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Sex

Der VICE Wrong Boner Blog

Hosenzelte, die eigentlich nicht sein sollten. Diesmal Crushing, oder: XXX in XXL weil U-S-A!
31.7.12

Die USA sind wirklich ein seltsames Land. Aber bevor jetzt gleich die Hater tief Luft holen und ihren stolzen Scheißeberg erklimmen, den Europa im 21. Jahrhundert gewissermaßen als Freiheitsstatue 2.0 auf Amerika abgeladen hat, um von dort oben ihre halbleeren französischen Eier zustimmend ins ach so dumme Gesicht der wirklich großen Nation zu klatschen, möchte ich gleich mal eines klarstellen: Ich meine das verdammt noch mal kein bisschen negativ.

Seltsam ist eine Eigenschaft für Gewinner und Leute, die Ärsche auslecken wie Lollipops, solange es der Sache dient – für Menschen, die sich für nichts zu gut sind, solange es ein hehres Ziel gibt, und für solche, die mit Widersprüchen umgehen können, weil sie verstanden haben, dass diese ganz einfach zur menschlichen Natur gehören.

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Natürlich ist es seltsam, wenn ein Land eine Nationalhymne hat, deren Text von einem Sklavenhalter und deren Melodie von einem englischen Trinklied stammt, obwohl der Inhalt von Freiheit handelt und Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit verboten ist. Natürlich ist es seltsam, dass dieses Land voller Stolz von seiner Demokratie (Herrschaft des Volkes) redet und sich dabei immer mehr in eine Plutokratie (Herrschaft des Geldes) verwandelt, bei der man selbst mit dem Trinkgeld im Café seine Stimme für den besseren Batman-Darsteller abgibt. Gleichzeitig ist es aber auch eine großartige Idee, Wahlrecht und Kaufkraft zu verknüpfen und wenigstens wissen Sklavenhalter, wovon sie reden, wenn es um so kostbare Dinge wie Freiheit geht (ich habe übrigens für Michael Keaton gestimmt, duh).

Also, you can buy less stuff, if you're French.

Ihr seht schon, mit Antiamerikanismus seid ihr bei mir an der falschen Adresse – und bitte kommt mir jetzt nicht mit dem Amoklauf von Aurora oder irgendeinem de facto toten Gesetz, das besagt, dass man irgendwo in der Bibelpampa beim Sex nicht rückwärts reiten darf, sonst komm ich euch mit Fritzl und Kampusch und diesem Typen, der seinem Sohn ins Gesicht geschossen hat, während die Tochter danebenstehen und zusehen durfte (und kein Christian Bale weit und breit, ich sag's nur).

BACKGROUND:

Der Grund, warum mich Amerika derzeit besonders beschäftigt, ist nicht in den Nachrichten zu finden, sondern in meinem Kopf. Seit ich nämlich kürzlich dort war, um in New York alles über koreanische Michelle Obama-Perlen und ein altes Europa-Fangirl namens Ruth zu erfahren, sind meine Synapsen jetzt irgendwie durcheinander und mein Gehirn nach wie vor auf die Größendimensionen von drüben geeicht: Cola kommt aus der Endlosquelle, Pizza hat einen Durchmesser, der Singles traurig (und fett) werden lässt und Häuser schaben wie gigantische Buttplugs an der Prostata des Himmels. Da wundert es natürlich niemanden, dass Amerika auch den größten Penis der Welt hervorgebracht hat; das Weltrekords-Ding baumelt an Jonah Falcon und hat ihm sogar eine Verhaftung am Flughafen von San Francisco eingebracht, weil niemand glauben konnte, dass es sich bei dem Hosenpaket nicht um eine Stange Plastiksprengstoff handelte.

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Als ich vor zwei Jahren am Flughafen in San Francisco war, haben mir die Beamten dort nicht mal die Poppers abgenommen, und das, obwohl ich ein wertloser Ausländer bin. Dass Jonah Falcon aufgehalten und ausgegriffen wurde, obwohl er ein aufrechter Amerikaner ist, gibt euch einen ungefähren Eindruck davon, wie bedrohlich sein Pastrami-Sandwich ausgesehen haben muss. Das ist natürlich alles ziemlich großartig, solange man selbst irgendwie dazugehört, ruiniert einem aber das Ego, sobald man wieder in Europa ist, wo es Kaffee und Schwänze nur in Miniaturmodellgröße gibt.

Zwar haben die USA im nationalen Durchschnitt eine Schwanzlänge von 12,90 Zentimeter vorzuweisen und sind im Gegensatz zu uns damit nicht mal unter den Top 36 der Welt vertreten. Allerdings vergeht einem der euphorische Eiertanz auch ganz schnell wieder, wenn man sieht, dass es unter den Top 10 nur ein einziges europäisches Land gibt  – und zwar ausgerechnet Ungarn. Kontinental gesehen haben Afrika und Südamerika mit Abstand die meisten Schlong-Showoffs, mit 5 und 4 Vertretern unter den zehn bestbestückten Ländern. No-Names wie Bolivien belegen den sensationellen siebten Platz und sogar Peru und Guatemala stechen uns Europäer gnadenlos aus, indem sie ihre fetten Mini-Ärsche auf den Plätzen 12 und 13 breitmachen. Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich alle drei Länder besucht habe und habt ihr eine Ahnung, wie klein die Menschen dort sind? Sie sind genau so winzig wie ihre Egos, während ihre Schwänze scheinbar so groß sind wie ihre Komplexe.

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Penisplatzhirsch Nummer 1 ist übrigens der Kongo. Meine These, dass zu viel Liberalismus die Penislänge auf lange Sicht negativ beeinflusst, wird von den Fakten zumindest nicht auf Anhieb widerlegt. Es könnte auch etwas mit der Wärme und dem Klima zu tun haben, aber da Hitze die Leute auch zu schwitzenden Faschisten macht, ist das eigentlich dasselbe.

BONER:

Da auch dieser Boner-Beitrag beinahe schon US-Dimensionen annimmt, komm ich lieber gleich zum Punkt: Alles das gibt einem das Gefühl, ein ziemliches Würstchen zu sein. Und zwar nicht irgendeins, sondern eins von der Sorte, die von übergroßen nackten Füßen getreten, mit Ketchup vermengt und zu rosa Schand-Brei zerquetscht werden. Ob das für Masochisten dann ein Happy End ist, weiß ich nicht, aber selbstverständlich gibt es auch dazu einen Sub-Fetisch namens Sausage Crushing, und dazu wiederum ein fast schon magisch verzauberndes Video mit tollen Sternchen-Zwischentiteln, püriertem Fleisch und Füßen wie aus dem Augsburger Puppentheater:

Wer mag, kann sich hier dasselbe auch noch mit Erdbeeren geben, aber von da an übernehme ich keine Verantwortung mehr für eure empfohlenen Videos. Nur so viel: Crushing ist ein bisschen so wie Dagobah. Das Ganze ist irgendwie sumpfig und wenn ihr ein schrumpliger kleiner Wicht seid, fühlt ihr euch hier wahrscheinlich sogar richtig zuhause – aber hütet euch vor der Höhle des Bösen, denn während draußen quietschvergnügte Würstchen herumtollen, lauern dort drinnen einfach nur zertetene Eichhörnchen und mit Hamsterhirn eingesaute Hacken. Talking about ending it on a high note. Mahalo!