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Jay Z erklärt den Kampf gegen Drogen für gescheitert

In einem Video erklärt Jay Z die harten Konsequenzen so anschaulich, dass selbst deine erzkonservative Tante zustimmend nickt.
16 September 2016, 10:12am

Der Krieg gegen Drogen in den USA ist eine der verhängnisvollsten politischen Entscheidungen des letzten Jahrhunderts. Für die globalen Auswirkungen gibt es von Mexiko bis Marokko genügend Beispiele, allerdings hat der „War on Drugs" auch in Zeiten vorsichtiger Legalisierung vor allem innenpolitisch noch massive Konsequenzen. Wer weiß das besser als Jay-„14-year drug dealer and still counting"-Z?

Der ehemalige Straßenecken-Dealer und heutige Multi-Millionär (er hat letztes Jahr 53,5 Millionen Dollar verdient​) symbolisiert den amerikanischen Traum besser als eigentlich jeder andere. Umso deprimierender ist seine Perspektive auf den „War on Drugs", den er als Motor des strukturellen Rassismus' in den USA sieht. Hat er wahrscheinlich Recht mit. Auf jeden Fall liefert Hov in diesem meisterhaft illustrierten Video für die New York Times einige Fakten und Argumente, der auch deine CDU-Stammwähler-Tante nicht widersprechen kann. „Drogen werden heute noch genau so viel konsumiert wie damals, als Nixon 1971 den Drogen den Krieg erklärt hat. Fünfundvierzig Jahre später ist es Zeit, unsere Gesetze zu überdenken."

Fotos: Imago | Screenshot von The New York Times aus dem Video „Jay Z: The War on Drugs Is an Epic Fail"