Reisen

Romantik und Sonne auf den Kykladen

Selbst in ihren Flitterwochen konnte die Fotografin Amy Harrity ihre Kamera nicht beiseite legen. Das Resultat: romantisch-verzaubernde Bilder, die zum Tagträumen einladen.

von Amy Harrity
21 Februar 2016, 5:00am

Bei Heaven Is Closer Than You Think handelt es sich um ein selbst veröffentlichtes Zine, in dem eine Auswahl der Fotos enthalten ist, die ich letzten Sommer auf den Kykladen vor Griechenland gemacht habe. Diese Reise war für mich und meinen Mann Evan—übrigens eines meiner vertrautesten Fotomotive—so etwas wie unsere Flitterwochen, denn wir hatten nur wenige Tage vorher geheiratet. Während des Urlaubs setzte ich es mir zum Ziel, Bilder zu schießen, die von den in meinen Arbeiten immer vorkommenden Themen geprägt sind: Realitätsflucht, Romantik und die Balance zwischen Wirklichkeit und Fantasie.

Die Kykladen sind tief in der Mystik verwurzelt—von der Kultur, die von Spuren der griechischen Mythologie durchzogen wird, bis hin zur satten smaragdgrünen Farbe des Mittelmeers. Unser Trip begann auf Santorin, also der Insel, die wohl die Inspiration für den Mythos von Atlantis darstellt. Weiter ging es dann nach Milos, den Fundort der legendären Statue Venus von Milo, die Aphrodite darstellt, also die griechische Göttin der Liebe und Schönheit.

Ganz im Stile von Fotografen wie etwa Henry Callahan, denen ihre Ehefrauen als Musen dienten, habe ich das Thema Intimität mit einem bestimmten Gedanken im Kopf umgesetzt: die Selbstfindung durch den Partner. Mit Evan, mir und der Landschaft als Motiv fing ich diese Intimität in ihrer reinsten und verzauberndsten Form ein. Indem ich die Rollen des Objekts und des Betrachters nichtig mache, gebe ich deutlich zu verstehen, wie die Art und Weise, wie wir uns gegenseitig sehen, das Gegenüber beeinflusst. Folgendes Zitat des Fotografen Emmet Gowin war für mich ebenfalls so etwas wie ein Wegweiser:

„Es ist unmöglich, gezielt Fotos zur Liebe zu schießen. Man kann nur Bilder machen und gleichzeitig verliebt sein. Die Authentizität der Arbeit ist dann sofort zu erkennen."

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