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Der zweifache Grammy für Skrillex und Diplo ist verdient—aber unnötig

Wie jedes Jahr gab es für uns keine Überraschungen bei der Verleihung der Grammys.
16.2.16
Foto: Willy T / Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers

Zu den diesjährigen Grammys war Diplo unter anderem als Produzent des Jahres nominiert. Kein Wunder bei der Reichweite an Musikern, mit denen der gebürtige Thomas Wesley Pentz schon erfolgreich zusammengearbeitet hat. Zwar ging dieser Titel letztendlich an Jeff Bhasker, aber dennoch darf sich Diplo mit seinem Kollegen Skrillex über den zweifachen Grammy freuen. In der Kategorie „Bestes Dance-/Electronica-Album" gewannen die zwei DJs und Produzenten mit Skrillex and Diplo Present Jack Ü und stachen damit unter anderem Caracal von Disclosure und Jamie xx - In Colour aus.

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Auch den Grammy für die Beste Dance-Aufnahme durften Skrillex und Diplo zusammen mit Justin Bieber nach Hause nehmen. „Where Are Ü Now" setzte sich gegen „Never Catch Me" von Flying Lotus und „Go" von den Chemical Brothers durch. Der Award für die beste Remix-Aufnahme des Jahres in der nicht-klassischen Produktion ging übrigens an Dave Audé mit Mark Ronson feat. Bruno Mars - „Uptown Funk (Dave Audé Remix)".

Natürlich freuen wir uns gemeinsam mit Jack Ü, die diesen Doppelsieg mehr als verdient haben. Dennoch waren—wie immer—viele wichtige Namen der elektronischen Szene überhaupt nicht vertreten. Offensichtlich kann man dabei schnell ins spekulieren über Mainstream, Major-Labels und die Musikindustrie kommen, sollte sich aber trotzdem darüber bewusst sein, dass ein Grammy am Ende auch nur ein Stück Metall ist, das im Regal der Künstler Staub sammelt. Ein Publikum, das Spaß an der eigenen Musik hat, sollte die einzige Auszeichnung sein, die wirklich etwas bedeutet. Ob das nun die zigtausenden EDM-Kiddies auf dem Festival sind, die zu „Where Are Ü Now" springen oder die 50 schwitzenden Techno-Zombies im Keller, die nicht einmal wissen, wer gerade spielt—Musik sollte uns verbinden und nicht im Wettkampf mit sich selbst stehen.

Falls dir Awards wichtiger sind, als der THUMP-Redaktion, kannst du dich auf die Electronic Music Awards & Foundation freuen (oder Angst davor haben).
Die Vollständige Liste der Grammy-Gewinner findest du hier.

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Vincent verleiht keine Awards an seine Twitter-Follower.