Baby-Leguan flüchtet vor dem sicheren Tod durch eine Horde Schlangen

Dieser faszinierende Clip liefert genau das beruhigende Happy-End, das wir alle jetzt brauchen.

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09 November 2016, 10:53am

Bild: Flickr | Scott Ableman | Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0

Die Szene aus der wunderbaren BBC-Naturdoku Planet Earth II ist nichts für zarte Gemüter. Sie zeigt einen kleinen Leguan, der sich mit einer Horde Schlangen eine Verfolgungsjagd liefert, die jeden Actionfilm vor Neid erblassen lässt.

Für die neue Folge der BBC-Produktion besucht der weltbekannte Naturforscher Sir David Attenborough verschiedene tierische Inselbewohner. Keines dieser Tiere konnte di 9,2 Millionen Fernsehzuschauer jedoch so sehr fesseln, wie die winzige Meeresechse, die auf den Lavafelsen der Galapagos-Insel Fernandina um ihr Leben rennt.

Auch wenn ausgewachsene Meeresechsen mit einer Körperlänge von bis zu 1,30 Metern furchteinflößend aussehen, besteht diese Leguanart aus friedliebenden Vegetariern. So sind die Jungtiere der sanften Riesen eine beliebte Beute für Raubvögel, Krabben und ganz offensichtlich auch für Galapagos-Nattern. Diese Schlangenart ist ausschließlich auf den Galapagos-Inseln heimisch. Laut des Galapagos Conservation Trusts ist sie ein besonders geschickter Jäger, der als einzige Landschlange der Welt sogar Fische erlegen kann.

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Zum großen Entsetzen des Publikums zeigen die Aufnahmen eine ganze Armee der gefährlichen Nattern, die Jagd auf eine junge Meeresechse macht. Egal wie schnell die kleine Echse auch rennt, die Schlangen sind ihr stets dicht auf den Fersen. Dem Zuschauer wird schnell klar: Schon der kleinste Fehltritt könnte das Todesurteil für den Leguan bedeuten. Tatsächlich sieht es zwischendurch gar nicht gut für ihn aus. Doch im letzten Moment gelingt es dem kleinen Reptil, seinen Verfolgern durch einen spektakulären Sprung in die Freiheit zu entkommen—zumindest für den Moment.

Durch geschickte Inszenierung, dramatische Musik und die charismatische Stimme von David Attenborough schafft es Planet Earth den Zuschauer auf das Schicksal einer Spezies aufmerksam zu machen, von deren Existenz er sonst womöglich gar nicht wüsste.

Doch auch wenn uns Menschen vor dem Fernseher die atemberaubende Flucht des possierlichen Leguans sehr nahe geht, sind es nicht die Schicksale von einzelnen Tieren, die im Fokus der Sendung stehen. Vielmehr geht es um das langfristige Überleben ganzer Arten, die vom Aussterben bedroht sind. Denn wie bei den meisten gefährdeten Tierarten geht die größte Bedrohung für die Meeresechse nicht von natürlichen Feinden sondern vom Menschen aus. Wenn wir unser Verhalten nicht dauerhaft ändern und uns für den Schutz dieser Arten einsetzen, wird es irgendwann keine possierlichen Leguane mehr geben, die wir bei ihrem dramatischen Überlebenskampf anfeuern können.