eine bestimmte Gemeinschaft zu terrorisieren, jedoch nicht als solche anerkannt werden—jedenfalls nicht im selben Maße wie die Verbrechen eines Moslems. Wieder sind die Medien mitschuldig. Journalisten berichten ständig über Islamisten, aber sie haben Angst vor dem Begriff der Islamophobie. Die Religion eines Kriminellen wird nur erwähnt, wenn er ein Moslem ist. Muslimische Frauen werden pauschal „unterdrückt“, sobald sie es bevorzugen, einen Hidschab zu tragen. Der Imam ist ein Extremist, Moscheen sind eine Bedrohung, das Minarett ist ein Zeichen von zunehmender Islamisierung und anscheinend gibt es einen „geheimen“ Sharia-Richter, der einen barbarischen Prozess führt, in dem Leuten die Hände abgehackt werden. Und während Moscheen weiterhin zur Zielscheibe werden und die muslimische Bevölkerung in der Presse für die Taten von ein paar wenigen verunglimpft wird, muss die Gemeinschaft das mit künstlicher Würde und Ehre ertragen—eine „Sei-still-und-nimm-es-einfach-hin-Methode“, zu der ihr aus Angst geraten wird, um nicht noch mehr Benzin in das lodernde Feuer zu schütten.
