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Riskantes X-Mas-Marketing: Mistelzweigdrohne stürzt auf US-Restaurantbesucher

Die Mistelzweig-Drohne soll eigentlich für mehr Romantik in den Restaurants der TGI Fridays-Kette sorgen. Am Wochenende ist allerdings einer der „Mobile Mistletoe“-Quadroctoper einem Fotografen ins Gesicht geflogen.
9.12.14
​Screenshot Youtube

Die Adventszeit bietet dem Einzelhandel alle Jahre wieder wahrhaft festliche Tage. In den USA hat nun die Restaurant-Kette TGI Friday mit einer Kampagne unter dem Hashtag #Togethermas für den bisherigen Höhepunkt des geschäftlichen Weihnachtswahnsinns gesorgt: Der „grandiose" Marketingstunt von TGI Fridays, bei dem eine Drohne mit romantisch unten festgebundenem Mistelzweig die Gäste zum erzwungenen Spontankuss animieren sollte,  . Drone strike in der Idylle des Schnell-Restaurants!

Die Fresskette hatte in letzter Zeit bereits verschiedene verzweifelte Werbemaßnahmen ergriffen, um Leute an ihre Tische zu bringen. Beim ersten Aktionsangebot durften sich die hungrigen Kunden an endlosen Appetithäppchen erfreuen und  ​Mozzarellasticks in sich hinein stopfen bis sie platzen. Der aktuelle Coup nennt sich: „Mobiler Mistelzweig". Er soll die Atmosphäre des Restaurants, das mit dem Slogan „Good Food and Good Times" gleichzeitig die orale und die sozial-emotionale Befriedigszentrale lockt, durch schwirrende Quadrocopter über den Köpfen noch einmal aufwerten. „Liebling, der Sturm in deinem Haar kündigt die Mistelzweigdrohne an. So romantisch waren wir noch nie essen."

Die eingermaßen riskante Entertainment-Bereicherung endete nun in einem ebenso vorhersehbaren Crash-Manöver. Der Quadrocopter stürzte  ​einem Foto-Reporter von Brooklyn Daily direkt ins Gesicht—vermutlich weil TGI Friday noch einmal die Pressewirksamkeit ihrer sensationellen Aktion demonstrieren wollte. Der Mann hatte zwar die ein oder andere blutende Platzwunde, wurde aber zum Glück nicht ernsthaft verletzt (was insgesamt bei Quadrocoptern auch eher schwer möglich ist).

Ein romantischer Kuss unter dem Mobilen Mistelzweig.

Ein romantischer Kuss unter dem Mobilen Mistelzweig. Screenshot Youtube

Laut Brooklyn Daily argumentierte der Drohnenpilot David Quiones, dass ihm bisher noch kein solches Unglück passiert sei und machte die Reporterin und den Fotografen umgehend selbst für das Blutvergießen verantwortlich. Brooklyn Daily beschreibt den Vorfall weiter:

„Quiones ermunterte unsere Reporterin, den etwas kleineren der beiden Copter auf ihrer Hand landen zu lassen. Als die 25-Zentimeter-Drohne zur Landung ansetzte, zuckte sie zusammen und die Rotorblätter der viermotorigen Flugmaschine schlugen in das Gesicht unseres daneben stehenden Fotografen."

Eigentlich richtet solch eine Minidrohne keine großen Schäden an, auch in geschlossenen Räumen sind Flugversuche mit kleinen Quadrocoptern relativ sicher. Doch vielleicht sollte man sich einfach kein gut gefülltes Fast-Food-Restaurant für romantische, coptergestützte Weihnachts-Manöver aussuchen.